Fans feiern Mertesacker und Prödl

Es geht doch: Sieg und super Doppel-Comeback

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Als wäre er nie verletzt gewesen: Per Mertesacker lieferte gegen Everton auf Anhieb eine beeindruckende Leistung ab.

Bremen - Dieser Test tut so gut – vor allem nach dem „schwäbischen Albtraum“: Werder Bremen feierte gestern Abend nicht nur einen verdienten 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Everton, sondern auch Per Mertesacker und Sebastian Prödl.

Die beiden Innenverteidiger standen nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder auf dem Platz – und gerade Mertesacker weckte mit einer starken Leistung große Hoffnungen auf bessere Zeiten nach der peinlichen Pokalpleite in Heidenheim.

„Das war ein ganz wichtiges Spiel für mich. Ich habe mich sehr gut gefühlt. So kann es Schritt für Schritt weitergehen“, schwärmte Mertesacker, der nach überstandener Fersenverletzung wie erwartet die Kapitänsbinde trug. Und der Nationalspieler lobte seine Teamkollegen: „Ich bin heute zum ersten Mal im Spiel auf alle Neuzugänge getroffen und kann sagen: Die können gut Fußball spielen.“

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Werder Bremen gegen den FC Everton

Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Pokalspiel gründlich umgebaut: Mehmet Ekici übernahm die Spielmacher-Position von Marko Marin, blieb dabei aber noch recht blass. Wesley agierte als Sechser vor der Abwehr für Philipp Bargfrede, der Tim Borowskis rechte Mittelfeldseite übernahm. Für den wie Borowski angeschlagenen Außenverteidiger Clemens Fritz rückte Sokratis von innen auf die rechte Seite – auch, weil er Mertesacker Platz machen musste. Vorn stürmten anstelle von Markus Rosenberg und Lennart Thy diesmal Sandro Wagner und Marko Arnautovic – zunächst allerdings ohne Fortune. Wagner ließ zwei gute Gelegenheiten kläglich liegen (33. und 34.). Kurz darauf bewies er aber Köpfchen: Nach einer Hereingabe von Florian Trinks, der für Aaron Hunt spielte, verlängerte Arnautovic per Kopf, Wagner schlug dann erst ein Luftloch, um dann doch noch sein Haupt geschickt einzusetzen – 1:0 (37.).

Die 17 300 Zuschauer im Weserstadion fanden’s prima. Nach einer halben Stunde Schlafwagen-Fußball hatten die Gastgeber endlich Fahrt aufgenommen. Davor war eigentlich nur ein Werder-Profi richtig positiv aufgefallen: Per Mertesacker. Der Nationalspieler gewann jeden Zweikampf, ob am Boden oder in der Luft – und das gegen diese robusten Kicker von der Insel. Nach 55 Minuten war allerdings Schluss für ihn. „Wir wollen nichts überstürzen“, meinte Mertesacker – auch mit Blick auf den Bundesliga-Auftakt am Samstag an gleicher Stätte gegen den 1. FC Kaiserslautern: „Mit Prognosen bin ich immer schlecht.“ Aber nach diesem Auftritt dürfte sicher sein, dass „Merte“ in der Startelf stehen wird.

Und es gibt seit gestern einen weiteren Kandidaten für die Innenverteidigung: Sebastian Prödl. Der Österreicher kam für Mertesacker – und das nach fünfmonatiger Verletzungspause (Riss des Gesäßmuskels). Auch er machte seine Sache ordentlich: „Ich habe mich gut gefühlt, ich bin bereit für den Konkurrenzkampf.“

Das wird Schaaf freuen. Der Coach ließ gestern keine Gelegenheit aus, seinen Spielern Dampf zu machen. „Ich hatte einfach den Drang, mich auszutoben, weil ich gesehen habe, dass wir nicht in Schwung gekommen sind“, erklärte der 50-Jährige, der letztlich aber durchaus zufrieden war: „In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht und uns mehr Chancen erarbeitet.“ Die beste vergab der eingewechselte Markus Rosenberg, der frei vorm Tor vorbeischoss (78.).

Trotzdem war’s ein gelungener Test – und Werder-Boss Klaus Allofs atmete tief durch: „Das war eine gute Gelegenheit, den Spielern nach dem Pokalaus die Verkrampfung zu nehmen.“ kni/ck

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