Ein Sturm-Problem

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HÄNDE HOCH, sonst tut‘s richtig weh. Die Werder-Profis – wie hier (von links) Aleksandar Ignjovski, Markus Rosenberg und Lukas Schmitz – versuchten alles, um sich gegen den Starkregen zu schützen, doch am Ende half nur eines: der Trainingsabbruch.

BELEK - von Carsten Sander. Von wegen ideale Trainingsbedingungen! Werder Bremen erlebte gestern in Belek eine böse Überraschung. Ein heftiges Unwetter brach über die Urlaubsregion an der türkischen Riviera herein, brachte Sturm, peitschenden Starkregen, Blitz und Donner mit sich.

Folge: Das für den Nachmittag geplante Testspiel gegen den usbekischen Vertreter Pakhtakor Taschkent fiel ins Wasser. „So etwas haben wir hier noch nie erlebt“, staunte Trainer Thomas Schaaf.

Naldo trainiert wieder

Naldo trainiert wieder

Der Mann hat reichlich Belek-Erfahrung, ist bereits zum elften Mal mit seinem Team vor Ort und rühmt immer wieder die optimalen Umstände. Aber gegen das Wetter ist nichts zu machen. Das WOW-Sportcenter, in dem die Partie hätte stattfinden sollen, meldete schon am Vormittag Land unter. Obwohl wenigstens der Regen am frühen Nachmittag aufgehört hatte, war es für den Test längst zu spät. „Ersatzlos gestrichen“, verkündete Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs: „Wir haben kurz überlegt, auf einem unserer Trainingsplätze gegen Taschkent zu spielen, haben uns aber dagegen entschieden.“

Unwetter in Belek

Unwetter in Belek

Ein weiser Entschluss, wie sich herausstellen sollte. Denn die Wetterberuhigung war nur von kurzer Dauer. Um 15.00 Uhr – die Profis wollten gerade mit dem Training beginnen, folgte das nächste, diesmal nur kurze Gewitter. Danach blieb es tatsächlich eine Stunde lang nahezu trocken. Das reichte für ein 2 x 30 Minuten dauerndes Duell zwischen zwei Werder-Teams. So war der Trainingstag wenigstens einigermaßen gerettet. „Natürlich hätten wir lieber gegen einen Gegner gespielt, den wir nicht kennen. Aber insgesamt haben wir noch das Beste daraus gemacht“, sagte Schaaf nach dem Kick, der keinen Abpfiff benötigte. Ein gewaltiger Donner mit sofort einsetzendem Platzregen reichte.

Das Unwetter hatte schon in der Nacht begonnen. Im fünften Stock das Maxx Royal, wo die Werder-Profis ihre Zimmer haben, pfiff es gewaltig. „Die meisten haben nicht gut geschlafen“, berichtete Allofs. Tagsüber wurde es mitunter richtig gefährlich. An der Fassade des Hotels zerbrach eine Fensterscheibe, krachte zu Boden. Auf dem Weg zum Trainingsplatz lag ein umgeknickter Baum. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Trainingslager in Belek - Tag zwei

Trainigslager in Belek - Tag zwei

Wirklich gelitten hat nur das Trainingsprogramm. Schaaf, der in Belek eigentlich am Defensivverhalten arbeiten will, stand plötzlich vor einem Sturm-Problem. Die für 9.15 Uhr angesetzte Übungsstunde musste wegen der widrigen Bedingungen in eine Halle des Hotels verlegt werden.

Den Wetterprognosen zufolge soll die Weltuntergangsstimmung im Urlaubsparadies auch heute noch anhalten. Schaaf hofft trotzdem auf Besserung: „Ich glaube, so bleibt es nicht.“ Spätestens Montag sollen aber wieder „normale“ Zustände herrschen. „Sonnenschein kriegen wir aber wohl nicht mehr“, meinte Klaus Allofs, der sich auch um den Zustand der Trainingsplätze sorgt: „Durch den Regen sind die Bedingungen nicht mehr ideal. Aber wenn das Wetter die kommenden Tage wieder besser wird, ist das schon in Ordnung.“

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