Werder wird immer öffentlicher – jetzt sorgt ein Arnautovic-Aussetzer für Unruhe

Arnautovic verstärkt Bremer Unruhe

Eine Reizfigur: Marko Arnautovic (Bild) hat ein ganz spezielles Auftreten – und offenbar dabei auch keine Hemmungen, sich mit seinem Chef Klaus Allofs anzulegen.

Bremen - Von Björn Knips · Was ist bloß bei Werder Bremen los? Erst das Einfrieren der Profi-Gehälter, dann die Fan-Attacke von Thomas Schaaf – und nun der nächste Aussetzer von Marko Arnautovic. Die ruhigen und vor allem die diskreten Zeiten an der Weser sind vorbei.

Es wird immer häufiger öffentlich, was nicht öffentlich werden soll. Wie auch der Fall Arnautovic. Trotzdem will Clubchef Klaus Allofs nicht den vermeintlichen „Maulwurf“ jagen: „Ich gehe da nicht auf Spurensuche. Es gibt eben Phasen, in denen Menschen, die unzufrieden sind, ein großes Mitteilungsbedürfnis haben. Da stehen wir drüber.“

Unangenehm ist die neueste Geschichte dennoch. Die „Bild“-Zeitung berichtete, dass sich Arnautovic nach seiner Auswechslung vor einer Woche in der Partie gegen Nürnberg einen heftigen Disput mit Allofs geleistet hat und ihn sogar beleidigt haben soll. „Ja, es hat einen Vorfall gegeben“, bestätigt der Werder-Boss: „Disziplinlosigkeiten wie das Nicht-Abklatschen bei einem Wechsel kann ich nicht gutheißen.“ Damit aber nicht genug. Arnautovic fluchte angeblich auf serbisch und verweigerte dem erbosten Allofs die Übersetzung. Als der Boss später seinem Angestellten mitteilte, dass jedes weitere unflätige Wort Geld kosten würde, soll der Österreicher erwidert haben: „Kannst mir das ganze Gehalt abziehen und an deine Familie verteilen.“ Allofs will sich dazu nicht äußern: „Das sind Dinge, die intern behandelt werden. Die Sache ist geklärt. Den genauen Wortlaut kann Ihnen ja derjenige erklären, der es angeblich weiß.“ Arnautovic sollte es wissen. Doch der Angreifer sagt nur noch, dass er nichts mehr sagt.

Das Abschlusstraining am Freitag

Werder-Training vor dem Spiel in Stuttgart

Es wird immer deutlicher: Dieser Arnautovic ist ein ganz schwerer Fall. Der 21-Jährige ist in seiner Premieren-Saison schon häufiger negativ aufgefallen. „Wir haben immer gesagt: Der Junge muss noch viel lernen. Dabei bleibt es“, seufzt Allofs und fügt noch an: „Zeitweise ist er immer schon mal auf dem richtigen Weg. Aber diese Sache ist ein Beweis dafür, dass es ein weiter Weg ist.“

Und Werder muss ihn mit Arnautovic gehen. Schließlich hat der österreichische Nationalspieler 6,5 Millionen Euro Ablösesumme gekostet. Dafür gab’s ein Riesentalent mit vielen Extravaganzen – und eben jede Menge Skandalpotenzial. Natürlich ist Allofs auch weiterhin davon überzeugt, „dass wir das hinbekommen“.

Marko Arnautovic: Das Bremer Sorgenkind

Das ist Marko Arnautovic

Das gilt ebenso für das sportliche Abschneiden. Das beste Mittel, um die Unruhe zu verscheuchen, seien nun einmal Siege, sagt Allofs. Am besten schon morgen in Stuttgart. Als „reine Kopfsache“ hat Torwart Tim Wiese die aktuelle Krise beschrieben – und irgendwann passt das nicht nur zum Geschehen auf dem Platz, sondern auch zu den ganzen Nebengeräuschen bei Werder.

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