„Unser Ziel bleibt es, Fans ins Stadion zu ziehen und nicht auszusperren“

Werder begrüßt Urteil zu Stadionverboten

Werder-Bremen - BREMEN (kni/dpa) · Alles bleibt, wie es ist – und Werder Bremen findet es gut so: Der Bundesligist hat gestern mit Zufriedenheit auf das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Rechtmäßigkeit von Stadionverboten auch auf Verdacht reagiert.

„Die Entscheidung gibt Vereinen wie Werder die Möglichkeit, ihre klare Linie fortzusetzen. Es wird in Bremen aber aufgrund dieses Urteils keine Flut von Stadionverboten geben“, sagte Fanbeauftragter Dieter Zeiffer.

Aktuell hat Werder 14 Stadionverbote ausgesprochen, so wenig wie kein anderer Erstligist, teilte der Club mit. „Unser Ziel bleibt es, die Fußballfans ins Stadion zu ziehen und nicht etwa auszusperren. Wo das allerdings nötig ist, werden wir auch weiterhin konsequent handeln“, erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.

Erschrocken registrierte der Bundesligist die Aussage von Rainer Wendt. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hatte verkündet: „In der derzeitigen Situation müssen wir leider jedem Fußball-Fan sagen: Wer ins Stadion geht, begibt sich in Lebensgefahr.“ Werder-Geschäftsführer Manfred Müller bezeichnete das „als völligen Quatsch“. Niemand müsse in deutschen Stadien um seine Gesundheit fürchten.

Das BGH hatte gestern die Klage eines Fans des FC Bayern München abgewiesen, der nach einem Spiel beim MSV Duisburg im März 2006 mit der Fangruppe „Schickeria München“ in eine Randale mit Duisburger Anhängern geraten war. Obwohl er jegliche Beteiligung bestritt, erhielt er ein bundesweites Stadionverbot für gut zwei Jahre (siehe auch Bericht auf der folgenden Seite).

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