Wechsel nach Gladbach längst nicht fix

Baumann kämpft um Vestergaard

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Jannik Vestergaard - bleibt er, oder geht er?

Bremen - Fast schon minütlich wurde in den vergangenen Tagen mit der Vollzugsmeldung gerechnet. Doch der Wechsel von Jannik Vestergaard von Werder zu Borussia Mönchengladbach ist keineswegs schon perfekt. Im Gegenteil: Werders neuer Sportchef Frank Baumann kämpft um den Innenverteidiger, will ihn offenbar noch einmal umstimmen.

„Frank möchte noch einmal in Ruhe mit Jannik und dessen Berater sprechen, dann sehen wir weiter“, erklärte Klaus Filbry. Der Werder-Geschäftsführer hatte am Tag der Entlassung von Sportchef Thomas Eichin allein mit Max Eberl verhandelt. Der Manager von Borussia Mönchengladbach war gemeinsam mit Geschäftsführer Stephan Schippers nach Bremen gereist, um Vestergaard loszueisen. Der Däne besitzt bei Werder noch einen Vertrag bis 2018. „Es war ein sehr vernünftiges Gespräch“, berichtete Filbry: „Ich habe ihnen gesagt, dass Jannik ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft ist und wir uns durch die neue Konstellation mit Frank Baumann die nötige Zeit nehmen werden.“

Vestergaard selbst hatte zuletzt erklärt, dass er sich einen Wechsel im Sommer durchaus vorstellen kann und sogar damit rechnet. „Ich kann nicht abstreiten, dass diesen Sommer wohl etwas passiert“, wurde Vestergaard vom Fußballmagazin „Tipsbladet“ zitiert: „Es wäre gut, wenn ich zu einem Top-Club in Deutschland gehen könnte, wo ich international spiele.“ Das macht es natürlich für Baumann schwierig, den Innenverteidiger umzustimmen. Andererseits kann sich Werder den Verlust des Abwehrspielers sportlich kaum leisten, denn in Papy Djilobodji ist schon ein Innenverteidiger weg. Dass der Senegalese nach seiner Ausleihe vom FC Chelsea noch einmal an die Weser zurückkehrt, ist eher unwahrscheinlich.

Ohne Vestergaard bräuchte Werder eine komplett neue Innenverteidigung. Die Nummer drei, Alejandro Galvez, hat in der vergangenen Saison nicht überzeugt. Immerhin kehrt Luca Caldirola nach einer starken Saison aus Darmstadt zurück. Doch der Italiener würde lieber bei den Lilien bleiben und ist den Bremern eigentlich auch zu schwach in der Spieleröffnung. Also lohnt sich der Kampf um Vestergaard – auch wenn er am Ende vielleicht erfolglos bleibt. Dann steigt möglicherweise wenigstens noch die Ablösesumme. Mindestens zehn Millionen Euro will Werder haben – gerne mehr. Schließlich fließt ein Teil davon (dem Vernehmen nach zehn Prozent) an Vestergaards Ex-Club 1899 Hoffenheim.
kni/csa

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