Junuzovic und Prödl zögern trotzdem noch

„Werder hat die besten Karten“

Zlatko Junuzovic

Zell am Ziller - Das saßen sie, die beiden Österreicher. Seite an Seite auf der Couch im Kaminzimmer des Posthotels in Zell am Ziller.

Völlig entspannt in der Heimat: Werders Österreicher Sebastian Prödl

Angefragt von den mitgereisten Medien – in der Hoffnung, ein wenig Licht ins Dunkel ihrer Zukunft bringen zu können. Verlängern Sebastian Prödl (27) und Zlatko Junuzovic (26) ihre 2015 auslaufenden Verträge bei Werder? Gehen sie noch in diesem Sommer oder bleiben sie noch ein Jahr? Fragen, auf die das Duo, denen Werder bereits einen neues Vertragswerk vorgelegt hat, keine konkreten Antworten geben konnte oder wollte. Sie wirken entspannt, spüren keinen Druck vom Verein und warten ab. „Wir haben nie Ja oder Nein gesagt. Es ist offen, in beide Richtungen. Werder ist aber der erste Ansprechpartner, hat die besten Karten und ist der einzige Verein, mit dem ich geredet habe“, meinte Mittelfeldmann Junuzovic. Abwehrspieler Prödl nickte zustimmend und ergänzte, das Angebot von Bremens Sportchef Thomas Eichin sei „nicht schlecht. Ich habe es auch nicht abgelehnt. Es gibt von meiner Seite aber noch Gesprächsbedarf.“

Eventuell gelingt nun im Zillertal ein Durchbruch. Die beiden Bremer haben die gleiche Berateragentur („Stars and Friends“), mit Sitz in Wels (Österreich). Und deren Chef Jürgen Werner plant für diese Woche eine Klienten-Tour durch Österreich, ein Abstecher ins Zillertal ist wahrscheinlich. Prödl und Junuzovic könnten dann das klären, was sie bisher von einer Unterschrift bei Werder abgehalten hat. „Es geht nicht nur ums Finanzielle“, betont Junuzovic, „wir müssen auch über andere Dinge sprechen.“ Welche? Das sagt er nicht. Sicher ist aber, dass er bei Werder endlich eine feste Position haben möchte – am liebsten in der Zentrale. Dort durfte er in der Vergangenheit fast nie ran.

Prödl sieht bei Werder zumindest schon mal eine gute Perspektive. „Wir haben das Zeug, eine bessere Saison zu spielen als die vorherige. Wir sind eine verschworene Einheit, haben gute Verstärkungen und Ruhe zum Arbeiten.“ Deshalb hat er beschlossen, mindestens das eine Jahr bis Vertragsende in Bremen zu bleiben: „So hänge ich gedanklich nicht in der Luft.“

Bei verlockenden Offerten würden aber sowohl die beiden Profis als auch Werder überlegen. Trotz der klaren Worte von Trainer Robin Dutt, der Prödl und Junuzovic als „unverzichtbare Spieler“ bezeichnet. Bislang herrscht allerdings Stille. Eichin: „Es gibt für die beiden keine Anfragen.“ n mr
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