Werders weiter unter Druck

Kommentar zum Abstiegskampf: Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren, Werder

Cheftrainer Florian Kohfeldt glaubt auch nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt weiter an den Klassenerhalt mit dem SV Werder Bremen. Niclas Füllkrug könnte ihm dabei helfen. 
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Cheftrainer Florian Kohfeldt glaubt auch nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt weiter an den Klassenerhalt mit dem SV Werder Bremen. Niclas Füllkrug könnte ihm dabei helfen. 

Ein Kommentar von Björn Knips. Diese Niederlage tut weh, richtig weh. Denn gefühlt war Werder Bremen endlich in die total verschüttete Erfolgsspur zurückgekehrt.

Beeindruckend hatten Florian Kohfeldt und Co. nach dem Re-Start der Bundesliga Brocken um Brocken aus dem Weg geräumt. Es wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch gespielt. Das machte noch mehr Hoffnung. Klar, es war auch Glück dabei. Aber das gehört dazu. Gerade im Abstiegskampf. Da entscheiden Kleinigkeiten. Manchmal auch schon Zweikämpfe im Mittelfeld. Auf Schalke eroberte sich Werder den Ball und machte das 1:0, gegen Frankfurt war es genau umgekehrt. Ein anderer Schiedsrichter hätte vielleicht auf Foul entschieden. Aber wem hilft jetzt noch der Konjunktiv? Niemandem!

Sicher, bei klaren Fehlentscheidungen muss man sich öffentlich wehren. Ansonsten sollte die volle Konzentration aber der Aufholjagd gelten. Florian Kohfeldt und Frank Baumann leben das vor. Es wird nicht gejammert. Die Blessuren von Milot Rashica und Leonardo Bittencourt – übrigens Resultate harter Schalker Attacken – hätten dafür durchaus einen Anlass geboten. Aber wer jetzt noch Entschuldigungen sucht, der steigt ab! Nur, wer allen Widerständen trotzt, besitzt im Abstiegskampf eine echte Chance.

Werder Bremen hat es noch selbst in der Hand, die Klasse zu halten!

Werder Bremen hat es noch selbst in der Hand! Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren! Die erste Halbzeit gegen Frankfurt war gut, diese Mannschaft ist wettbewerbsfähig. Ihr fehlt oft nur dieser Punch im Angriff, um sich das Leben leichter zu machen. Natürlich ist ein Davie Selke bislang als Torjäger eine Enttäuschung. Aber immerhin rennt er sich die Lunge aus dem Hals – wie alle seine Teamkollegen. Die Mentalität stimmt, der Rest muss erzwungen werden. Und die Angst vor dem drohenden Unheil darf die Spieler nicht kopflos werden lassen. 

Werder Bremen muss dringend lernen, Rückschläge besser wegzustecken. Das ist eine große Aufgabe für das Trainerteam. Vielleicht hilft da auch so ein positiver Typ wie Niclas Füllkrug, der vor seinem Comeback steht. Niederlagen dürfen schmerzen, aber eben nicht blockieren, sonst werden die Bremer sportlich nicht überleben. (kni)

Zum letzten Kommentar der DeichStube:

Kommentar zum Bremer Abstiegskampf: Noch eine Wende wäre für Werder das Ende

Ein Kommentar von Carsten Sander. Im Fußball kann immer alles passieren! Wie viele Fußballer haben diesen Satz wohl schon gesagt? Und damit wie viele Fans zum Gähnen gebracht? Die Zahlen dürften ins Unendliche gehen. Der Satz muss schließlich in so ziemlich jeder Situation herhalten und ist gewiss die platteste aller Fußball-Plattitüden. Und doch ist er so unglaublich richtig!

Denn dass im Fußball tatsächlich immer alles passieren kann, beweist gerade mal wieder der SV Werder Bremen mit seiner bemerkenswerten Wiederauferstehung. Erinnern wir uns: Noch vor zwei Wochen, nach dem 1:4 gegen Bayer Leverkusen, war die Mannschaft leblos. Wehrlos scheinbar, einfach am Ende. Und der Trainer ein Trainer, der zwar gut reden kann, dessen Worte offenbar aber nicht bei den Spielern ankamen. Wie man jetzt weiß: Alles falsch!

Abstiegskampf: Werder Bremen zieht sich an eigenen Haaren aus der Krise

Diese Mannschaft hat mit diesem Trainer gerade sieben von neun möglichen Punkten geholt und hat dabei kein einziges Tor kassiert. Der SV Werder Bremen und sein Coach Florian Kohfeldt haben es irgendwie geschafft, sich an den eigenen Haaren aus der Krise zu ziehen.

Allerdings müssen sie sich jetzt auch noch gemeinsam aus der Abstiegszone befreien – dieser Job ist angesichts von neun ausstehenden Spielen noch lange nicht erledigt. Werder Bremen ist immer noch Vorletzter, Werder muss immer noch Punkte gutmachen auf die Konkurrenz, Werder hat bislang allenfalls für neue Zuversicht gesorgt, aber nicht für neue Sicherheit. Die Lage ist immer noch dramatisch.

Werder Bremen: Nicht glauben, dass irgendwas leichter wird

Nachlegen, „im Tunnel bleiben“, wie Florian Kohfeldt es nennt – das ist jetzt gefragt. Werder Bremen hat Mittwoch (20.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) im Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt und Sonntag gegen den VfL Wolfsburg die große Chance, ein, zwei Sprünge nach oben zu machen in der Tabelle. Das gelingt nur, wenn die Mannschaft nicht der Versuchung erliegt, zu glauben, dass jetzt irgendwas von alleine läuft oder leichter wird.

Drei gute Spiele sind keine Garantie auf ein viertes – und die Krise kann bei nachlässigem Auftreten und negativen Ergebnissen genauso schnell zurückkehren, wie sie gegangen ist. Das darf – wo im Fußball doch immer alles passieren kann – nun auf keinen Fall passieren. Schließlich ist völlig klar: Eine Wende nach der Wende wäre für Werder das Ende.

Quelle: DeichStube

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