Coach verzeiht das 3:5

Skripnik sieht vor allem die Fortschritte

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Dieser Bas Dost ist einfach unglaublich: Auch in Bremen schlug Wolfsburgs Torjäger zu – und das gleich zwei Mal.

Bremen - Fünf Tore kassiert – doch einen Vorwurf wollte Werder-Trainer Viktor Skripnik seinen jungen Spielern partout nicht machen. Schließlich hieß der Gegner VfL Wolfsburg – „bei dem kostet doch jeder Spieler 30 Millionen“, sagte der Ukrainer.

Er übertrieb bewusst, wollte damit aufzeigen, dass das 3:5 als End-resultat nicht zu kritisch gesehen werden sollte. Der Gegner war zu stark für sein Team, das in seinen Augen weitere Fortschritte gemacht hatte. Natürlich in puncto Offensive. „Ich sehe spielerische Verbesserungen“, erklärte Skripnik und verwies auf die Tore zum 1:0 und 2:1, zwei blitzsauber herausgespielte Treffer.

Zum Vergleich erinnerte Skripnik an sein erstes Heimspiel als Chefcoach Anfang November gegen den VfB Stuttgart. „Damals haben wir uns hinten reingestellt und zwei Tore nach Standardsituationen gemacht. Aber das ist nicht die Art, wie wir Fußball spielen wollen“, sagte er. Skripnik will spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg. Nach vorne, druckvoll, mutig – egal wie der Gegner heißt. „Das haben wir auch gemacht, und das hat unsere Fans begeistert. Wir haben wieder gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich mache meinen Jungs wegen der Niederlage überhaupt keinen Vorwurf. Wir haben wieder Willen gezeigt.“

Drei geschossene Tore geben ihm recht, fünf kassierte ziehen in Zweifel, ob Skripniks Weg gestern wirklich der richtige war. Das Abwehrproblem – Werder hat nunmehr 49 Gegentore auf dem Konto – blitzte wieder auf. Die Innenverteidiger-Kombination Sebastian Prödl/Jannik Vestergaard erlebte einen kapitalen Fehlstart. Skripnik nannte die Besetzung ohnehin nur „eine Notlösung“. Er hätte wohl weiter mit Assani Lukimya statt mit Prödl gespielt. Doch Lukimya fehlte verletzungsbedingt.

Letztlich habe es aber nicht an den eigenen Leuten gelegen, sondern am nunmehr seit elf Spielen ungeschlagenen VfL – und natürlich an Torungeheuer Bas Dost, der wieder zwei Mal zugelangt hatte. „Gegen jeden anderen Gegner hätten wir heute gewonnen“, behauptete Prödl. Felix Kroos pflichtete ihm bei: „Dieses Spiel verlierst du nur gegen zwei Teams: Wolfsburg und Bayern München.“ csa

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