Coronavirus-Pandemie

Ex-Werder-Star Herzog schmeißt als Israels Nationaltrainer hin

Andreas Herzog, früher Profi bei Werder Bremen, will seinen Vertrag als Nationaltrainer von Israel nicht verlängern.
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Andreas Herzog, früher Profi bei Werder Bremen, will seinen Vertrag als Nationaltrainer von Israel nicht verlängern.

Wien - Andreas Herzog, der ehemalige Mittelfeld-Star von Werder Bremen, will seinen Vertrag als Israels Fußball-Nationaltrainer nicht verlängern.

Das sagte Andreas Herzog am Mittwoch im Pay-TV-Sender Sky Sport Austria. „Ich bin nicht mehr bereit, den Vertrag zu verlängern, weil durch Corona einfach viel zerstört worden ist“, erklärte der 51-Jährige seine Entscheidung. Der Kontrakt des ehemaligen Spielers von Werder Bremen galt zuletzt wegen der Coronavirus-Krise für zwei Monate als eingefroren.

Andreas Herzog betreut Israels Nationalteam seit Sommer 2018. Er hatte sich nach der Verschiebung der EM-Playoffs wegen der Coronavirus-Pandemie Bedenkzeit erbeten. Die Playoffs - Israel trifft im Halbfinale auf Schottland - finden frühestens im Herbst statt. (dpa)

Zur letzten Meldung vom 24. April 2020:

Ex-Werder Bremen-Star Herzog: Vertrag von Israels Nationaltrainer ruht

Tel Aviv - Israels Fußball-Nationaltrainer Andreas Herzog, früherer Mittelfeld-Star von Werder Bremen, hat nach Angaben des israelischen Fußballverbandes zugestimmt, seinen Vertrag angesichts der Coronavirus-Krise für zwei Monate einzufrieren.

Hintergrund seien die fehlenden „internationalen Aktivitäten“, teilte der Verband am Freitag mit. „Der Verband und der Trainer werden mit dem Ende der Frist zur Diskussion über seinen Vertrag zurückkehren.“

Werder Bremen-Ex Andreas Herzog: Vertragsverlängerung als Nationaltrainer Israels?

Erst Anfang der Woche hatte es geheißen, der frühere Profi von Werder Bremen wolle Trainer der Nationalmannschaft bleiben. Der Österreicher Andreas Herzog und Israels Sportdirektor Willi Ruttensteiner hatten eine entsprechende Verhandlung der Nachrichtenagentur APA zufolge am Dienstagabend in der ORF-Sendung „Sport aktuell“ bestätigt. Finanzielle Details der Vertragsverlängerung seien aber noch zu klären.

Herzog betreut Israels Nationalteam seit Sommer 2018. Er hatte sich nach der Verschiebung der EM-Playoffs wegen der Coronavirus-Pandemie Bedenkzeit erbeten. „Nach ein paar Wochen zu Hause habe ich einfach wieder das Feuer entwickelt, dass ich mit meinen Jungs, mit meinen Spielern weiterarbeiten möchte“, sagte der 51-Jährige am Dienstag. Die Playoffs - Israel trifft im Halbfinale auf Schottland - finden frühestens im Herbst statt. Wie lange Herzog Trainer bleibt, würde offenbar auch vom Gelingen der Qualifikation abhängen. (dpa)

Zur letzten Meldung vom 2. April 2020:

Werder Bremen-Ex-Star Andreas Herzog: Gefangen in der Warteschleife

Bremen/Wien – Wenn alles perfekt gelaufen wäre, hätte Andreas Herzog heute vermutlich viel Stress. Um sich feiern zu lassen. Und um sich auf die größte sportliche Herausforderung seines Lebens vorzubereiten. Die EM. Doch es konnte nicht perfekt laufen für den ehemaligen Profi von Werder Bremen.

Mit der von ihm trainierten Nationalmannschaft Israels, hätte Andreas Herzog Ende März die Playoffs für die EM-Endrunde bestreiten sollen – erst mit einem Spiel im Hampden-Park in Glasgow gegen Schottland, dann im Falle des Sieges mit einer weiteren Partie gegen Norwegen oder Serbien. „Coole Spiele wären das geworden“, meint Herzog. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie wurde alles verschoben. Auf wann? Niemand weiß es. Weshalb sich der Ex-Star von Werder Bremen in der längsten und härtesten Geduldsprobe seines Fußballer-Lebens befindet.

Werder Bremen-Ex-Star Andreas Herzog mit Israel vor „Jahrhundertchance“

„Ja, das kann man so sagen“, lacht der 51-Jährige, klingt dabei aber alles andere als fröhlich. Denn natürlich war das Frühjahr 2020 und der anschließende Sommer dazu auserkoren gewesen, für ihn die Highlights seiner bisherigen Karriere als Trainer zu liefern. Erst die Playoff-Runden, dann die EM – Herzog sah und sieht „den israelischen Fußball vor einer Jahrhundertchance. Und ich bin stolz darauf, dass wir uns diese Situation geschaffen haben.“

Völlig nachvollziehbar, dass er die Vollendung seiner Mission herbeisehnt, derzeit voller Ungeduld auf neue Termine für die Playoff-Runden wartet. Grob hatte die Europäische Fußball-Union die Begegnungen bis vor Kurzem in den Juni gelegt, doch das war von vornherein nicht umsetzbar, sagt Herzog: „Die nationalen Ligen werden im Falle des Falles jeden Termin brauchen. Da ist es für mich nicht sinnvoll, auch noch die Playoffs durchzupeitschen.“

Coronavirus: Andreas Herzog wäre fast nicht mehr nach Österreich gekommen

Und da die EM ohnehin in den Sommer 2021 verschoben wurde, kämen auch Termine im Herbst, Winter oder gar im Frühjahr 2021 infrage. Die Uefa vermeldete gestern entsprechend, dass alle für den Juni geplanten Länderspiele bis auf Weiteres verschoben seien. Wie gesagt: Die Geduldsprobe ist hart und lang. Andreas Herzog: „Im Grunde bereiten wir uns jetzt schon seit Ende November auf die Spiele vor.“ Und dabei bleibt es vorerst auch.

Die Zeit des Wartens verbringt der Coach, der als Aktiver 307 Pflichtspiele für den SV Werder Bremen absolviert hatte, in der österreichischen Heimat. Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, ist aber keine. Denn beinahe wäre Herzog ob der Coronavirus-Wirren nicht mehr reingekommen in das Land, für das er 103 Länderspiele bestritten hatte. Nachdem er am 3. März in Amsterdam an der Auslosung der zweiten Auflage der Nations League teilgenommen hatte, war Herzog gerade noch mit Mühe und Not die Rückreise nach Israel geglückt.

Werder Bremen-Ex-Star Andreas Herzog: Vertrag als Nationaltrainer Israels läuft aus

Dort hat er in Tel Aviv eine Wohnung. Allerdings wurde er nach der Landung erstmal vorsorglich in Quarantäne gesteckt – zwei Wochen lang. Und während er die Quarantäne absaß, schickte sich Österreich an, die Grenzen zu schließen. Für Andreas Herzog hätte es bedeutet: auf nicht absehbare Zeit keine Rückkehr zu Frau und Kindern. Also: Raus aus der Quarantäne, zurück in die Heimat. „Das war nervenaufreibend“, sagt er, „aber jetzt ist alles okay.“

Bis auf die Tatsache, dass er das EM-Ticket zwar noch vor Augen, aber eben nicht in der Tasche hat. Kleiner Nebenaspekt: Sein Vertrag als Nationaltrainer Israels wäre eigentlich im Sommer mit Abschluss der EM-Qualifikation ausgelaufen. Nun muss eine Verlängerung her – mindestens bis Qualifikationsklarheit herrscht. „Darüber werden wir sicher noch sprechen müssen“, so Herzog. (csa)

Quelle: DeichStube

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