Werder vor dem Bayern-Spiel

Mit Mut gegen die "Bestie"

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Werder-Coach Skripnik und Co-Trainer Frings - gelingt in München eine Überraschung?

Bremen - Werder Bremen reist mit dem Selbstbewusstsein von zwei Siegen im Rücken zum FC Bayern. Auch beim Rekordmeister wollen die Grün-Weißen nun punkten. "Wir fahren mutig nach München", sagte Thomas Eichin am Donnerstag.

"Wenn die Bayern nicht ihren besten Tag haben, dann kann man auch da was holen", so Werders Sportchef weiter. Dass das möglich ist, hat jüngst Mainz bewiesen. Die 05er siegten am 24. Spieltag überraschend 2:1 bei den Bayern und entführten gleich drei Punkte aus der Allianz-Arena. Zähler, die auch Werder sehr gut gebrauchen kann. Nach zuletzt zwei Siegen in Serie sind die Grün-Weißen zwar bis auf Tabellenplatz 13 vorgerückt, die Abstiegsgefahr ist aber noch keineswegs gebannt. "In unserer Situation braucht man jeden Punkt, darum werden wir auch in München kämpfen", so Werder-Coach Viktor Skripnik. 

Der Ukrainer erwartet von seinen Spielern, dass sie sich am Samstag in der Partie beim Spitzenreiter teuer verkaufen und voll reinhauen. Sein Team werde sicher nicht nur zum Trikottauschen nach München reisen. Dass die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola an guten Tagen kaum zu schlagen ist, weiß allerdings auch Skripnik: "Wenn Bayern hungrig und sauer ist, weiß jeder, was den Gegner erwartet." 

Neben den starken Vorstellungen gegen Leverkusen und Hannover gibt aber auch das direkte Aufeinandertreffen mit dem FCB in der Hinrunde (0:1) Grund zur Hoffnung. "Da waren wir gut im Spiel, wieso sollen wir das nicht wieder schaffen?", führt Eichin an. Falls das nicht gelingen sollte, wäre das für Werder kein Weltuntergang. "Wir haben keine Angst vor dem Versagen. Auch Top-Mannschaften haben in München schon mit vielen Gegentoren verloren", so Eichin: "Bayern München ist eine Bestie."

Fragezeichen hinter Bartels und Pizarro

Ob Skripnik gegen den Rekordmeister wie zuletzt gegen Bayer und 96 auf eine 4:1:4:1-Taktik setzt, wollte er noch nicht verraten. Sicher ist dagegen, dass der 46-Jährige ohne die gelbgesperrten Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz planen muss. Auch hinter Fin Bartels, dessen Vertrag Eichin gerne vorzeitig verlängern würde, steht noch ein Fragezeichen. Der Mittelfeldspieler fehlt seit Mittwoch krankheitsbedingt. Er habe zwar kein Fieber mehr, am Donnerstag werde er aber noch nicht wieder trainieren, so Skripnik. Die Bremer hoffen, dass der 29-Jährige am Freitag wieder einsteigen kann.

Bei Claudio Pizarro muss ebenfalls gehofft werden, der Peruaner brach am Donnerstagnachmittag das Training mit muskulären Problemen ab. Sambou Yatabare ist dafür wieder einsatzbereit. Der Winterzugang war am Dienstag ins Training eingestiegen, nachdem er zuvor wegen eines Todesfalls in der Familie für mehrere Tage in seine Heimat Mali gereist war.
mib

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