3:3-Unentschieden nach packendem Spiel in Leverkusen

Werder belohnt sich mit einem Punkt

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Prödl trifft zum 3:3-Ausgleich

Leverkusen – Der SV Werder Bremen hat zum Auftakt des dritten Spieltags der Fußball-Bundesliga ein Unentschieden bei Bayer Leverkusen erkämpft. Besonders in der zweiten Hälfte zeigten die Grün-Weißen eine starke Leistung und wurden durch ein spätes Tor von Sebastian Prödl mit einem Punkt belohnt.

Was für ein Spiel! Werder Bremen hat in einer packenden Partie ein 3:3 (1:1)-Remis in Leverkusen geholt. Beim Tabellenführer erzielten Fin Bartels (45. Minute), Franco Di Santo (60.) und Sebastian Prödl (85.) die Treffer für Werder. Für Bayer waren Tin Jedvaj (15.), Hakan Calhanoglu (63.) und Heung-Min Son (73.) erfolgreich. Bremen wartet damit zwar auch nach dem dritten Spieltag auf den ersten Saisonsieg, bleibt mit nun drei Unentschieden und drei Punkten aber auch weiterhin ungeschlagen.

„Unsere Brust ist breit genug, um dort weiterzumachen, wo wir gegen Hoffenheim aufgehört haben", hatte Werder-Trainer Robin Dutt unter der Woche gesagt. Und er sollte Recht behalten. Genau wie gegen Hoffenheim zeigte Bremen ein schwache erste Hälfte, um nach dem Seitenwechsel aufzudrehen.

Dabei konzentrierten sich die Bremer in der Anfangsphase auf die Sicherung der eigenen Defensive. Zunächst mit Erfolg. Bayer hatte zwar mehr Spielanteile, konnte sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Das änderte sich in der elften Minute: Nach einem Einwurf legte Calhanoglu den Ball auf den völlig freistehenden Castro zurück, der aus rund 21 Metern abzog und mit seinem strammen Schuss nur am Posten scheiterte. Und Leverkusen blieb dran. Sechs Minuten nach der ersten Chance der Gastgeber bediente Kießling vor dem Strafraum den aufgerückten Jedvaj, der den Ball aus spitzem Winkel zum 1:0 für Bayer ins Tor hämmerte (17.). Wenig später hatte Kießling die große Möglichkeit zum 2:0, als er nach einem Abpraller aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, mit einem harmlosen Schuss Werder-Keeper Wolf aber nicht überwinden konnte (21.).

Auf der Gegenseite war von der Offensive der Grün-Weißen so gut wie nichts zu sehen. Besonders im Spielaufbau offenbarte der SVW erneut Schwächen. Auf die erste nennenswerte Aktion mussten die mitgereisten Werder-Fans bis zur 25. Minute warten. Nach einer zu kurzen Abwehr von Leverkusens Torhüter Leno jagte Bartels den Ball deutlich über das Tor. Bayer zeigte sich davon unbeeindruckt. Das Team von Trainer Roger Schmidt spielte weiter nach vorne – und kam fast im Minutentakt zu Chancen. Erst beförderte Spahic den Ball nach einer Ecke an den Pfosten (28.), bevor Öztunali mit einem Schuss aus der Drehung den Querbalken traf (35.).

Tore am Fließband nach dem Seitenwechsel

Dank des Aluminiums blieb es aus Bremer Sicht zunächst beim knappen Rückstand. Und es sollte sogar noch besser kommen für die Gäste. Völlig aus dem Nichts erzielte Bartels Sekunden vor der Halbzeitpause den Ausgleich. Nach einer Flanke von der linken Seite rutschte der Ball an Spahic und Boenisch vorbei, direkt vor die Füße von Werders Mittelfeldspieler. Bartels ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete per Flachschuss von der Strafraumkante zum glücklichen 1:1 (45.).

Ähnlich wie bereits in Berlin und gegen Hoffenheim kam Werder nach der Pause wie verwandelt aus der Kabine. Von der Leverkusener Überlegenheit aus dem ersten Spielabschnitt war nun fast nichts mehr zu sehen. Die Dutt-Elf hielt gut dagegen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Zwar hatte Bayer etwas mehr Spielanteile, dafür sorgte Werder durch Konter für Gefahr. So auch in der 60. Minute: Junuzović bediente Di Santo mit einer perfekten Hereingabe von der linken Seite, die der Argentinier mit einem Flachschuss durch Lenos Beine zum 2:1 für die Grün-Weißen verwertete.

Bayers Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Handgestoppte 162 Sekunden nach dem Rückstand verwandelte Calhanoglu einen Freistoß aus 25 Metern zum Ausgleich. Und das muntere Toreschießen ging weiter: Als nächstes war wieder Leverkusen an der Reihe. Ein Aufsetzer von Son brachte die erneute Führung (73.). Doch Werder ließ sich nicht unterkriegen und kam in der Schlussphase durch Prödl zum nicht unverdienten 3:3-Ausgleich (85.).

Am Montag und Dienstag haben die Werder-Profis nun erst einmal frei. Das hatte Dutt bereits vor der Partie, unabhängig vom Ausgang, angekündigt. Die freien Tage haben sich die Kicker von der Weser mit dem Auftritt am Freitag aber auch redlich verdient. “Es ist klasse, wie die Mannschaft sich entwickelt. Es ist ein Fehler, uns spielen zu lassen und am Leben zu lassen", so Dutt.

Prödl rettet Werder das Remis

Bayer Leverkusen - Werder Bremen 3:3 (1:1)
1:0 Jedvaj (17.)
1:1 Bartels (45.)
1:2 di Santo (60.)
2:2 Calhanoglu (63.)
3:2 Son (73.)
3:3 Prödl (85.)
Leverkusen: Leno - Jedvaj, Spahic, Toprak, Boenisch - Bender (68. Reinartz), Castro - Öztunali (63. Son), Calhanoglu, Bellarabi - Kießling (90. Drmic)
Werder: Wolf - Fritz (82. Busch), Prödl, Lukimya, Garcia - Galvez, Junuzovic - Bartels, Elia (78. Petersen) - Selke (71. Hajrovic), Di Santo
Gelbe Karten: Spahic, Calhanoglu, Castro, Reinartz - Galvez, Prödl
Schiedsrichter: Christian Dingert
Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
mib

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