Fritz überzeugt von Klassenerhalt

Fritz-Ansage für Werder-Profis: „Über den Schmerz gehen“

Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profi-Fußball, glaubt trotz der jüngsten Pleiten-Serie fest an den Klassenerhalt - und richtet einen Appell an die Mannschaft.
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Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profi-Fußball, glaubt trotz der jüngsten Pleiten-Serie fest an den Klassenerhalt - und richtet einen Appell an die Mannschaft.

Bremen – Jetzt wird es ernst: Der Vorsprung des SV Werder Bremen auf die Abstiegszone beträgt sechs Spieltage vor Schluss nur noch vier Punkte. Von Ex-Kapitän Clemens Fritz, der inzwischen als Leiter Profi-Fußball bei Werder arbeitet, gibt es nun zum Start in die Trainingswoche für das Spiel am Sonntag bei Borussia Dortmund eine klare Ansage an die Profis: „Wir sind im Endspurt, da müssen alle Kräfte gebündelt werden und man auch mal über den Schmerz hinausgehen. Denn es ist für uns alle wichtig, die nötigen Punkte einzufahren.“ 

Schließlich kann sich Fritz noch gut an das große Zittern vor einem Jahr erinnern und gesteht deshalb in Anlehnung an einen Vergleich von Dr. Hubertus Hess-Grunewald, dem Präsidenten des SV Werder Bremen: „Uns allen wäre lieb, wenn uns diese Nahtod-Erfahrung diesmal erspart bleibt.“

Nun ist Clemens Fritz aber keineswegs übermäßig besorgt oder sogar ängstlich, sondern nur vorsichtig – wie schon in den vergangenen Wochen, als der Vorsprung auch mal elf Punkte betragen hat. „Wir haben nie gesagt, dass wir schon gesichert sind. Wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen“, betont Fritz und fügt noch an: „Für uns ist es wichtig, positiv nach vorne zu schauen. Wir haben den absoluten Glauben an uns.“

Werder Bremen: Zweifel am Klassenerhalt? Clemens Fritz: „Wir wussten doch immer, dass es Rückschläge gibt“

Die Öffentlichkeit sieht das zum Teil etwas anders. Da gibt es nach vier Niederlagen am Stück durchaus Zweifel, dass Werder Bremen den Klassenerhalt wirklich schaffen wird. Doch Fritz verweist dabei auf die letzten Gegner, „mit denen wir uns aktuell nicht auf Augenhöhe befinden“. Gemeint sind die Top-Drei der Tabelle, also Bayern, Wolfsburg und Leipzig. Dazu gab es noch das Spiel in Stuttgart, das unglücklich mit 0:1 verloren ging. Der 38-Jährige will sich jedenfalls nicht durch eine möglicherweise negative Stimmung nach der deutlichen 1:4-Pleite gegen Leipzig runterziehen lassen.

„Es gibt da diese Phrase, dass man immer wieder aufstehen muss. Aber für mich sind wir gar nicht hingefallen“, sagt Fritz und stellt sich schützend vor das gesamte Team inklusive Trainer: „Wir haben unsere Mannschaft extrem verjüngt. Wir wussten doch immer, dass es auch Rückschläge geben wird. Die werden wir verarbeiten. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, daran arbeiten wir, dafür werden wir alles raushauen.“ Und selbst Schmerzen sollen dabei nun keine Rolle mehr spielen. (kni)

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