Werder ist stolz auf Leistung in Dortmund, aber nach dem 2:3 auch sauer

Weiter so, aber!

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Werder-Profi Galvez: Stellungsfehler vor dem 2:3.

Bremen - Sie witterten alle sofort die Gefahr und wollten schon gar nicht punktlos glücklich sein. Denn so beeindruckend Werders Leistung beim Tabellenzweiten in Dortmund am Samstagabend auch war, am Ende hatten die Gäste mit 2:3 (0:0) verloren und damit im Abstiegskampf nichts erreicht.

„In unserer Situation brauchen wir Punkte, die haben wir noch aus der Hand gegeben, das darf uns in unserer Situation nicht passieren“, schimpfte Keeper Felix Wiedwald und prophezeite mit Blick auf das Abstiegsduell mit dem FC Augsburg am Samstag im Weserstadion (15.30 Uhr): „Das wird ein ganz anderes Spiel, ein Kampfspiel.“

Kämpfen können die Bremer, das haben sie in Dortmund bewiesen. Doch es war ein spezieller Kampf, denn die Gäste gingen als klarer Außenseiter in diese Partie. Diese Rolle mögen sie, aber diese Rolle werden sie gegen Augsburg nicht einnehmen können. Es ist ein Heimspiel, das sie gewinnen müssen. Das weiß natürlich auch Kapitän Clemens Fritz, der trotzdem behauptete: „Wenn du solche Leistungen in den nächsten Wochen ablieferst, dann wirst du auch die Klasse halten.“

Ähnlich äußerten sich seine Kollegen. „Wenn wir wieder so auftreten, sind in den letzten sechs Spielen noch ganz viele Punkte drin“, meinte

Zlatko Junuzovic. Und Anthony Ujah schwärmte: „Ich bin einfach stolz auf meine Mannschaft, was sie heute geleistet hat. Ich hoffe, dass diese Leistung bei jedem Spieler im Kopf bleibt.“ Werder hätte trotz der Niederlage jede Menge Selbstvertrauen getankt. „Wir haben gezeigt, dass wir keine Angst haben“, betonte Ujah.

Kein Widerspruch, denn der Auftritt vor der Mega-Kulisse von 81 359 Zuschauern war von der ersten Minute an mutig. Zwar wirkte das System mit einer Fünferkette auf den ersten Blick extrem defensiv, doch die Gäste attackierten den haushohen Favoriten zeitweise schon an dessen Strafraum. Und Werder wurde sogar noch mutiger, nachdem Pierre-Emerick Aubameyang den BVB in Führung geschossen hatte (53.). Als Belohnung gab es das 1:1 durch Alejandro Galvez, dessen Schuss von Gonzalo Castro unhaltbar abgefälscht worden war (69.). Und obendrauf noch das 2:1 durch Zlatko Junuzovic, den Levin Öztunali glänzend in Szene gesetzt hatte (74.). „Erleichterung pur“ verspürte der Torschütze in dem Moment des Glücks direkt vor den 8 000 Werder-Fans, während die anderen, sonst so lauten Zuschauer geschockt schwiegen. „Da denkst du, hier ist was drin“, erinnerte sich Junuzovic mit funkelnden Augen, um dann den Blick zu senken: „Deswegen ist die Enttäuschung nun umso größer.“

Denn nur drei Minuten später sauste Shinji Kagawa in eine Hereingabe von Marcel Schmelzer (77.). Und weitere fünf Minuten später köpfte Adrian Ramos eine Mkhitaryan-Ecke ins Tor. „Die Dortmunder waren erst geschockt und dann entsprechend wütend, das ist ihre große Klasse“, lobte Werder-Sportchef Thomas Eichin erst den Gegner und knöpfte sich dann sein eigenes Team vor: „Wir müssen so ein Ding auch mal über die Zeit bringen. Das ist für mich schon ärgerlich, dass wir nach so einem Spiel null Punkte haben.“

Zwei Treffer, keine Punkte

Auch Trainer Viktor Skripnik war frustriert und haderte in seinem ganz speziellen Fußball-Deutsch: „Ein Punkt wäre eine Goldkette für uns gewesen.“ Wiedwald dachte sogar noch weiter: „Mit einem Sieg hätten wir uns etwas absetzen können.“ Einziger Trost: Werder steht weiter über dem Strich. Doch der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt nur ein Pünktchen. Die Lage könnte kaum brenzliger sein, dessen sind sich alle bewusst – und so war Junuzovic nur einer von ganz vielen Bremer Mahnern: „Wir dürfen uns keinesfalls auf dieser Leistung ausruhen.“ - kni

Junuzovic als Dauerläufer, Garcia überfordert

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