Nouri legt den Fokus schon auf Darmstadt

Baumann: Gisdol nicht von Schippe gesprungen

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Werders Sportchef Frank Baumann

Bremen - Als das Stichwort Werder Bremen fiel, verschwand das Lachen aus dem Gesicht von Markus Gisdol. Es wirkte, als wüsste der neue Trainer des Hamburger SV, dass er jetzt in eine Falle tappen könnte. War er bei Werder noch kurz vor knapp abgesprungen? Oder war der HSV schon an ihm dran, während Bruno Labbadia noch dachte, um seinen Job kämpfen zu können?

Gisdol wählte die Variante des Ausweichens und sagte bezüglich der Kontakte zu Werder: „Wie eng es war, spielt keine Rolle.“ Und bezüglich des HSV: „Die Strahlkraft des HSV hat dazu beigetragen, dass ich nicht lange überlegen musste.“ Bremens Sportchef Frank Baumann, der bestätigt hatte, dass Gisdol als Kandidat „intensiver“ diskutiert worden sei, nimmt es nach außen locker, dass er den Namen von seiner Liste streichen muss. „Der HSV hat eine gute Wahl getroffen“, gratulierte er im NDR-Sportclub. Es sei „keine Niederlage“, dass sich der Coach für den Nordrivalen entschieden hat. Gegenüber dieser Zeitung ergänzte er am Montag: „Es war nicht so, dass er uns von der Schippe gesprungen ist. Wir waren nie am Ende eines Entscheidungsprozesses.“

Weil Gisdol auf der A1 an Bremen vorbei weiter Richtung Hamburg gefahren ist, scheint der Entscheidungsprozess bei Werder in die Länge gezogen zu werden. Was wiederum Interimstrainer Alexander Nouri in die Karten spielt. Während Baumann bei der mit einem Rest Vorsicht versehenen Darstellung bleibt, dass Nouri „sehr wahrscheinlich“ auch gegen Darmstadt 98 am Samstag auf der Bank sitzen wird, geht der Coach die Sache offensiver an. Auf Facebook schrieb er: „Wir sind sehr froh über die Chance, die der Verein uns hier gegeben hat und fiebern dem kommenden Spiel entgegen. Ganzer Fokus auf Darmstadt!“ Da bleiben wohl keine Fragen mehr offen – jedenfalls nicht hinsichtlich des kommenden Wochenendes.
csa/mr

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