Werder bereitet sich auf den Transfer-Endspurt vor

Ruiz will zu Werder, aber reicht das Geld dafür?

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Jubelt Bryan Ruiz demnächst im Werder-Trikot? Der Kapitän von Costa Rica will jedenfalls in die Bundesliga wechseln und hat sich offenbar schon für Bremen entschieden.

Bremen - Es klingt ein bisschen wie ein Märchen: Costa Ricas WM-Held Bryan Ruiz will zum SV Werder wechseln. Aber noch gibt es kein Happy End: Denn eigentlich können sich die Bremer die Dienste des 28-jährigen Stürmers, der noch ein Jahr beim FC Fulham unter Vertrag steht und eine Ablöse von fünf Millionen Euro kosten soll, gar nicht leisten. Doch Sportchef Thomas Eichin ist trotzdem dran – genauso wie an Per Skjelbred, um den sich der Hamburger SV und Hertha BSC zanken. Werder könnte der lachende Dritte sein. Hilfreich wäre dabei der Wechsel von Mehmet Ekici zu Trabzonspor, der kurz bevorsteht.

„Wir interessieren uns für diverse Spieler – ob Ruiz dazu gehört, weiß ich nicht“, sagte Eichin gestern bei der Pressekonferenz für das Pokalspiel gegen Illertissen und grinste verschmitzt. Kein Wunder, denn nach Informationen dieser Zeitung hat es längst Gespräche mit Ruiz gegeben. Und das Signal des WM-Teilnehmers, der gegen Italien und Griechenland traf, ist eindeutig: Er will in die Bundesliga, er will zu Werder. Und auf keinen Fall will er beim FC Fulham bleiben, dem englischen Zweitligisten mit dem deutschen Trainer Felix Magath. Dort ist der Kapitän von Costa Rica nie richtig glücklich geworden und war seit Januar an den PSV Eindhoven ausgeliehen. Durchaus mit Erfolg: In 14 Spielen der Eredivisie gelangen ihm als Rechtsaußen fünf Tore und drei Assists (verteilt auf sechs Spiele). In den Niederlanden war es für Ruiz schon früher gut gelaufen: Im Trikot von Twente Enschede traf er von 2009 bis 2012 in 95 Pflichtspielen 42 Mal (24 Assists). Das war dem FC Fulham acht Millionen Euro wert, um Ruiz auf die Insel zu holen. Dort langte es in 87 Pflichtspielen nur zu neun Treffern (23 Vorlagen). Es folgte die Ausleihe nach Eindhoven – und nun der Wunsch, in der Bundesliga zu spielen.

Per Skjelbred ist ein Kandidat für Werder.

Ein Angebot von Besiktas Istanbul, die Türken wollten eine Ablöse von sechs Millionen Euro zahlen, hat der Mittelamerikaner abgelehnt. Nun ist Werder gefordert, die finanziellen Weichen zu stellen. Eine Ablöse von fünf Millionen Euro ist in Werders Konsolidierungsphase eigentlich nicht machbar. Es sei denn, es gibt noch hohe Transfereinnahmen. Zum Beispiel durch einen Verkauf von Eljero Elia. „Elli verfügt über einen gewissen Marktwert“, sagte Eichin. Der Sportchef betonte zwar, dass er den 27-jährigen Niederländer „aus sportlichen Gründen überhaupt nicht abgeben möchte“, betonte aber zugleich: „Niemand ist unverkäuflich. Es gibt bei uns immer eine wirtschaftliche Vernunft, also eine Situation, bei der wir nicht lange überlegen würden.“ Wenn also ein Club ein richtig gutes Angebot für Elia (Vertrag bis 2016) auf den Tisch legen würde. Kurios dabei: Schon einmal machte Elia Platz für Ruiz, als er 2009 zum Hamburger SV wechselte und Twente den Mittelamerikaner von KA Gent als Ersatz holte.

Geld in die Werder-Kasse dürfte in jedem Fall der Wechsel von Mehmet Ekici spülen. Fragt sich nur wieviel. Noch streiten sich Werder und Trabzonspor um die Ablöse, aber schon heute wird eine Einigung erwartet, weil die Türken Ekici gerne bei ihrer anstehenden Saisoneröffnung vorstellen wollen.

Das sind Bryan Ruiz und Per Skjelbred

Der Fall Skjelbred wird sich dagegen noch hinziehen. Der Hamburger SV hatte den Norweger vergangene Saison an Hertha BSC ausgeliehen. Die Berliner wollen den 27-Jährigen nun kaufen, aber nicht für die vom HSV geforderten 2,5 Millionen Euro, sondern nur für 750000 Euro. Die Verhandlungen sind geplatzt. Nun hat sich laut „Bild“ Werder eingeschaltet. Skjelbred könnte im Mittelfeld den verletzten Theodor Gebre Selassie (Knochenödem im Oberschenkel) ersetzen. Der Tscheche droht lange auszufallen.

kni/mr

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