Die schlimme Statistik: Werder kann gegen die Top-Teams nicht gewinnen

„Wenn’s doch nur Zufall wäre“

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Gegen die Teams der ersten Tabellenhälfte (aktueller Stand) kann Werder Bremen nicht gewinnen. Okay, es gibt eine Ausnahme: Beim VfB Stuttgart siegten die Bremer.

Doch das war im Oktober, als die Schwaben noch tief in der Krise steckten. In den anderen zwölf Partien gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Plätze im internationalen Geschäft gab’s sechs Unentschieden und sechs Niederlagen; die letzte am vergangenen Samstag in Dortmund (1:2).

„Wenn’s doch nur Zufall wäre“, seufzt Klaus Allofs. Der Werder-Boss ist ziemlich erschrocken über diese Bilanz und versucht erst gar nicht, sie schönzureden: „Uns fehlt einfach irgendetwas, um so Spiele wie am vergangenen Wochenende in Dortmund zu gewinnen.“ Aber was? Allofs nennt die „fehlende Beständigkeit über 90 Minuten“ und fordert: „Daran müssen wir arbeiten – und das meine ich durchaus saisonübergreifend.“ Sein Job dabei: Allofs muss das Team so zusammenstellen, dass es endlich auch die wichtigen Ligaspiele gewinnt und somit auch ganz oben mitspielt. Den großen Umbruch schließt er dabei aber aus: „Mit den meisten Spielern werden wir auch nächste Saison zusammenarbeiten.“ Punktuelle Veränderungen sollen zum Erfolg führen. Ob mit jungen oder erfahrenen Spielern, lässt Allofs dabei bewusst offen: „Am Ende zählt nur, dass der Mix stimmt.“

Aaron Hunt soll dabei mit seinen über 100 Bundesliga-Spielen für einen Schuss Erfahrung sorgen. Ihm schmeckt diese Bilanz genausowenig wie Allofs: „Das ist schon ziemlich schlecht. Siege gegen solche Mannschaft sind extrem wichtig, damit man zeigt: Schaut her, wir können das.“ Eine Erklärung für die Krise gegen Topteams hat er nicht. Angst habe die Mannschaft jedenfalls nicht. „Wir spielen doch gerne gegen solche Mannschaften, weil wir uns da beweisen können“, betont Hunt und freut sich deshalb schon auf die noch ausstehenden Top-Duelle mit Wolfsburg, Schalke und Hamburg: „Diese Möglichkeiten müssen wir nutzen.“ Das ist aber nur ein Teil der Hunt-Rechnung: „Wir müssen alle fünf Spiele gewinnen, um noch eine Chance auf die Champions League zu haben.“ Klappt das, dann ist die böse Statistik ganz gewiss kein Thema mehr.

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