Kein Schönheitspreis, aber fast ein Sieg für Werder

Werder-Trainer Florian Kohfeldt verteidigt seinen Matchplan gegen Köln als „ergebnisorientiert“

Florian Kohfeldt (re.), Cheftrainer des SV Werder Bremen, verteidigt seinen defensiven Spielstil gegen den 1. FC Köln.
+
Florian Kohfeldt (re.), Cheftrainer des SV Werder Bremen, verteidigt seinen defensiven Spielstil gegen den 1. FC Köln.

Köln – Nun ist es ja wahrlich nicht so, dass der SV Werder Bremen seine Fans in dieser Saison mit Zauberfußball verwöhnt. Doch der Auftritt beim 1:1 gegen den 1. FC Köln war dann schon einer, der ganz unabhängig vom umstrittenen Kölner Ausgleich mehr weh- als guttat – zumindest als Zuschauer vor dem Fernseher. Und selbst Werder-Coach Florian Kohfeldt gestand: „Das ganze Spiel war wahrscheinlich nicht schön anzusehen.“

Doch nach dem Fast-Abstieg geht es eben nur darum, den Klassenerhalt so schnell wie möglich perfekt zu machen. „Wir wollten heute keinen Schönheitspreis gewinnen, wir waren sehr ergebnisorientiert“, erklärte Florian Kohfeldt den doch sehr passiven Auftritt seines Teams. Dabei hatte der Coach für diese wegweisende Partie seinen Sturm (Milot Rashica und Josh Sargent) um Niclas Füllkrug aufgestockt und dafür Mittelfeldspieler Romano Schmid geopfert.

Werder Bremen begann gegen den 1. FC Köln auch durchaus verheißungsvoll. Eine Flanke von Ludwig Augustinsson, der nach seiner Genesung wieder für Felix Agu ran durfte, köpfte Füllkrug über das Tor (7.). Wenig später hätte es durchaus Elfmeter für Werder geben können, als Theodor Gebre Selassie im Strafraum von Ellyes Skhiri am Bein getroffen wurde und zu Fall kam. Doch weder Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck noch der Video-Assistent reagierten.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln zu passiv?

Dafür agierten nun umso mehr die Kölner. Sie übernahmen das Kommando. Werder Bremen kam offenbar nicht so gut klar damit, dass FC-Coach Markus Gisdol von seiner gewohnten Dreierkette abgerückt war und mit einem Quartett verteidigen ließ. „Ich bin ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet“, gestand Kohfeldt. Der Coach musste sehen, wie Skhiri das 1:0 auf dem Kopf, aber genau auf Jiri Pavlenka gezielt hatte (20.). Kohfeldt stellte um, zog Sargent etwas zurück und machte aus dem 5:2:3-System ein 5:3:2. Doch Werder bekam zu selten den gewünschten Zugriff, weder vorne im Pressing noch im Mittelfeld. Immerhin stand die Abwehr ganz ordentlich, so dass die Kölner Überlegenheit nicht in echte Chancen mündete. Spaß machte dieses Spiel aus Bremer Sicht nur sehr begrenzt.

Das hätte sich nach dem Wechsel beinahe sofort geändert, denn Werder Bremen legte plötzlich den Vorwärtsgang ein. Doch Augustinsson scheiterte an FC-Keeper Timo Horn, Kevin Möhwald schoss den Abpraller weit über das Gehäuse (47.). Das war es aber auch schon wieder mit Bremer Offensivdrang. Hauptsache weg mit der Kugel, lautete fortan das Motto gegen Kölner, die zwar angreifen wollten, allerdings nicht so recht konnten.

Florian Kohfeldt reagierte, nahm Füllkrug und Möhwald vom Platz und brachte dafür Leonardo Bittencourt und Romano Schmid (57.). Ein Glücksgriff! Denn Schmids Flanke köpfte Sargent zum 1:0 ins Netz (66.). Ein Tor aus dem Nichts, das selbst Kohfeldt zu überraschen schien. Der Coach jubelte gar nicht richtig. Dafür strahlte Sargent über beide Backen, er hatte wie schon bei seinem Treffer zum 2:1-Sieg vor gut einer Woche gegen Frankfurt bewiesen, dass er doch ein Torjäger sein kann. Der 1. FC Köln wehrte sich zwar gegen die Niederlage, war dabei aber wenig gefährlich. Genauso wie Werder mit seinen Kontern, die verschenkt wurden. Was sich dann beim umstrittenen Ausgleich von Jonas Hector (83.) rächen sollte.

Florian Kohfeldt nach Remis von Werder Bremen gegen Köln nicht zufrieden

Florian Kohfeldt war natürlich nicht zufrieden, meinte aber auch: „Eine Niederlage wäre ein großer Rückschlag gewesen. Ein Unentschieden ist kein Traum, weil es nicht der ganz entscheidende Schritt nach vorne ist. Aber es ist trotzdem eher positiv für uns, wenn man es mit Köln vergleicht. Wir bleiben vorne und es werden weniger Spiele.“ Acht Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den Arminia Bielefeld belegt – Werders Gegner am Mittwoch. „Ein mega-wichtiges Spiel“, sagte Kohfeldt. Die zweite Chance zur Vorentscheidung im Klassenerhalt will Werder Bremen dann unbedingt nutzen. (kni/csa)

Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Toprak, Friedl, Augustinsson (90. Agu) - Möhwald (57. Bittencourt), Eggestein - Sargent (86. Selke), Füllkrug (57. Schmid), Rashica.

Letzte Meldung vom 7. März 2021:

Kein Pfiff für Jiri Pavlenka: Bitteres Remis für Werder Bremen in Köln - der Spielbericht

Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Abstiegskampf gegen den 1. FC Köln 1:1 (0:0) gespielt und dabei eine knappe Führung verspielt. Der Spielbericht der DeichStube*.

Köln – Wie ärgerlich: Der SV Werder Bremen war schon auf der Siegerstraße, als ein umstrittenes Tor des 1. FC Köln doch noch für ein Unentschieden sorgte. Allerdings können die Bremer im Abstiegskampf mit dem 1:1 sicherlich besser leben als der FC. Josh Sargent hatte die Bremer nach einem wenig berauschenden Auftritt seines Teams mit 1:0 in Führung geköpft (66.), Jonas Hector gelang der Ausgleich. Zuvor war jedoch Werder-Keeper Jiri Pavlenka beim Fangen des Balls gestört worden, was ungeahndet blieb.

Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte mit seiner Aufstellung überrascht, allerdings nicht mit dem Startelf-Comeback von Niclas Füllkrug, sondern mit einem Dreier-Sturm. Denn Milot Rashica und Josh Sargent durften auch angreifen, dafür musste Mittelfeld-Mann Romano Schmid auf die Bank. Doch deshalb agierten die Gäste keineswegs offensiver. Vielleicht lag das auch an der überraschenden Formation der Kölner, FC-Coach Markus Gisdol hatte von der gewohnten Dreier- auf eine Viererkette umgestellt. „Ich bin ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet“, gestand Kohfeldt kurz vor dem Anpfiff bei „Sky“: „Aber das treibt uns auch keine Schweißperlen auf die Stirn.“

Werder Bremen mit verheißungsvollem Start gegen den 1. FC Köln

Und in der Tat: Werder Bremen begann durchaus verheißungsvoll. Eine Flanke von Ludwig Augustinsson, der nach seiner Genesung wieder für Felix Agu ran durfte, köpfte Füllkrug über das Tor (7.). Hätte er den Ball mal lieber durchgelassen, denn hinter ihm lauerte Sargent. Aber Füllkrug wollte es einfach selbst wissen. „Ich konnte ihn nach vier Wochen Mannschaftstraining nicht mehr zurückhalten“, hatte Kohfeldt vor der Partie erklärt.

Und Füllkrug war es auch, der die zweite Bremer Gelegenheit besaß, aber aus acht Metern nur ein Schüsschen fabrizierte. Kurz davor hätte es durchaus Elfmeter für Werder geben können, als Theodor Gebre Selassie in den Strafraum eindrang und von Ellyes Skhiri am Bein getroffen wurde und zu Fall kam. Doch weder Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck noch der Video-Assistent reagierten.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln: Ein Spiel, das nur sehr begrenzt Spaß machte

Dafür agierte nun umso mehr der 1. FC Köln. Sie übernahmen das Kommando, weil sich die Bremer immer mehr zurückzogen und nicht aggressiv genug in die Zweikämpfe gingen. Skhiri verpasste dabei die hundertprozentige Chance zur Führung, als er aus fünf Metern den Ball direkt auf Werder-Keeper Jiri Pavlenka köpfte (20.). Das war ein lauter Warnschuss. Kohfeldt stellte um, zog Sargent etwas zurück und machte aus dem 5:2:3-System ein 5:3:2. Doch Werder Bremen bekam zu selten den gewünschten Zugriff, weder vorne im Pressing noch im Mittelfeld. Immerhin stand die Abwehr ganz ordentlich, so dass die Kölner Überlegenheit nicht in echte Chancen mündete. Spaß machte dieses Spiel aus Bremer Sicht nur sehr begrenzt.

Das hätte sich nach dem Wechsel beinahe sofort geändert, denn Werder legte plötzlich den Vorwärtsgang ein. Doch Augustinsson scheiterte an FC-Keeper Timo Horn, Kevin Möhwald schoss den Abpraller weit über das Gehäuse (47.). Das war es aber auch schon wieder mit Bremer Offensivdrang. Hauptsache weg mit der Kugel, lautete fortan das Motto gegen Kölner, die zwar angreifen wollten, allerdings auch nicht so recht konnten.

Kohfeldt reagierte, nahm den zwar engagierten, aber wenig effektiven Füllkrug genauso wie Möhwald vom Platz und brachte dafür Leonardo Bittencourt und Romano Schmid (57.). Ein Glücksgriff! Denn Schmids Flanke köpfte der fleißige Josh Sargent zum 1:0 ins Netz (66.). Ein Tor aus dem Nichts, das selbst Kohfeldt zu überraschen schien. Der Coach jubelte gar nicht richtig. Dafür strahlte Sargent über beide Backen, er hatte wie schon bei seinem Treffer zum 2:1-Sieg gegen Frankfurt bewiesen, dass er doch ein Torjäger sein kann.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln: Jiri Pavlenka-Patzer oder Foul von Emmanuel Dennis?

Der 1. FC Köln wehrte sich zwar gegen die Niederlage, war dabei aber wenig gefährlich – bis eine Flanke von Noah Katterbach in den Strafraum segelte. Eigentlich eine sichere Angelegenheit für Pavlenka, doch der bekam den Ball nicht zu packen, sondern im Luftkampf mit Emmanuel Dennis den Ball auf dem Kopf. Und so konnte der eingewechselte Jonas Hector die Kugel mühelos zum 1:1 ins leere Tor schießen (83.). Ein schlimmer Torwartfehler? Die TV-Bilder ließen eher auf ein Foul von Dennis schließen, der mit seiner Hand Pavlenkas Arm berührte und damit die Fangbewegung entscheidend gestört hatte. Doch Jöllenbeck entschied genauso auf Tor wie der Video-Assistent

Letztlich ging das Unentschieden durchaus in Ordnung. Denn Werder Bremen hatte zu wenig dafür getan, um das Spiel zu gewinnen und den vielleicht schon vorentscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Der kann allerdings schon am Mittwoch beim Nachholspiel gegen Arminia Bielefeld folgen. (kni)

Der Live-Ticker von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln zum Nachlesen:

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Live-Ticker: Abpfiff - Josh-Sargent-Tor reicht nicht für Sieg!

>>> AKTUALISIEREN <<<

17.23 Uhr: Bitter für die Bremer! Das Tor von Josh Sargent reicht heute nicht zum Sieg. Durch ein mehr als diskutables Tor von Köln reicht es nur zu einer Punkteteilung. Wenn man sich jedoch den Spielverlauf anguckt, geht das Unentschieden schon in Ordnung. Trotzdem: Das Einsteigen von Dennis gegen Pavlenka hätte gepfiffen werden müssen. Mit dem einen Punkt können die Bremer besser leben als die Kölner.

17.22 Uhr: Abpfiff! Werder Bremen und der 1. FC Köln trennen sich mit 1:1.

90. + 3 Min: Noch einmal Ecke für die Gastgeber. Die Hereingabe von Meyer faustet Pavlenka sicher weg.

90. + 2 Min: Köln versteht es in der Nachspielzeit das Kunstleder in den eigenen Reihen zu halten. Werder kann nur hinterherlaufen.

90. + 1 Min: Drei Minuten gibt es Nachschlag. Augustinsson hat nach einem Zweikampf Schwierigkeiten und wird von Agu ersetzt.

90. Min: Die letzte Minute der offiziellen Spielzeit läuft. Wie viel gibt es obendrauf?

88. Min: Werder wirft alles nach vorne. Doch wirklich gefährlich wird es nicht. Wem gelingt in den letzten Minuten der Lucky Punch?

86. Min: Nachtrag zum Tor: Aus dem Kölner Keller kam kein Signal auf Aberkennung des Treffers - auf jeden Fall eine fragwürdige Entscheidung!

86. Min: Sargent geht raus, Selke kommt.

83. Min: Tor für Köln! Und das ist ganz bitter! Dennis geht zum Kopfball im Fünfmeterraum nach oben und trifft mit seinem Arm den Arm von Pavlenka! Der Tscheche kann natürlich nicht zu packen und so landet der Ball vor den Füßen von Hector, der einfach einschiebt!

82. Min: Die Schlussphase läuft. Bringt Werder die knappe Führung über die Zeit?

80. Min: Gelb für Drexler! Gegen Schmid kommt der Kölner viel zu spät und trifft nur noch die Beine vom Österreicher.

77. Min: Mal wieder ein Abschluss der Kölner. Wolf zieht mit einem Haken in die Mitte und zieht auf den langen Pfosten ab. Veljkovic hält die Gräten rein und klärt zur Ecke.

76. Min: Viel spielt sich aktuell im Mittelfeld an. Köln ist bemüht, kann aber nicht. Werder verteidigt das konsequenter als zu Beginn des zweiten Durchgangs.

74. Min: Werder ist weiterhin um ein geregeltes Aufbauspiel bemüht.

71. Min: Markus Gisdol reagiert auf den Rückstand. Rexhbecaj, Jakobs und Duda gehen. Dafür kommen Hector, Limnios und Dennis.

66. Min: Die Einwechslung von Schmid hat sich mit der Führung schon gelohnt. Der Treffer spielt den Gästen natürlich in die Karten. Köln muss nun aufmachen und Werder kann kontern - zumindest in der Theorie. Gisdol wechselt und bringt Drexler für Thielmann.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Live-Ticker: Joshua Sargent trifft zur Führung

66. Min: Toooooooooooor für Werder! Aus dem Nichts fällt die Führung für Grün-Weiß. Nach einem Einwurf flankt Schmid punktgenau auf die Stirn von Sargent. Der US-Amerikaner lässt sich nicht zweimal bitten und köpft in die Maschen!

64. Min: Und da spielen es die Gäste bis zum letzten Pass richtig gut. Schmid setzt Gebre Selassie auf dem rechten Flügel in Szene, dessen Hereingabe jedoch einfach aus dem Gefahrenbereich geköpft wird.

63. Min: Freunde, schwere Kost auch in Durchgang Nummer zwei.

61. Min: Ohne wirklich gefährlich zu werden, sind die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft. Bis auf die Doppelchance in der 47. Minute kommt von Werder offensiv überhaupt nichts.

58. Min: Die Kölner machen es sich gemütlich in der Hälfte der Bremer. Werder schafft es nicht, den Ball über längere Zeit in den eigenen Reihen zu halten.

57. Min: Doppelwechsel bei Grün-Weiß: Füllkrug und Möhwald werden durch Bittencourt und Schmid ersetzt.

55. Min: Und der nächste Freistoß im Halbfeld - diesmal jedoch für die Kölner. Aber auch diese Variante ist zu harmlos.

53. Min: Nächster Hauch einer Chance. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld behauptet sich Füllkrug im Kopfballduell, setzt das Kunstleder aber gute zwei Meter neben den linken Pfosten.

51. Min: Füllkrug spielt einen viel zu kurzen Pass zum eigenen Mann. Seinen Fehler bügelt der Angreifer auf Kosten einen Fouls im Halbfeld selbst aus. Der anschließende Standard bringt nichts ein.

47. Min: Was ein Beginn im zweiten Durchgang! Auf dem Flügel nimmt Rashica Tempo auf, spielt in den Strafraum zum mit gelaufenen Augustinsson. Der Schwede trifft den Ball nicht richtig und bringt ihn mehr schlecht als recht aufs Tor. Timo Horn fährt sein Bein aus und klärt vor die Füße von Möhwald. Bremens Mittelfeldmotor versucht sein Glück und verzieht komplett - deutlich neben Pfosten. Das hätte die Führung sein müssen!

46. Min: Ohne Wechsel beginnen beide Teams die letzten 45 Minuten.

46. Min: Weiter geht‘s in Halbzeit zwei!

Werder Bremen gegen 1. FC Köln im Live-Ticker: So lief die erste Halbzeit

16.18 Uhr: Erst einmal durchatmen: Nach einem schwachen ersten Durchgang bleibt uns eigentlich gar nicht so viel zu sagen. Wirklich gefährlich wurde es nur durch Skhiris Kopfball in der 20. Minute, den Pavlenka glücklich entschärfen konnte. Ansonsten haben die Kölner den Gästen das Spiel sehr schwer gemacht. Mit einem hohen Pressing haben sie immer wieder schnelle Ballverluste erzwungen. Werder strahlt vor allem in der Offensive kaum Gefahr aus. Die neu formierte Viererkette der Gastgeber stellt die Grün-Weißen vor bisher unlösbare Probleme. In der Kabine muss Florian Kohfeldt unbedingt die richtigen Worte finden, um hier als Sieger vom Platz zu gehen.

16.17 Uhr: Halbzeit! Mit 0:0 geht es in die Pause.

45. + 1 Min: Rexhbecaj versucht es nochmal von der Strafraumkante - kein Problem für Pavlenka!

45. Min: Hoffentlich gibt es nicht viel Nachspielzeit. Von dieser mauen Vorstellung müssen wir uns erholen.

44. Min: Das ist einfach zu wenig, was uns die Beteiligten auf dem Spielfeld anbieten. Im zweiten Durchgang muss da deutlich mehr kommen, wenn heute drei Punkte verteilt werden sollen.

41. Min: Rexhbecaj hat das Selbstvertrauen, aber nicht das Können, um den Ball direkt auf Pavlenkas Kasten zu ziehen. Sein Versuch segelt deutlich über den Querbalken. Eine Hereingabe wäre wohl die bessere Variante gewesen.

40. Min: Freistoß in aussichtsreicher Position für die Kölner. Auf dem rechten Flügel flankt Duda das Kunstleder an den ausgestreckten Arm von Werders Friedl.

39. Min: Köln presst früh gegen die Grün-Weißen und zwingt sie zu schnellen Ballverlusten.

36. Min: Schmerzhafter Zweikampf für Veljkovic. Der Bremer Verteidiger bekommt einen Ellenbogen von Kölns Duda ins Gesicht. Nach kurzer Unterbrechung geht es weiter.

34. Min: Trotzdem sind die Gastgeber besser im Match. Sie haben über 60 Prozent Ballbesitz, haben sich schon fünf Ecken erarbeitet.

33. Min: Von beiden Mannschaften ist das offensiv eine ganz schwache Vorstellung.

30. Min: Nach einem eigenen Freistoß lassen sich die Bremer auskontern! Timo Horn leitet mit einem ganz weiten Abschlag den Kölner Angriff auf Thielmann ein. Der Kölner hat auf einmal ganz viel Rasen vor sich, wird im entscheidenden Moment jedoch gestört. Sein Schussversuch wird von Toprak zur Ecke geklärt.

26. Min: Die Grün-Weißen kommen nicht so richtig in die Zweikämpfe.

24. Min: Werder verliert in den letzten Minuten ein wenig den Faden. Köln hingegen tastet sich langsam nach vorne.

21. Min: Jakobs sieht für ein vermeintliches Foul im Halbfeld die Gelbe Karte.

20. Min: Die nächste Ecke für die Hausherren. Und die Variante ist deutlich besser! Rexhbecaj findet den komplett blank stehenden Skhiri. Sein Kopfball landet zentral auf Pavlenka, der genau richtig steht und gerade so parieren kann. Glück für Werder!

19. Min: Werder kann den Ball nach gegnerischem Einwurf nicht klären. Der erneute Flankenversuch von Jakobs wird von Toprak auf den im Rückraum wartenden Wolf verlängert. Der Außenverteidiger fasst sich ein Herz, zieht per Volley ab und schießt deutlich vorbei - schwacher Versuch.

17. Min: Köln holt sich die nächste Ecke der Partie. Dudas kurz ausgeführte Variante bringt überhaupt nichts ein.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Live-Ticker: Verhaltener Beginn im Rhein-Energie-Stadion

15. Min: Rexhbecaj schickt Thielmann mit einer klasse Flanke in die Tiefe, Werder passt jedoch in Form von Veljkovic auf und kann den Ball zum Einwurf klären.

12. Min: Sargent rettet einen zu steil gespielten Ball vor dem Tor aus und findet mit seiner Flanke den im Strafraum lauernden Füllkrug. Letzterer verarbeitet das Spielgerät extrem stark, kann Mere jedoch nicht wirklich abschütteln und zieht einfach mal aufs lange Eck ab. Timo Horn ist schnell unten und packt sicher zu. Da war mehr drin!

10. Min: Bei gegnerischem Ballbesitz stehen die Gäste extrem kompakt. Köln versucht das Bollwerk über Seitenwechsel zu knacken, aber Werder lässt sich nicht so leicht überlisten.

7. Min: Werder nähert sich! Wieder ist es die linke Seite, die Gefahr ausstrahlt. Augustinsson hat viel zu viel Zeit und flankt punktgenau auf den Kopf von Niclas Füllkrug. Der Bremer Angreifer lässt das Kunstleder gut über die Stirn rutschen, doch der Ball landet deutlich neben dem Kasten.

6. Min: Sargent ist sich für keinen Zweikampf zu schade und ackert auch im Mittelfeld.

5. Min: Die Kölner versuchen es häufig mit langen Bällen in die Spitze, wirklich viel kommt dabei noch nicht rum. Die bei gegnerischem Ballbesitz formierte Fünferkette köpft jegliche Bälle aus dem Gefahrenbereich.

3. Min: Auf der Gegenseite gibt es die erste Ecke der Partie. Die Hereingabe landet bei Thielmann am zweiten Pfosten. Der Kölner zieht per Volley ab und trifft seinen Mitspieler, der jedoch im Abseits steht.

2. Min: Von Beginn an versuchen die Gäste die Initiative zu übernehmen. Über die linke Seite der Grün-Weißen schlägt Rashica die erste Flanke in den Strafraum - Mere klärt per Kopf.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Live-Ticker: Anpfiff - der Ball rollt!

1. Min: Es geht los - Werder beginnt die Partie!

15.21 Uhr: Nicht einmal mehr zehn Minuten bis der Ball im Rhein-Energie-Stadion rollt.

15.14 Uhr: Etwas überrascht zeigt sich Florian Kohfeldt von der Aufstellung der Kölner. Mit einer Viererkette hat er nicht gerechnet, gibt aber an, auch hierfür die richtige Lösung auf dem Feld zu finden. Besonders die Stabilität der Grün-Weißen soll ihnen im heutigen Match weiterhelfen.

15.12 Uhr: „Es ist ein Spiel gegen einen Konkurrenten, um in der Liga zu spielen“, erklärt Florian Kohfeldt den Kollegen von Sky. „Wir haben ein richtig positives Spiel gegen Frankfurt gehabt und wollen so weitermachen.“ Und genau mit diesen Aussagen bringt der Werder-Coach die Bedeutung der heutigen Partie auf denk Punkt: Nach den wichtigen drei Punkten gegen die Eintracht kann heute der nächste Schritt gemacht werden.

15.10 Uhr: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Matthias Jöllenbeck aus Freiburg. Unterstützung erhält er von Rafael Foltyn und Markus Häcker an der Seitenlinie. Während Martin Thomsen als Vierter Offizieller agiert, gibt Bastian Dankert den Video-Assistenten.

15.06 Uhr: Werders offensive Aufstellung dürfte zum Teil auch mit den großen Abwehrsorgen der Gastgeber zusammenhängen. Gisdol muss aufgrund von Verletzungen und Sperren ordentlich improvisieren. Mit Jorge Mere findet sich nur ein gelernter Innenverteidiger in der Anfangself.

15.01 Uhr: Diese Serie aufrecht zu erhalten, dürfte für die Hausherren in der laufenden Saison nicht leicht werden. Bis heute haben die Kölner von Markus Gisdol zu Hause lediglich einen Sieg (3:1 gegen Bielefeld) eingefahren.

14.54 Uhr: Trotzdem: Die Kölner sind eine Art Angstgegner für die heutigen Gäste. Seit mehr als 15 Jahren warten die Grün-Weißen auf ein Sieg in der Domstadt. In neun Spielen gab es lediglich fünf Unentschieden und vier Niederlagen.

14.50 Uhr: Dabei macht vor allem der Dreier gegen die Eintracht besonders Hoffnung. Seit fast zwei Jahren haben die Bremer mal wieder einen Rückstand in der Bundesliga gedreht.

14.43 Uhr: Kohfeldts offensive Aufstellung macht eines ganz deutlich: Heute sollen die nächsten drei Punkte her. Und die Aussichten sind dafür alles andere als schlecht. Während die Kölner ihre letzten drei Begegnungen allesamt verloren haben, musste sich Werder nur mit 0:4 gegen Hoffenheim geschlagen haben. Zudem gab es ein 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg und den letztwöchigen 2:1-Erfolg gegen Frankfurt.

14.41 Uhr: Neben Agu und Schmid bleiben Dos Santos, Osako, Selke, Bittencourt, Moisander, Mbom sowie Groß erst einmal draußen.

14.39 Uhr: Verletzungsbedingt stand Niclas Füllkrug letztmals Ende Oktober in der Anfangsformation der Grün-Weißen. Nun kann Kohfeldt endlich wieder auf seinen Unterschiedsspieler zurückgreifen.

14.35 Uhr: Im Gegensatz zum 2:1-Erfolg der Grün-Weißen gegen Eintracht Frankfurt wechselt Florian Kohfeldt auf zwei Positionen. Der fitte Augustinsson ersetzt Agu als offensiven Außenverteidiger. Ebenfalls nimmt Schmid auf der Bank Platz, für den Füllkrug in die Anfangself rutscht.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Live-Ticker: So spielen die Mannschaften!

14.32 Uhr: Die Kölner lassen nicht lange auf sich warten. Diese Elf bietet Markus Gisdol auf: T. Horn - Wolf, Mere, J. Horn, Katterbach - Skhiri, Meyer, Rexhbecaj - Thielmann, Duda, Jakobs.

14.30 Uhr: Und hier sind sie auch schon - die Aufstellung von Werder Bremen: Pavlenka - Friedl, Toprak, Veljkovic - Augustinsson, Möhwald, Eggestein, Rashica, Gebre Selassie - Füllkrug, Sargent.

14.24 Uhr: Um halb dürfen wir mit den Aufstellungen rechnen. Wen schickt Trainer Florian Kohfeldt ins Rennen? Welche Elf bietet er auf, um einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu gehen? Und welche Mannschaft bietet Gastgeber-Coach Markus Gisdol auf?

14.20 Uhr: Ein großes Moin Moin in die Runde! Freunde, heute ist Werder Bremen zu Gast beim 1. FC Köln.

Der Vorbericht zu Werder Bremen gegen den 1. FC Köln:

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln ein Matchball im Abstiegskampf? Florian Kohfeldt hält‘s mit Boris Becker

Bremen – Es gab mal eine Zeit, 19 Jahre liegt sie inzwischen zurück, da waren Werder Bremen und Boris Becker – ja, Sie haben richtig gelesen: der Boris Becker, die Tennis-Legende, der dreimalige Wimbledon-Sieger – kurzzeitig ziemlich dicke miteinander. Als Becker im Frühjahr 2002 mit seiner „Boris-Becker-Sportgala“ in Bremen Station machte, fackelte der Bundesligist nicht lange und entsandte prominentes Personal zum Tennis-Schaukampf in die Stadthalle. Torhüter Frank Rost und Abwehrchef Frank Verlaat kamen damals in den Genuss eines Promi-Doppels, bei dem ihnen einen Tag nach einem 3:0-Erfolg über Schalke 04 die ehemaligen Tennis-Größen Henri Leconte (Verlaat) und Mansour Bahrami (Rost) an die Seite gestellt wurden.

Ein großer Spaß für alle Beteiligten, und es ist zwar nicht überliefert, aber eben auch keinesfalls ausgeschlossen, dass sich damals auch Florian Kohfeldt unter den rund 3.000 Zuschauern befand – schließlich ist der heutige Werder-Trainer glühender Tennis-Fan, womit dieser Text den Sprung ins Jahr 2021 vollzogen hätte. Werder Bremen spielt am Sonntag ab 15.30 Uhr (Live-Ticker der DeichStube) beim 1. FC Köln – und im Vorfeld der Partie ging es plötzlich um: Boris Becker.

Werder Bremen: Matchball im Abstiegskampf gegen 1. FC Köln? Florian Kohfeldt sagt Nein

Kurz zur tabellarischen Ausgangslage, weil sie den Kontext für das gleich folgende Kohfeldt-Zitat liefert. Die Bremer sind mit 26 Punkten auf dem Konto Zwölfter, der Effzeh steht derweil fünf Zähler und zwei Plätze schlechter da. Ergo: Mit einem Sieg könnte Werder Bremen einen großen Schritt hin zur Rettung, hin zum Klassenerhalt machen, weil die Mannschaft selbst punkten und einen Rivalen empfindlich schwächen würde. Kohfeldt wurde deshalb am Freitag während der Pressekonferenz vor dem Duell gefragt, ob das Spiel nicht sogar eine Art Matchball für sein Team sei. Seine Antwort war eindeutig. „Nein. Boris Becker hat mal gesagt, dass es im Tennis nur einen entscheidenden Ball gibt, und das ist der Matchball, weil es danach vorbei sein kann. Und egal, was am Sonntag in Köln oder auch am Mittwoch in Bielefeld passiert, für uns ist danach noch nichts vorbei“, sagte der Werder-Coach, was zweifellos richtig ist.

Auch bei zwei Siegen wäre die Rettung bei dann noch zehn ausstehenden Spielen längst nicht eingetütet, und bei zwei Niederlagen der Absturz zumindest tabellarisch überschaubar. An Kohfeldts Zielsetzung vor dem Duell im Rhein-Energie-Stadion ändert das freilich nichts: „Wir als Werder Bremen wollen zeigen, dass wir solche Spiele ziehen können und nicht immer diese Chancen an uns vorbeigehen lassen.“

Werder Bremen will gegen 1. FC Köln endlich mal guten Eindruck aus dem letzten Spiel bestätigen

In der Tat ist es so, dass Werder nach dem ebenso überzeugenden wie überraschenden 2:1-Erfolg über Eintracht Frankfurt mal wieder an einem neuralgischen Punkt angekommen ist. Nun gilt es nachzulegen. Oft zeigt die Mannschaft nach schlechten Spielen zwar eine starke Reaktion (wie eben nach dem 0:4 gegen Hoffenheim zu Hause gegen Frankfurt), oft kann sie nach guten Spielen diesen Eindruck aber nicht bestätigen. Damit, so fordert es Florian Kohfeldt, soll nun endlich Schluss sein.

„Wir müssen auch festhalten, dass wir an diesem Punkt schon ein, zwei Mal waren. Ich will jetzt sehen, dass wir etwas gelernt haben“, betonte der 38-Jährige. Und weiter: „Wir dürfen uns jetzt nicht im Kreis drehen, immer wieder so ein Spiel haben wie gegen Frankfurt und dann nach der nächsten Partie sagen: Oh, jetzt hätten wir aber wegziehen können.“

Werder Bremen hat gegen 1. FC Köln schon ein super-wichtiges Spiel im Abstiegskampf gewonnen

Schließlich stünden nach den Begegnungen mit dem 1. FC Köln und Arminia Bielefeld „reihenweise Top-Gegner“ im Bremer Spielplan, was bei Namen wie FC Bayern München (13. März), VfL Wolfsburg (20. März) und RB Leipzig (10. April) wahrlich keine Übertreibung des Trainers ist. Wenn die Köln-Partie also kein Matchball für Werder Bremen ist, dann ist sie angesichts des harten Programms, das in den Wochen danach folgt, aber doch zumindest eine Art extrem wichtiges Aufschlagspiel, eine Breakchance, um den Tennis-Tenor zum Abschluss noch einmal anzuschlagen.

Im Sommer 2018 haben sich Florian Kohfeldt und Becker während der French Open übrigens einmal persönlich kennengelernt. „Das war sehr beeindruckend“, berichtete der Werder-Trainer, in dessen Laufbahn es nach der becker’schen Definition bisher exakt drei „Matchball-Spiele“ in der Bundesliga gab: das Relegationsrückspiel in Heidenheim, kurz zuvor die Partie am 33. Spieltag in Mainz, nach der Werder trotz Niederlage mit viel Glück nicht abstieg – sowie dieses längst legendäre letzte Heimspiel gegen den, genau: 1. FC Köln, in dem eine Niederlage den Gang in die 2. Liga bedeutet hätte. Werder gewann es tenniskonform und stilgerecht mit 6:1. (dco) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen! Und: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen 1. FC Köln live im TV und im Live-Stream. *Deichstube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der Weser Kurier Mediengruppe sowie Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Finanz-Experte im Interview über die Werder-Anleihe: „Das ist schon ein Pfund“

Finanz-Experte im Interview über die Werder-Anleihe: „Das ist schon ein Pfund“

Finanz-Experte im Interview über die Werder-Anleihe: „Das ist schon ein Pfund“
Sportchef Baumann schließt kurzfristigen Investor-Einstieg bei Werder Bremen aus

Sportchef Baumann schließt kurzfristigen Investor-Einstieg bei Werder Bremen aus

Sportchef Baumann schließt kurzfristigen Investor-Einstieg bei Werder Bremen aus
Die Werder-Anleihe - mit 1000 Euro ist man dabei!

Die Werder-Anleihe - mit 1000 Euro ist man dabei!

Die Werder-Anleihe - mit 1000 Euro ist man dabei!
Wie der SV Werder noch Bremer wird - ein furioser Transfer-Plan | #DeichFUMS Folge 35

Wie der SV Werder noch Bremer wird - ein furioser Transfer-Plan | #DeichFUMS Folge 35

Wie der SV Werder noch Bremer wird - ein furioser Transfer-Plan | #DeichFUMS Folge 35

Kommentare