Werder mit viel Respekt und Achtung vor dem spanischen Ausnahmestürmer

Weltstar Raul – eine große Aufgabe für Mertesacker

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Einer, der es heute häufiger mit Raul zu tun bekommen wird, ist Bremens Innenverteidiger Per Mertesacker.

Von Arne Flügge und Björn Knips · Wenn Marko Marin an die 0:4-Hinspielklatsche gegen Schalke 04 denkt, dann fällt ihm nur ein Name ein. „Raul – der hat ein Superspiel gemacht“, sagt der Offensivspieler von Werder Bremen. Womit der 22-Jährige zweifellos Recht hat. Drei Tore schoss der Weltklassestürmer und stürzte Werder damit ins Jammertal.

Nicht nur deswegen ist der Respekt an der Weser vor dem 33-Jährigen vor der Partie heute Abend (18.30 Uhr) im Weserstadion riesengroß.

Rauls Gala gegen Werder war schließlich keine Eintagsfliege. Der „Señior“, wie sie ihn auf Schalke rufen, befindet sich in bestechender Form. Gegen Inter Mailand erzielte er am Mittwoch beim 2:1-Triumph ein Tor und bereitete das zweite vor.

Wie aber ist Raul zu stoppen? Marin zuckt mit den Schultern: „Das versucht man doch schon seit Jahren. Trotzdem hat er die meisten Champions-League-Tore geschossen. Das wird ganz schwer gegen ihn.“ Das Rezept des Bremers daher: „Wir müssen Schalke am besten schon vorher aufhalten, denn wenn Raul erstmal im Strafraum ist, dann wird es besonders gefährlich.“

In den Respekt vor dem ehemaligen Superstar von Real Madrid mischt sich bei den Werder-Profis sogar etwas Bewunderung. „Er ist ein super Spieler, der seit Jahren bewiesen hat, dass er der beste Stürmer ist. Man kann Schalke nur gratulieren, dass sie so einen Spieler in ihren Reihen haben“, sagt beispielsweise Bremens Kapitän Torsten Frings.

Einer, der es heute häufiger mit Raul zu tun bekommen wird, ist Bremens Innenverteidiger Per Mertesacker. Beim 0:4 im Hinspiel hatte der 26-Jährige einige Male gar nicht gut gegen Raul ausgesehen. „Man versucht, die Sache jetzt wieder besser zu machen“, kündigte „Merte“ an: „Das ist eine große Herausforderung.“

Als Schalke den Stürmer verpflichtete, hätten viele Raul wohl etwas unterschätzt, glaubt Mertesacker. „Man wusste nicht, in welchem Zustand er in die Liga kommt, weil er ja bei Real nicht mehr regelmäßig gespielt hat. Doch diese Torjäger-Qualitäten setzen sich einfach immer durch.“ Zudem würden auch die Laufwege in der Schalker Offensive immer besser passen. Sein Fazit: „Raul ist nicht amtsmüde geworden.“

Was dem Bremer Abwehrspieler aber besonders imponiert, ist, dass Raul trotz seiner Popularität und seiner Superklasse stets fair, charmant und nahbar ist. Von Star-Allüren fehlt jede Spur. „Man hat von Anfang an gespürt, dass er viel Respekt vor der Liga und vor Schalke hat. Zudem hat er sich gleich um die jungen Spieler gekümmert.“ Auch Schalke habe dem Stürmer eine Menge Anerkennung und Respekt entgegengebracht. Und das zahle Raul dem Club jetzt zurück.

Doch trotz der Achtung und des vielen Lobes für den sympathischen Spanier hat Mertesacker vor seinem Gegenspieler natürlich keine Angst. Er wird Raul heute bekämpfen und versuchen, zu verhindern, dass der Schalke-Stürmer erneut so eine Gala wie im Hinspiel abliefern kann. „Schalke hat am Mittwoch ein Champions-League-Spiel absolviert. Wir müssen zusehen, dass wir frischer und spritziger sind, um sie zu stoppen“, sagte Mertesacker. Womit in erster Linie freilich Raul Gonzalez Blanco, wie Schalkes Stürmer-Star mit vollem Namen heißt, gemeint sein dürfte.

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