Sehr starkes Comeback des Keepers beim 1:1 in Rostock

Wiedwald rettet Werder

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Werder-Keeper Wiedwald zeigte eine starke Partie.

Aus Rostock berichtet Malte Rehnert - So sieht ein gelungener Einstand aus! Torwart Felix Wiedwald bestritt im Test bei Drittligist Hansa Rostock sein erstes Spiel für Werder seit der Rückkehr von Eintracht Frankfurt. Und der 25-Jährige war gleich der beste Mann auf dem Platz, rettete den Bremern mit einigen Paraden das letztlich schmeichelhafte 1:1 (1:0).

Das Ergebnis war heute zweitrangig“, meinte Wiedwald hinterher. Ähnlich sah es Trainer Viktor Skripnik: „Keiner hat sich verletzt, jeder ist an seine Grenzen gegangen und hat sein Bestes gegeben. Die Einstellung war in Ordnung.“

Die Partie war der Abschluss des ersten, anstrengenden Vorbereitungs-Trainingslagers in Neuruppin. Auf der Rückreise hielten die Bremer in der Hansestadt an. Die Startelf, die Skripnik auf den Rasen des Ostseestadions geschickt hatte, ähnelte auf vielen Positionen schon der Formation, die in der Saison seine Stammformation sein könnte – abgesehen von den noch fehlenden Nationalspielern wie Jannik Vestergaard, Zlatko Junuzovic und Theodor Gebre Selassie. Im Tor stand Wiedwald – ganz in Rot. Im zentralen offensiven Mittelfeld spielte Fin Bartels, der im Gegensatz zu den anderen Ex-Rostockern Felix Kroos, Assani Lukimya und Oliver Hüsing mit Pfiffen von den Rängen bedacht wurde – weil er 2010 nach Hansas Zweitliga-Abstieg zum FC St. Pauli gewechselt war. Und im Angriff gab es die Premiere des Top-Duos Franco Di Santo und Anthony Ujah.

Werder wirkte zunächst nicht platt und schwang vor 8 000 Zuschauern gleich den Taktstock. Schon in der fünften Minute erzielte Cedrick Makiadi per Distanzschuss das 1:0. Danach wurde es jedoch ziemlich schnell zäh. Die Bremer spielten zu ungenau und kamen nicht mehr zu Abschlüssen. Die Stürmer hingen in der Luft. Rostock (startet am 25. Juli gegen Werders U 23 in die Drittliga-Saison) hatte nach Startschwierigkeiten drei gute Chancen. Erst vergab Julius Perstaller (30.), dann parierte Wiedwald gegen Christian Bickel (41.) und richtig stark gegen den auffälligen Perstaller (45.).

Zur Halbzeit wechselte Skripnik bis auf Wiedwald komplett, brachte auch den zuletzt geschonten Stürmer Melvyn Lorenzen. Zwingender wurde Werder jedoch nicht, gefährlicher war Rostock. Bei einem Kopfball rettete Wiedwald zum dritten Mal gegen Perstaller (66.). Beim vierten Versuch schlug der Rostocker Stürmer dann aus kurzer Distanz zu – das verdiente 1:1 (70.). Marcel Gottschling verpasste kurz darauf sogar die Hansa-Führung (73.). Und dann war Wiedwald noch zwei Mal zur Stelle – erst gegen Kai Schwertfeger (82.), anschließend gegen Gottschling (85.).

Am Ende war Werder froh, nicht verloren zu haben und wieder nach Hause zu fahren. „Ich freue mich auf die Tage in Bremen“, sagte Kapitän Clemens Fritz. Ausruhen dürfen sich die Profis jedoch nicht, schon am Mittwochnachmittag steht die nächste Einheit auf dem Programm.

Werder-Testspiel gegen Hansa Rostock

Werder Bremen (1. Halbzeit): Wiedwald - Zander, Gálvez, Hüsing, Sternberg - Bargfrede - Fritz, Makiadi - Bartels - Ujah, di Santo
Werder Bremen (2. Halbzeit): Wiedwald - Busch, Lukimya, Pavlovic, Caldirola - Kroos, U. Garcia, von Haacke, Eggestein - Lorenzen, Aycicek

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