Wenn ein Sturm zur Brise wird . . .

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Torsten Frings vermisst die letzte Konsequenz vor dem gegenerischen Tor.

Werder-Bremen - Von Arne FlüggeBREMEN (Eig. Ber.) · „Es war schön, mal wieder zu Null gespielt zu haben“, sagte Werder Bremens Torwart Tim Wiese nach dem torlosen Remis gegen Frankfurt. Nach bisher 42 Gegentoren in dieser Saison ist die Erleichterung des 28-Jährigen verständlich.

Doch zur Krisenbewältigung gehört es auch, Tore zu schießen. Und da hakt es bei den Hanseaten noch gewaltig. „Wir nutzen unsere Chancen einfach nicht“, klagt Kapitän Torsten Frings. Besonders gegen die Eintracht wurde das deutlich.

Nur drei Tore erzielte Werder in den letzten fünf Pflichtspielen, in den vergangenen drei gingen die Bremer sogar komplett leer aus. Gesamtbilanz nach 20 Begegnungen: nur 32 Treffer – die früher gefürchtete Tormaschine der Liga ist eingerostet. Flaute an der Weser!

Werders Sturm in Zahlen

Torflaute an der Weser

Zum Vergleich: In der Vorsaison hatte Werder zu diesem Zeitpunkt bei der gleichen Anzahl an Spielen in drei Wettbewerben 47 Treffer erzielt.

Doch in dieser Saison läuft’s nicht. Nur gegen Köln und Gladbach sowie in der ersten DFB-Pokalrunde bei Drittligist RW Ahlen schoss Werder mehr als drei Tore in einem Spiel. Vor dem gegnerischen Gehäuse fehlt den Bremern die letzte Konsequenz, Glück, Geschick und vielleicht auch das Selbstvertrauen. „Dass wir davon nicht im Überfluss haben, ist nach den letzten Wochen doch verständlich“, sagt Frings. Wenn dann auch noch wie gegen Frankfurt in Hugo Almeida und Claudio Pizarro die beiden Toptorjäger ausfallen, „muss man auch mal mit diesem 0:0 leben. Es ist doch kein Geheimnis, dass die beiden uns mit ihrer Qualität fehlen“, erklärt der 33-Jährige.

Ein Blick auf die Statistik belegt das. Und er zeigt auch, dass die fünf Bremer Angreifer in dieser Saison größtenteils weit hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben sind.

Hugo Almeida ist mit acht Toren in den Wettbewerben Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League noch Bremens erfolgreichster

▪ Arnautovic’

▪ Durststrecke

„Knipser“, gefolgt von Pizarro, der trotz der nun dritten langen Verletzungspause wegen eines Muskelfaserrisses immerhin noch auf sechs Tore kommt. Dahinter wird‘s aber schon dürftiger in der Bremer Abteilung Attacke. Marko Marin, mal im Mittelfeld, mal ganz vorn eingesetzt, traf bisher viermal.

Wohlgemerkt stand der 21-Jährige dabei in allen 20 Pflichtspielen auf dem Platz – bei seinen 1 050 Spielminuten traf er somit lediglich alle 377,25 Minuten.

Noch schlimmer sieht die Statistik für Sorgenkind Marko Arnautovic aus: 19 Spiele, 1 136 Spielminuten – drei Treffer. Quote: 568 Minuten für ein Tor. Für einen hochgehandelten 6,5-Millionen-Neueinkauf ist das viel zu wenig. Zudem: Seit seinem Doppelpack am zweiten Spieltag gegen den 1. FC Köln wartet der Österreicher in der Liga auf einen Treffer, genauer gesagt seit nunmehr 559 Spielminuten.

Doch Sportchef Klaus Allofs wird nicht müde, seinem Spieler trotz der sportlichen Defizite und seiner Eskapaden das volle Vertrauen zu schenken: „Wir werden ihn hinbekommen. Das wird ein Spieler, der Starpotenzial hat.“ Wäre nur schön, wenn Arnautovic langsam anfangen würde, das zu zeigen und die Unterstützung mit Leistung und Disziplin zurückzuzahlen.

Vorwürfe, die man Sandro Wagner nicht machen kann. Der 22-jährige Stürmer hängt sich im Training immer voll rein, erhielt dafür von Trainer Thomas Schaaf in Stuttgart den Vorzug vor Almeida, und zuletzt gegen Frankfurt verdrängte Wagner Arnautovic aus der Startelf. Doch seine Bilanz ist ernüchternd: Zehn Spiele (300 Minuten), kein Tor. Gegen Frankfurt feuerte der Angreifer nicht mal einen Torschuss ab. „Sandro muss weiter hart arbeiten und dranbleiben“, weiß Allofs, dass sein junger Stürmer es noch besser kann, das aber auch bald mal zeigen muss. Was freilich auch für die anderen Bremer Offensivkräfte gilt. Denn zur Krisenbewältigung zählt: Das Runde muss ins Eckige.

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