Werder besucht die Verbotene Stadt und muss leiden

Viel Bauch und Schweiß in Peking

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Peking - Irgendwann stöhnte Eljero Elia: „Das ist anstrengender als ein Spiel.“ Und diese Meinung hatte der Holländer beim SV Werder gestern Mittag in Peking wahrlich nicht exklusiv. Der kulturelle Höhepunkt von Werders China-Tour 2014 wurde am sechsten Tag im Reich der Mitte zu einer ziemlich Schweiß treibenden Angelegenheit – quasi ein letzter Härtetest auf dem Platz des himmlischen Friedens und in der Verbotenen Stadt.

„Es war schon interessant“, meinte Clemens Fritz zunächst – doch der Kapitän konnte und wollte jetzt einfach nicht alles schön reden: „Bei den Bedingungen macht es natürlich nicht so viel Spaß. Es war extrem drückend – noch schlimmer als in den anderen Orten.“

Schon nach dem Busausstieg liefen die ersten Schweißtropfen. Also zeigte Werder Bauch – im Prinzip ein chinesischer Brauch. Auf den Straßen von Peking krempeln viele Männer ihre T-Shirts hoch – und dabei ist es ihnen egal, was drunter ist. Assani Lukimya, Theodor Gebre Selassie und Co. ist das nicht egal, sie trainieren schließlich hart für ihre Waschbrettbäuche – und präsentierten sie dementsprechend gerne.

Thomas Eichin machte sich derweil auf die Suche nach einem potenziellen Neuzugang – und fand einen Kandidaten in BVB-Montur. Schön groß, aber zu schlaksig. Deshalb reichte es nur für ein Erinnerungsfoto...

Trainer Robin Dutt entfernte sich mal kurz von der Truppe, um auf einem der großen Plätze eine 360-Grad-Aufnahme zu machen. Nach zweieinhalb Stunden gab es die Erlösung – allerdings auch schon den nächsten Termin. Abendessen im Pekinger Arbeiterstadion – vielleicht etwas unpassend beim Spanier. Aber immerhin ist der Besitzer ein Chinese: Jiayi Shao, den besonders Bremens Stürmer Nils Petersen noch bestens aus gemeinsamen Zeiten bei Energie Cottbus kennt. Entsprechend herzlich war das Wiedersehen.

Danach machte sich Werder auf die lange Rückreise, die heute Nachmittag in Bremen enden soll. Ein kurzes Verschnaufen. Denn schon morgen steht das Testspiel im polnischen Stettin auf dem Programm. Dann wird weiter geschwitzt.

kni

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