Werder-Sportchef will sich bei Heynckes bedanken, über Petersen sprechen und Punkte holen

Eichins weiß-blaue Mission

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Der junge Thomas Eichin (unten links) bei seiner Vorstellung als Fußballprofi. Gladbachs Trainer Jupp Heynckes präsentierte im Sommer 1986 zudem (oben von links) Andre Winkhold, Kurt Pinkall und Peter Enevoldsen sowie (unten von links) Harald Nickel und Christoph Budde. ·

Bremen - Thomas Eichin staunte über sich selbst. „Ich stelle mit Entsetzen fest, dass ich noch nie in meinem Leben Weißwurst gegessen habe“, sagte Werders Geschäftsführer gestern mit einem Schmunzeln.

Nun, die beste Gelegenheit hierfür bietet sich beim Trip nach München, wo Werder morgen (15.30 Uhr) beim souveränen Tabellenführer FC Bayern antritt. Auf seiner weiß-blauen Mission hat Eichin aber noch wichtigere Dinge zu erledigen: über die Zukunft von Leihstürmer Nils Petersen sprechen und seinem sportlichen Ziehvater gratulieren.

Bayern-Coach Jupp Heynckes feiert morgen ein großes Jubiläum: Er absolviert sein 1 000. Bundesligaspiel (369 als Spieler, 630 als Trainer). Und der 67-Jährige kennt Eichin bestens, ist quasi sein Entdecker. 1985 hatte Heynckes den damals 17-Jährigen als Jugendspieler vom Freiburger FC zu Borussia Mönchengladbach geholt. „Er ist weit gefahren, um persönlich mit mir zu sprechen. Das war eine große Ehre – und ich habe bei dem Angebot gleich zugeschlagen“, erinnert sich Eichin. Beim neuen Club mussten ihm dann erst mal „die Flügel gestutzt“ werden. „Ich kam als Freiburger Hallodri in Gladbach an. Als Jugendnationalspieler und großes Talent dachte ich, mir gehört die Welt. Da arbeitest du nicht richtig und denkst, es kommt alles von allein“, sagt der heute 46-Jährige. Heynckes trieb dem jungen, forschen Eichin dessen „badische Lässigkeit“ aus: „Es war eine sehr, sehr harte Zeit. Jupp Heynckes hat versucht, mich zu erziehen. Ich habe bei ihm wenig gespielt (nur ein Mal beim Bundesliga-Debüt in Homburg (2:0) am 2. Mai 1987, Anm. d. Red.), aber viel mitgenommen. Ich bin ihm bis heute sehr dankbar.“ Eichin hält seinen ersten Profi-Coach für „einen der größten und besten Trainer in Deutschland“ und „eine große Persönlichkeit. Ich gönne ihm alles auf dieser Welt, nur keinen Sieg gegen uns.“

Viel Zeit, um mit seinem Förderer von einst zu plauschen oder in Erinnerungen zu schwelgen, wird Eichin allerdings nicht haben. Denn er nimmt sich auch Arbeit mit nach München, will die „Gedankengänge“ des Bayern-Vorstands in puncto Petersen erfragen. „Es wird sicher kurz die Gelegenheit geben, über Nils zu sprechen“, meint Eichin. Präsident Uli Hoeneß hat bereits angedeutet, dass die Bayern ihre Leihgabe (Petersen hat in München einen Vertrag bis 2015 und aktuell einen Marktwert von rund vier Millionen Euro) im Sommer verkaufen wollen. Wenn es so kommt, dann will der Stürmer unbedingt in Bremen bleiben. Ein Bekenntnis, das Eichin beeindruckt: „Er ist ein guter Spieler und ein guter Typ. Es kommt nur ganz selten vor, dass sich jemand so klar positioniert. Alles weitere wird man sehen.“

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Gespannt ist Eichin auch auf das Auftreten seiner Mannschaft gegen die großen Bayern. „Wir müssen mutig sein“, fordert der neue Werder-Sportchef und macht deutlich: „Wir können überall Punkte mitnehmen.“ · mr/kni

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