„Wenn ich nicht dabei bin, geht die Welt nicht unter“

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Hat schlechte Karten beim Bundestrainer: Torsten Frings.

Bremen (csa) · Das böse Wort heißt „Außenseiter“. Als solcher wird Torsten Frings bei der Bewertung der Chancen auf eines der 23 Tickets im deutschen WM-Kader eingestuft.

Der „Sport-Informationsdienst“ hat diese Einschätzung vorgenommen – ganz nüchtern, ganz an den Zeichen der Zeit orientiert. Denn Frings, der während seiner gesamten Karriere gewiss alles andere als ein Außenseiter war, hat tatsächlich immer weniger Aussichten, den Sprung zurück ins DFB-Team zu schaffen. Die souverän geschaffte Qualifikation für das Weltturnier in Südafrika hat – Frings hin, Frings her – die Linie von Joachim Löw bestätigt. Der Bundestrainer genießt für die nächsten Monate größte Achtung, der Bremer Kapitän wird es schwer haben, sich wieder ins Spiel zu bringen.

Dass Leistung alleine nicht ausreicht, haben die vergangenen Nominierungen gezeigt. Der 32 Jahre alte Frings spielt seit Wochen auf einem sehr akzeptablen Niveau, berücksichtigt wurde er dennoch nicht. Mittlerweile hat er offenbar registriert, dass er den Kampf, den er vor knapp einem Jahr mit lauten Beschwerden zu führen versucht hatte, kaum noch gewinnen kann. Fast schon resignierend sagte er gestern: „Ich kann nur Leistung bringen und mich anbieten. Wenn der Trainer sich trotzdem gegen mich entscheidet, was willste dann noch machen?“

Auf jeden Fall keinen Aufstand mehr proben. „Rumheulen und jammern bringt doch nichts“, meinte Frings und gab vor, schon seinen Frieden mit der Situation gemacht zu haben. „Wenn ich bei der WM nicht dabei bin, geht die Welt auch nicht unter. Es gibt Schlimmeres“, sagte er.

Dass er wirklich so denkt, mag man ihm gar nicht abnehmen. Zu ehrgeizig, zu motiviert wirkte er dafür in den vergangenen Wochen und Monaten. Dass er nun plötzlich so milde daherkommt, wirkt gespielt. Aber nein, bekräftigt Frings, es ist so, wie er es sagt: „Ich habe schließlich schon viele Turnier gespielt.“ Zwei Weltmeisterschaften (2002, 2006) und zwei Europameisterschaften (2004, 2008) um genau zu sein. Auf eins mehr oder weniger, so Frings’ Argumentation, käme es nun auch nicht mehr an…

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