Aufsichtsratschef Bode kündigt volle Unterstützung bei der Stürmersuche an

„Wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden“

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Werders Aufsichtsratsboss Marco Bode hofft, dass die Lücke im Bremer Sturm schnell geschlossen wird.

Bremen - Von Björn Knips. Die Wunden, die Franco Di Santo bei Werder aufgerissen hat, sind noch längst nicht geschlossen. „Das tut schon sehr weh. Das ist ein herber Verlust“, sagt Marco Bode zum überraschenden Wechsel des Stürmers zum FC Schalke.

Doch der Aufsichtsratschef wehrt sich gegen die Schmerzen – und macht das in einer für Werder so typischen Art und Weise. Der Club müsse nun zusammenrücken, fordert der Ex-Profi: „Solche Rückschläge gab es hier immer mal wieder. Wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden.“

Das heißt: Die sportliche Leitung bekommt bei der Suche nach einem neuen Stürmer die volle Unterstützung des Kontrollgremiums. Dabei geht es natürlich ums Geld. Darf Sportchef Thomas Eichin die für Di Santo eingenommenen Millionen komplett einsetzen? Das wären übrigens nicht die in der Ausstiegsklausel festgeschriebenen sechs Millionen Euro, sondern nur 5,7. Denn Di Santo stehen fünf Prozent der Ablöse zu – also 300000 Euro.

Bode spricht nicht über Zahlen, stellt nur fest: „Wir werden versuchen, einen guten Ersatz zu finden. Wir wissen um die Bedeutung dieser Personalie und werden dann alles im Einzelfall entscheiden.“ Und er rechnet durchaus zeitnah mit ersten interessanten Nachrichten. „Unsere Experten sind da intensiv dran“, sagt Bode und meint damit Eichin und Sportdirektor Rouven Schröder. Beide genießen das volle Vertrauen, seien sehr gut vernetzt.

Apropos Eichin: Mit dem verhandelt Bode gerade über eine Vertragsverlängerung, der Kontrakt läuft in knapp einem Jahr aus. Das erste Angebot hat Eichin abgelehnt – und erklärt noch einmal, warum: „Ich habe eben meine Vorstellungen und meinen Preis.“ Nach zweieinhalb Jahren als Geschäftsführer Sport bei Werder will der 48-Jährige nun auch entsprechend bezahlt werden. Ex-Aufsichtsratschef Willi Lemke hatte ihn damals für ein in der Bundesliga verhältnismäßig geringes Jahressalär von 300000 Euro verpflichtet. Ex-Profi Eichin akzeptierte nur, weil er nach seiner langen Zeit im Eishockey-Geschäft unbedingt wieder im Fußball arbeiten wollte. Nun fordert er eine Verdopplung der Bezüge. Da spielt der Aufsichtsrat unter Führung von Marco Bode offenbar nicht mit – allerdings genauso wenig wie beim öffentlichen Pokerspiel. „Verhandlungen sind Verhandlungen“, merkt Bode an und grinst: „Alles ist gut, ich bin weiterhin optimistisch.“

Das gilt auch für die Saison – trotz des Di-Santo-Schocks. „Die Mannschaft hat nach der Vorgeschichte eine gute Reaktion gegen Sevilla gezeigt“, lobt Bode. Am Morgen hatte das Team von Di Santos Abschied erfahren, am Nachmittag folgte ein 3:1-Sieg gegen den Europa-League-Sieger. „Das zeigt, wie stabil die Mannschaft ist“, betont der Aufsichtsratschef und wünscht sich: „Wir müssen Di Santo abhaken und nach vorne blicken.“ Am besten auf einen neuen Stürmer.

Mögliche Stürmer als Di-Santo-Ersatz

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