Werder-Sportchef drängt nicht auf vorzeitige Vertragsverlängerung / Lemke: „Das volle Vertrauen“

Allofs: „Ich kann warten“

„Sehr entspannt“: Werder-Sportchef Klaus Allofs.

Werder-Bremen - Von Malte Rehnert und Arne Flügge · Bislang war‘s immer so: Werder bemühte sich stets, den Vertrag mit Sportchef Klaus Allofs möglichst schnell zu verlängern – meistens sogar anderthalb Jahre vor Ablauf.

Jetzt wäre es also an der Zeit, doch bislang hat es keine Gespräche gegeben. Das öffnet natürlich Spekulationen Tür und Tor. Etwa, dass sich der Aufsichtsrat schon darauf verständigt hat, den bis 2012 datierten Kontrakt des 54-Jährigen nicht zu verlängern.

„Das ist Quatsch“, sagte Aufsichtsratschef Willi Lemke gestern gegenüber dieser Zeitung. Ein klares Bekenntnis, dass es auch nach 2012 mit Allofs als Werder-Sportchef weitergehen soll, gab es allerdings auch nicht.

Immerhin stärkte Lemke Allofs und auch Trainer Thomas Schaaf trotz der Krise des Tabellen-14. den Rücken: „Die sportlich Verantwortlichen haben weiterhin das volle Vertrauen des Aufsichtsrates.“ Ähnlich hatte sich Lemke bereits Anfang November 2010 nach der 0:6-Pleite in Stuttgart geäußert. Und ähnlich äußerte sich vorgestern auch Dr. Hubertus Hess-Grunewald, stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat: „Wir verfallen weder in Hektik noch in Aktionismus. Schaaf und Allofs werden das gemeinsam hinbekommen.“

Dass bislang nicht über eine Vertragsverlängerung des Sportchefs gesprochen wurde, ist offenbar auch der schwierigen sportlichen Situation geschuldet. Für Lemke und seine Kollegen steht derzeit auschließlich im Vordergrund, das schlingernde Werder-Schiff wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bekommen. „Es gibt im Moment nur ein Thema: Dass die Mannschaft zum Erfolg zurückfindet. Die Konzentration auf das Sportliche – das ist das Wichtigste! Alles andere stört nur und ist momentan sekundär“, betonte Lemke.

Vermutlich will der Aufsichtsrat abwarten, wie und ob Allofs die Krise gemeinsam mit Schaaf meistert, bevor über eine Zusammenarbeit über 2012 hinaus geredet wird. Diese Zurückhaltung ist nachvollziehbar – auch für Allofs: „Wir sind ein Jahr und fünf Monate vor Ende meines Vertrags. Man kann jetzt schon darüber reden, muss es aber nicht. Die jetzige Situation erfordert es nicht unbedingt. Ich brauche keinen zusätzlichen Vertrauensbeweis und spüre die absolute Rückendeckung.“ Der Sportchef sei deswegen „sehr entspannt.“ Wenn der Aufsichtsrat verlängern will, „werden sie mir ein Zeichen geben. Ich kann gut darauf warten.“ Zum Aufsichtsrat pflege er „einen ganz normalen Umgang. Bei unseren Sitzungen besprechen wir natürlich auch die sportliche Situation. Und es ist ganz normal, dass da jetzt kritische Fragen kommen und ich Rechenschaft ablege.“

Obwohl Allofs seit über elf Jahren bei Werder ist, verspürt er „keine Amtsmüdigkeit. Im Gegenteil: Die Arbeit macht Spaß, das habe ich immer gesagt.“ Klingt so, als will er bleiben. Dass Werder derzeit unten drinsteckt, sei „natürlich nicht angenehm. Aber auch so eine Situation hat ihren Reiz.“

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