Werder startet die Nordderby-Vorbereitung

„Wir machen den HSV nicht zum Favoriten“

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Fin Bartels

Bremen - Heute Vormittag um 10 Uhr beginnt mit dem ersten Training der Woche die Vorbereitung auf das Nordderby. Und vor dem Duell mit dem ewigen Rivalen Hamburger SV sind die Werder-Profis vor allem als Verdrängungskünstler gefragt.

Das niederschmetternde 0:6 beim VfL Wolfsburg muss raus aus den Köpfen. „Wir sind jetzt alle gefordert, dass es wieder läuft“, appelliert Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic an seine Teamkollegen: „Dieses Miteinander, das wir vor dem Wolfsburg-Spiel hatten und das uns auszeichnet, das brauchen wir jetzt wieder. Wir müssen uns aufrappeln und ein positives Gefühl in uns wecken.“

Das ist bei den Hamburgern hinfällig. Sie haben nach dem überraschenden 3:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund schon eine ziemlich breite Brust. „Es sind gegensätzliche Vorzeichen“, weiß Werders Fin Bartels. Und Sportchef Thomas Eichin fügt an: „Der HSV ist gut drauf und motiviert.“

Letzteres gilt aber auch für die Bremer, meint der 49-Jährige: „Vor diesem Spiel brauchen wir in puncto Einstellung und Moral niemanden anzustacheln.“ Werder will Wiedergutmachung für die Wolfsburg-Schmach und mit einem Sieg verhindern, noch tiefer unten reinzurutschen. „Wir müssen gegen den HSV eine Trotzreaktion zeigen – und das werden wir auch. Davon bin ich überzeugt“, erklärt Bartels. Trainer Viktor Skripnik sieht es genauso und kündigt an: „Wir werden im Derby wieder ein anderes Werder sehen.“

Dass die Hamburger nach ihrem Coup gegen den BVB im Vorteil sind, glaubt Eichin nicht „Wir werden den HSV jetzt nicht zum Favoriten in unserem Stadion machen“, erklärt er.

mr

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