Zwei Endspiele für Werder

Hallo Heidenheim! Werders Relegations-Gegner im Porträt

Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, ist der Vater des Erfolgs beim Club aus Baden-Württemberg,
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Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, ist der Vater des Erfolgs beim Club aus Baden-Württemberg,

Bremen – Am Sonntagnachmittag, 17.24 Uhr, ist es amtlich: Werder Bremens Gegner in der Relegation steht fest – und das von den Fans gleichermaßen herbeigesehnte wie gefürchtete Nordderby gegen den alten Rivalen Hamburger SV fällt aus. Heidenheim heißt nun die Realität für Werder, heißt die Hoffnung auf Rettung, 1. FC Heidenheim.

Zwei Spiele, in denen Werder Bremen der haushohe Favorit ist. Gegen einen Gegner, mit dem es in dieser Saison bereits ein Aufeinandertreffen gab, der den meisten Bremer Fans aber dennoch nicht allzu viel sagen dürfte. Also, Vorhang auf für Heidenheim!

Zunächst Mal zur Stadt, zur Heimat des 1. FCH, denn schon da gibt es durchaus Interessantes. Heidenheim an der Brenz liegt im Osten von Baden-Württemberg, hat knapp 50.000 Einwohner, grenzt an Bayern und schmückt sich mit dem wenig hitverdächtigen Marketing-Slogan: „Heidenheim hat was!“ 2006 richtete die Stadt die Landesgartenschau aus, zu der über eine Million (!) Besucher kamen. Den 1. FC Heidenheim, mittlerweile ohne Frage das sportliche Aushängeschild der Region, gab es damals noch gar nicht. 

Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim: Das ist der Bremer Gegner in der Relegation

Der Club wurde erst am 1. Januar 2007 gegründet und ging aus dem Vorgänger Heidenheimer SB hervor. 2008 gelang der Sprung in die Regionalliga Süd, womit die große Erfolgsstory begann, denn nur zwei Jahre später ging es rauf in die 3. Liga. All das unter der Leitung von Trainer Frank Schmidt, der 1974 in Heidenheim geboren wurde und bis heute im Amt ist. In der Saison 2013/2014 führte der inzwischen 46-Jährige sein Team um Kult-Spieler Marc Schnatterer (traf schon zweimal gegen Werder!) in die 2. Liga. Mit den Bremern gab es auf diesem Erfolgsweg zwei Begegnungen im DFB-Pokal.

Nachdem sich der Underdog 2011 in der ersten Runde sensationell mit 2:1 gegen Werder Bremen durchgesetzt hatte, jubelten im Herbst 2019 die Norddeutschen in Runde zwei – 4:1. Für Werder war es ein Heimsieg gegen alte Bekannte. Die Heidenheimer Patrick Mainka, Oliver Hüsing, Norman Theuerkauf und Marnon Busch haben allesamt eine Bremer Vergangenheit, dürften nun also besonders auf das doppelte Relegations-Duell gegen Werder Bremen brennen. Zuerst am Donnerstagabend im Weserstadion, dann am Montagabend in der heimischen Voith-Arena, die normalerweise 15.000 Zuschauer fasst, aktuell aber genauso leer bleiben muss wie jedes andere Stadion. Euphorie wird in Heidenheim an der Brenz aber auch so herrschen: Dem 2.300 Mitglieder zählenden Verein winkt in der Relegation gegen Werder schließlich (einmal mehr) der größte Erfolg seiner noch jungen Geschichte. Trainer Frank Schmidt: „Wir wollen uns gegen Werder von der besten Seite zeigen. Die Uhren sind komplett auf Null gestellt, es zählt nicht mehr, was in der Saison war. Diese zwei Spiele müssen erst gespielt werden.“ (dco)

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Quelle: DeichStube

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