2:1-Erfolg bei 1899 Hoffenheim

Werder feiert zweiten Sieg in der Rückrunde

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Di Santo (l.) trifft zur Führung

Sinsheim  - Von Ulrike John. Besser hätte es für Werder Bremen nach der Winterpause nicht laufen können. Mit zwei Siegen entfernten sich die Hanseaten von den Abstiegsrängen. Bei den Hoffenheimern herrschte dagegen nach dem Abpfiff trübe Stimmung.

Werder Bremen hat einen klasse Rückrunden-Start in der Fußball-Bundesliga hingelegt. Drei Tage nach dem 2:0 gegen Hertha BSC gewann die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik am Mittwochabend mit 2:1 (1:1) bei 1899 Hoffenheim. Nach seinem Doppelpack gegen Berlin erzielte Franco Di Santo bereits in der 8. Minute das 1:0 für die Gäste. Abwehrchef Ermin Bicakcic glich in der 34. Minute mit seinem ersten Erstliga-Tor für die TSG aus, ehe Philipp Bargfrede zum 2:1 (52.) für Werder traf.

Die Bremer verschafften sich Luft im Kampf um den Klassenverbleib und schoben sich auf Rang elf. Das Team von Markus Gisdol hingegen kommt einfach nicht in Schwung. Nach der Auftaktniederlage in Augsburg gab es vor 23 631 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena den nächsten Rückschlag. „Es ist enorm bitter für uns, die Punkte waren fest eingeplant“, sagte 1899-Kapitän Andreas Beck am Mikrofon von Sky und forderte: „Runterschlucken und weitermachen.“ Torhüter Oliver Baumann meinte mit Blick auf die kommende Aufgabe in Wolfsburg: „Wir werden nur bestehen können, wenn wir eine Schippe drauflegen.“

Das bis dato schwächste Auswärtsteam der Liga aus Bremen spielte von Beginn an munter mit und ließ erst gar keine Anfangsoffensive der Hoffenheimer zu. Bei einem schnellen Angriff der Hanseaten stand TSG-Kapitän Andreas Beck plötzlich Davie Selke und di Santo alleine gegenüber, und der Argentinier hatte keine Mühe, zu seinem neunten Saisontreffer einzuschießen. Bei Werder war Kapitän Clemens Fritz für den Gelb-gesperrten Zlatko Junuzovic zurück in die Mannschaft gekehrt. Ein frühes Wiedersehen mit seinem Ex-Arbeitgeber gab es für Verteidiger Jannik Vestergaard, der erst vergangene Woche von Hoffenheim nach Bremen gewechselt war und eine starke Partie zeigte.

Bargfrede sorgt für die Entscheidung

Ein Schuss aus spitzem Winkel von Kevin Volland nach 17 Minuten direkt auf Schlussmann Raphael Wolf war die einzige nennenswerte Chance der TSG in der ersten halben Stunde. Bicakcic betätigte sich dann als Wachmacher für die bis dahin behäbigen Hausherren, als er nach einer Ecke von Pirmin Schwegler und einer Kopfballverlängerung von Adam Szalai zum 1:1 einnickte. Dann raufte sich Tobias Strobl die Haare: Der Allrounder brachte das Leder nach einem dicken Patzer von Keeper Wolf nicht im Netz unter (39.). Werder geriet jedenfalls immer mehr ins Schwimmen. Die Hoffenheimer waren endlich aufgetaut, konnten sich aber bei Oliver Baumann bedanken: Der Schlussmann rettet in seiner 150. Bundesliga-Partie kurz vor der Pause gegen Selke.

Und auch im zweiten Abschnitt erwischten die Bremer den besseren Start. Gegen die unsortierte TSG-Abwehr traf Bargfrede aus 15 Metern zur erneuten Führung. Gisdol brachte mit Sven Schipplock und Anthony Modeste zwei frische Stürmer, doch die Hoffenheimer rannten zunehmend verzweifelt dem Rückstand hinterher - und haderten mit Schiedsrichter Guido Winkmann: Der pfiff ein Foul von Volland erst, als Schipplock seine Flanke schon eingeköpft hatte (70.). So blieb Bremen ein unangenehmer Gegner für Hoffenheim, den letzten Sieg zu Hause feierten sie beim 4:1 am 21. August 2010.

Di Santo und Bargfrede schießen Werder zum Sieg

Lesen Sie hier die Partie im Ticker noch einmal nach.

dpa

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