Werder verzichtet auf Sprüche

„Weniger sagen – mehr machen“

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Viktor Skripnik ist froh über die Form seiner Mannschaft.

Bremen - Die Zeiten, in denen vor dem Nordderby zwischen Werder und dem HSV gerne mal ein bisschen gestichelt und provoziert wurde, sind vorbei. Vor dem 104. Aufeinandertreffen in der Bundesliga Freitagabend geben sich beide Clubs handzahm. Sie haben eben genug eigene Probleme, zittern beide mal wieder um den Klassenerhalt. „Wir wollen keine Sprüche klopfen, die sich der HSV dann in die Kabine hängt. Weniger sagen und mehr machen – das ist unser Motto“, erklärte Werder-Coach Viktor Skripnik gestern.

Der Ukrainer erwartet im Volksparkstadion einen „bissigen Gegner, der offensiv marschieren will“. Genau so soll sein eigenes Team auch auftreten. „Wir wollen mutig sein und nicht nur brav. Und ich bin überzeugt, wir können das. Wenn wir Angst hätten, könnten wir gleich hierbleiben“, meinte Skripnik. Vor allem der Heimsieg gegen Wolfsburg (3:2) und die beachtliche Leistung beim Halbfinal-Aus im DFB-Pokal beim FC Bayern (0:2) haben Werder ordentlich Rückenwind für die alles entscheidende Endphase der Saison gegeben. „Ich bin echt froh über die Form, die wir momentan haben“, sagte Skripnik: „Da kann man nur sagen: Weiter so.“

Veränderungen in der Startelf wird es, wenn überhaupt, wenige geben – obwohl die Bremer vor dem dritten Spiel in sieben Tagen „natürlich alle müde“ sind, wie Skripnik einräumte. Aber eben auch heiß aufs Nordderby. „Sie wollen unbedingt alle bei diesem Fußballfest dabei sein und wieder volle Kanne gehen. Das gefällt mir sehr gut“, lobte der 46-Jährige.

Sportchef Thomas Eichin ist der Gegner am Freitag ziemlich egal – er will einfach nur die Punkte. „Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel, ob es nun gegen den HSV oder Stuttgart geht. Wir schauen nicht nach links und nicht nach rechts, sondern nur auf uns.“

mr

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