Werder-Boss kritisiert den Senatsbeschluss

Filbry: „Wir verurteilen das aufs Schärfste“

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Klaus Filbry:

Herr Filbry, was sagen Sie als Vorsitzender der Geschäftsführung von Werder Bremen zur Entscheidung des Bremer Senats?

Klaus Filbry: Wir verurteilen das Vorgehen des Senats auf Schärfste. Bremen versucht hier, die schiefe Haushaltslage in ein besseres Licht zu rücken. Getrieben von der SPD, geht Bremen einen absoluten Sonderweg. Man bewegt sich in eine juristische Richtung, die erstens ein jahrelanges Klageverfahren nach sich zieht. Und die Verfahrenskosten zahlt am Ende der Verlierer, letztlich der Bremer Steuerzahler. Und zweitens hat dieser Weg wenig Aussicht auf Erfolg.

Was macht Sie da so sicher?

Filbry: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, die Innenministerkonferenz, die Deutsche Fußball Liga, der Deutsche Olympische Sportbund und die Bremer Polizeigewerkschaft – alle haben sich klar gegen diesen Weg ausgesprochen. Das ist eine breite Front. Juristisch betrachtet gehen wir selbstbewusst an die Sache heran. Die öffentliche Sicherheit ist Aufgabe des Staates, nicht des Veranstalters.

Wenn die Bremer Bürgerschaft die Gesetzesvorlage verabschiedet und juristisch erfolgreich ist. Was hätte das für Folgen für Ihren Verein?

Filbry: Wird die DFL zur Kasse gebeten, wird auch Werder zur Kasse gebeten. Dann bekommen wir wohl weniger Fernsehgelder von der DFL. Das würde entweder zu Lasten der sportlichen Qualität gehen. Oder wir müssen die Mindereinnahmen durch höhere Ticketpreise wieder reinholen. Beides wollen wir nicht.

mr

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