Serie: Werders Abenteuer in Afrika

Der Pyramiden-Trip ohne Titel-Happy-End

Bremen - Auf nach Afrika! Der SV Werder schlägt sein Trainingslager in diesem Winter in Südafrika auf. Ein Novum für die Bremer in diesem Land, aber keine Werder-Premiere auf dem Kontinent. In Ägypten bereiteten sich die Bremer 1986 auf den Rest der Saison vor. Dazu gab es noch zwei finanziell sehr lukrative, aber eben auch sehr abenteuerliche Kurzreisen nach Algerien (1975) und nach Libyen (2000).

Die DeichStube blickt in einer kleinen Serie auf „Werders Abenteuer in Afrika“ zurück. Im zweiten Teil geht es nach Ägypten.

Japan, Bremen, Kairo – für Yasuhiko Okudera waren es ziemlich anstrengende Tage im Januar 1986. Aus dem Winterurlaub ging es für den Japaner mit der Mannschaft direkt weiter ins Trainingscamp nach Ägypten. Bei frühlingshaften Temperaturen wollte Coach Otto Rehhagel seine Mannschaft fit machen für den Titelgewinn. 

Doch die Meisterschaft verspielten die Bremer am Ende – auch wegen des legendären Elfer-Fehlschusses von Michael Kutzop gegen die Bayern. Daran hatte er ganz sicher nicht gedacht, als er in Ägypten mit Teamkollege Bruno Pezzey aufs Kamel stieg und eine Runde um die Pyramiden drehte. Keeper Dieter Burdenski war das nicht geheuer, er setzte sich lieber aufs Pferd, obwohl auch das für ihn eine Premiere war. „Da habe ich mir gleich einen Bandscheibenvorfall weggeholt“, erinnert sich Burdenski und lacht: „Zum Glück war Oliver Reck mit. Da war das nicht so tragisch, der konnte mich dann gut vertreten.“

Die Werder-Profis Bruno Pezzey und Michael Kutzop beim Kamelreiten in Ägypten.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Vor dem Kulturprogramm hatte Werder in Kairo gegen die heimische Nationalmannschaft 1:1 gespielt. Das Bremer Tor hatte – wie passend – Kutzop per Elfmeter erzielt. Im „Rückspiel“ gab es wenige Tage später in Al Mehalla ein 0:0. Rehhagel war insgesamt zufrieden, Manager Willi Lemke auch. Organisatorisch lief alles glatt.

„Wir hatten große Angst vor Magenverstimmungen“, erinnert sich der damalige Vize-Präsident Klaus-Dieter Fischer: „Es gab klare Ansagen, nur aus zuvor fest verschlossenen Behältern zu trinken.“ Lemke hatte zehn Gebote aufgeschrieben und vor der Landung in Kairo an die Spieler verteilt. Nur eines hatte ihm schwer zu schaffen gemacht, wie er nach der Reise gestand: „So ein Verkehrschaos habe ich nirgends auf der Welt gesehen.“

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Quelle: DeichStube

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