Bremer gehen optimistisch ans Werk / Trainer Schaaf: „Jeder muss auf seinem Topniveau bleiben“

Werder bläst zur Aufholjagd

Werder-Bremen - BREMEN · Auf geht’s Werder! Mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt beginnt morgen (15.30 Uhr) für die Bremer die Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga. Sieben Punkte muss der Tabellensechste (28) auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen (35) wettmachen. Eine heikle Mission, von der selbst ein immer optimistischer Trainer Thomas Schaaf sagt: „Solange die Konkurrenz Kurs hält, wird es schwer. Deshalb müssen wir für uns das Optimale herausholen.“

Deswegen schwört der 48-Jährige seine Mannschaft vor dem Rückrundenauftakt intensiv ein: „Jeder sieht die Mannschaft im Vordergrund. Das war bisher bei uns so und wird es auch wieder sein. Wir müssen uns gegenseitig wach halten, auch wenn mal eine Partie daneben geht.“

Mit den beiden Niederlagen gegen Schalke 04 (0:2) und beim Hamburger SV (1:2) hatten sich die Bremer kurz vor der Winterpause selbst in die Bredouille gebracht und sich eine gute Ausgangsposition vermasselt. Jetzt hechelt Werder hinterher, die stolze Serie von zuvor 23 Pflichtspielen ohne Niederlage in Folge interessiert niemanden mehr. „Mir wäre es ohnehin lieber gewesen, wir hätten mal ein Spiel verloren und dann aber drei mehr gewonnen“, sagt Mittelfeldspieler Aaron Hunt, „wir haben einfach zu oft unentschieden gespielt.“

Das, so der Jungnationalspieler, müsse sich jetzt in der Rückrunde ändern: „Wir dürfen uns einfach keinen Ausrutscher mehr erlauben. Schließlich haben wir mit Werder noch große Ziele.“

Und die, so Hunt, sollen sich nicht nur auf die Pokalwettbewerbe beschränken. In der Europa League und im DFB-Pokal sind die Bremer noch aussichtsreich im Rennen, „doch das Kerngeschäft bleibt die Bundesliga“, sagt auch Schaaf.

Der Coach weiß, wovon er spricht. Vor einem Jahr hatte seine Mannschaft eine ähnliche Ausgangsposition. In den Cups weiter dabei, lagen die Bremer in der Liga nur zwei Punkte schlechter als heute auf Platz acht, neun Zähler hinter Herbstmeister Hoffenheim zurück. Auch damals hoffte Werder auf eine erfolgreiche Aufholjagd, setzte die aber gleich zu Beginn der Rückrunde in den Sand: Nur drei Punkte aus sechs Spielen – die Saison war kaputt und die Konkurrenz uneinholbar enteilt.

Das soll und darf sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Und daher sei es wichtig, „dass jeder Spieler auf seinem Topniveau bleibt“, fordert Coach Schaaf. Und Kapitän Torsten Frings fügt hinzu: „Wir müssen von Anfang an ans Limit gehen und dürfen uns keine Atempause leisten.“

Eine Einschätzung, die Werder-Boss Klaus Allofs teilt: „Wenn man gut aus den Startlöchern kommt und einen guten Auftakt hinlegt, dann ist das auch ein gutes Zeichen an die Konkurrenz.“

Der Grundstein für die erfolgreiche Aufholjagd wurde im Trainingslager in Dubai gelegt. Acht Tage lang bereiteten sich die Bremer in der Wüste intensiv auf die Rückrunde vor. „Wir haben dort sehr gut gearbeitet und hart trainiert. Wir sind gut vorbereitet“, glaubt Frings: „Natürlich können und müssen wir noch einiges verbessern. Aber das kriegen wir hin.“

Dass Werder in der Vorbereitung nur ein Testspiel bestritt (2:1 gegen Club Al Ain), sieht Frings nicht als Nachteil an. „Wir sind seit Jahren zusammen und daher eingespielt. Da ist es egal, ob wir nun einen Test mehr oder wenige hatten.“ Wichtig sei, „auf den Punkt da zu sein“. In Frankfurt wird sich morgen zeigen, ob Werder das ist.

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