Aber Allofs demonstriert Gelassenheit

Weiter Verwirrung um Wesley

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Palmeiras hat Probleme, also setzt sich Wesley angeblich auch mit Atletico Mineiro auseinander.

Bremen - Die Informationslage ist beständig unbefriedigend. Nichts tut sich bei der Sociedade Esportiva Palmeiras – oder besser: nichts Entscheidendes.

Immer noch ist der Wechsel von Wesley zu dem brasilianischen Traditionsclub nicht perfekt, immer noch sucht Palmeiras nach Geldgebern für die Ablösesumme und immer noch jammern die Vereinsoberen über deren Höhe. Und in Bremen? Demonstriert Werder-Boss Klaus Allofs Geduld und Gelassenheit. „Es besteht kein Grund zur größeren Besorgnis“, sagt er und glaubt weiter fest daran, dass die erste Rate der Sechs-Millionen-Euro-Ablöse bald fließen und der Transfer somit perfekt gemacht wird.

Die Bilder vom Trainingsstart am Dienstag

Werder startet in die Trainingswoche

Aber aktuell ist Wesley weiterhin Werder-Profi. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es dabei bleibt. So jedenfalls stellt es sich für Außenstehende dar. Jedoch nicht für Allofs. „Natürlich“, räumt er ein, „besteht die theoretische Möglichkeit, dass Wesley zu uns zurückkehrt.“ Schließlich habe der 24-Jährige noch einen gültigen Vertrag. Der würde greifen, wenn Palmeiras bei der Suche nach Geldgebern scheitert. „Aber ich denke nicht, dass es so weit kommt“, erklärt der Werder-Geschäftsführer und versucht, die allgemeine Verunsicherung wegzureden: „Die Brasilianer haben einfach keinen Zeitdruck, können noch bis April Transfers tätigen. Deshalb sind es keine außergewöhnlichen Dinge, die da im Moment passieren.“

Wirklich nicht? Zumindest nicht branchenüblich ist es, dass der aufnehmende Club nach Unterschrift der Transferverträge noch auf eine Reduzierung der Ablösesumme um 1,5 Millionen Euro drängt. Wie laut brasilianischen Medien geschehen. Demnach will Palmeiras nur noch 70 Prozent der Transferrechte erwerben und dafür 4,5 Millionen Euro statt sechs Millionen für 100 Prozent zahlen. Werder hat sich darauf nicht eingelassen. Weshalb das Warten weitergeht.

Seit zwölf Tagen weilt Wesley mittlerweile in der Heimat Brasilien. Er ist dabei angeblich nicht untätig. So soll sich der Mittelfeldspieler mit Verantwortlichen von Atletico Mineiro getroffen haben. Der Palmeiras-Konkurrent wittert offenbar ob der Schwäche des Mitbewerbers eine neue Chance. Doch Allofs bleibt auf Palmeiras fixiert: „Noch sind die vereinbarten Leistungen und Vereinbarungen zwar nicht eingehalten, aber ich gehe davon aus, dass es klappt.“ Wann? Das weiß man bei Geschäften mit Südamerikanern nie, meint Werder-Coach Thomas Schaaf: „Wer einmal dort war, weiß, wie die Uhren da ticken…“

Eine Frage bleibt noch: Wer zahlt aktuell Wesleys Gehalt? Laut Klaus Allofs nicht Werder: „Wir haben da unsere Vorkehrungen getroffen.“ · csa

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