„Wir müssen beide Heimspiele gewinnen“

Bargfrede nervt die Schiri-Schelte: Der Rückkehrer fordert mehr Mut

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Werder-Profi Bargfrede

Bremen - Philipp Bargfrede wird dieses Zahl wohl so schnell nicht vergessen. „Ich habe 211 Tage nicht gespielt. Das ist eine lange Zeit, eine viel zu lange Zeit“, stöhnte der Werder-Profi und strahlte dann zufrieden: „Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu stehen.“ In Frankfurt hatte der 25-Jährige in der 74. Minute sein Comeback gefeiert – mal wieder. Denn Verletzungen pflastern seine Karriere. Doch Bargfrede hat sich nie unterkriegen lassen und kam immer noch stärker zurück. Auch diesmal, nach seiner x-ten Knieoperation?

Sein Trainer hofft auf jeden Fall darauf. Für Viktor Skripnik ist Bargfrede ein Hoffnungsträger: „Spieler wie Philipp haben uns gefehlt.“ Als Sechser könne Bargfrede sehr gut den Ball verteilen und besitze die nötige Aggressivität, um die gegnerischen Angriffe zu stoppen. Einen Typen wie Dieter Eilts oder Torsten Frings wünscht sich Skripnik auf dieser Position. „So ein Typ kann Philipp werden“, glaubt Skripnik.

Erster Sieg nach

218 Tagen?

Gegen Frankfurt konnte Bargfrede diese Qualitäten nur andeuten. „Ich wollte ja noch etwas bewegen, aber sofort nach meiner Einwechslung fiel das 4:1 für Frankfurt. Ich glaube, da hatte ich noch gar keinen Ballkontakt gehabt“, erinnert sich der Mittelefeldspieler. Nicht nur das fand Bargfrede unschön, auch der Umgang mit dem Unparteiischen Christian Dingert und dessen vermeintliche Fehlentscheidungen behagte ihm nicht: „Wir brauchen jetzt gar nicht auf den Schiedsrichter einzuschlagen, sondern wir müssen uns an die eigene Nase packen.“ Bargfrede vermisste in Frankfurt den Mut – wie auch schon in Hamburg. Das müsse sich ändern. Immerhin hätten es seine Kollegen im Weserstadion besser gemacht. Deshalb steht für den frisch gebackenen Familienvater (Sohn Elias ist erst zwei Monate alt) fest: „Wir müssen beide Heimspiele gewinnen.“ Gelingt Teil eins davon am Samstag gegen Hannover, wäre es Bargfredes erster Sieg nach 218 Tagen.

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