„Er hat alles, was du auf der Sechs brauchst“

Bargfrede und die Nationalelf

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Philipp Bargfrede

Bremen - Als Thomas Eichin nach dem 2:1-Sieg gegen Hoffenheim auf Philipp Bargfrede angesprochen wurde, da geriet der Werder-Sportchef regelrecht ins Schwärmen: „Philipp hat komplett alles, was du auf der Sechs brauchst. Er ist zweikampfstark, passsicher, kopfballstark, robust – er ist einfach ein sehr, sehr guter Spieler. Er hält unseren Laden hinten dicht.“ Vor viereinhalb Jahren hat sich schon einmal ein Werder-Sportchef so lobend über Bargfrede geäußert – und Klaus Allofs ging damals sogar noch einen Schritt weiter: „Normalerweise wird Philipp Werders nächster Nationalspieler.“

Normal war in der Karriere des Philipp Bargfrede allerdings nichts. Der junge Mann aus Heeslingen musste immer wieder wegen Verletzungen pausieren. Gleich sechs Knieoperationen hat der 25-Jährige schon hinter sich. Deshalb wurde die Nationalmannschaft nie ein Thema – und wird es auch vorerst nicht. Die Konkurrenz ist zu groß. Für Bargfrede geht es ohnehin erst einmal darum, gesund zu bleiben. Und da führen Nachrichten über eine vermeintliche Trainingspause wie gestern natürlich sofort zu sorgenvollen Nachfragen. Doch Bargfrede, der wegen Knieproblemen erst am 14. Spieltag in die Saison eingestiegen war, gab sogleich Entwarnung: „Alles ist gut. Wir haben nur festgestellt, dass es für mich besser ist, nicht auszulaufen, sondern Fahrrad zu fahren.“ Heute will er mit der Mannschaft trainieren, am Sonntag gegen Leverkusen auf dem Platz stehen.

„Ich bin gut drauf. Dass ich die komplette Vorbereitung mitmachen konnte, hat mir gut getan“, sagt der 25-Jährige und grinst zufrieden. Gegen Hoffenheim hat er nicht nur als Sechser geglänzt, sondern auch als Torschütze. Natürlich gegen Hoffenheim muss es eigentlich heißen. Drei seiner vier Bundesliga-Tore hat er gegen die Truppe aus dem Kraichgau erzielt. Sein Lieblingsgegner? „Kann man schon so sagen“, findet Bargfrede. Aber er will diese Torgeschichte nicht zu hoch hängen: „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben.“ Schon das dritte Mal in Folge in dieser Bundesliga-Saison. Das gab es zuletzt im August/September 2011. Bargfrede war damals dabei – jeweils über die volle Distanz. So wie jetzt auch, was einmal mehr seine Bedeutung für Werder unterstreicht.

kni

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