„Wenn der Knoten geplatzt ist, geht es richtig bergauf“ / Werder-Sportchef Eichin hat Geduld mit dem Neuzugang

Hajrovic – er klingt schon ein bisschen wie Elia

Izet Hajrovic hofft auf den Befreiungsschlag.
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Izet Hajrovic hofft auf den Befreiungsschlag.

Bremen - Die Erwartungen waren sehr groß, die Zwischenbilanz ist sehr ernüchternd: Izet Hajrovic hat Werder noch nicht wie gewünscht vorangebracht, war beim klaren 4:0 gegen Paderborn zuletzt eindeutig der schwächste Bremer. Der Neuzugang von Galatasaray Istanbul traf im ersten Pflichtspiel der Saison (beim DFB-Pokalsieg in Illertissen per Elfmeter), danach aber gar nicht mehr. Und eine einzige Torvorlage (wieder im Pokal/für Fin Bartels in Chemnitz) ist für einen Offensivspieler ebenfalls ein mickriger Wert.

Doch woran liegt es? Der Fitness-Rückstand ist aufgeholt, die Integration in die Bundesliga weit fortgeschritten – das hat der bosnische Nationalspieler schon vor einem Monat im Interview mit dieser Zeitung gesagt. Der 23-Jährige hat andere Probleme. Erstens mit seiner Position: Trainer Viktor Skripnik brachte Hajrovic zuletzt im Zweier-Sturm, daran muss er sich gewöhnen. Er ist gelernter Rechtsaußen und sagte im „Volkswagen-Talk“: „Leider spiele ich das jetzt nie.“ Zweitens mit dem Selbstvertrauen: „Ich brauche dringend ein Tor“, meinte Hajrovic und ergänzte: „Wenn der Knoten erst mal geplatzt ist, geht es richtig bergauf. Ich verspreche, dass ich noch viele Tore schießen und vorbereiten werde.“

Worte, die verdächtig an einen anderen Bremer erinnern, der inzwischen auf dem Abstellgleis gelandet ist: Eljero Elia. Der Niederländer hatte in den vergangenen Jahren mehrfach seinen Durchbruch prophezeit – wenn er denn nur trifft. Mittlerweile schafft es der Ex-Nationalspieler nicht mal mehr in den Kader, die Geduld der Verantwortlichen ist aufgebraucht.

Bei Hajrovic dagegen nicht. „Wir können ihn überhaupt nicht mit Elia vergleichen“, findet Sportchef Thomas Eichin: „Izet ist 23, Eljero 27 Jahre alt – ein großer Unterschied. Izet zählt für mich noch zu den jungen Spielern mit großem Potenzial.“ Dass Hajrovic im Sommer bereits eine WM bestritten hat, „zählt dabei nicht“, meint Eichin, der überzeugt ist: „Izet wird bei uns noch eine wichtige Rolle spielen.“

mr/csa

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