Wechsel ist noch nicht vom Tisch

Hängepartie um Obraniak

Bremen - Wenn sich zwei Partner schon für eine Trennung entschieden haben und dann doch weiter zusammenleben müssen, dann ist das gewiss nicht einfach. Werder und Ludovic Obraniak müssen das hinbekommen. Denn ein Wechsel des Mittelfeldspielers hat sich zerschlagen – vorerst. Gestern endete die Transferperiode in Deutschland und vielen anderen Ländern. Aber nicht in Russland oder der Türkei. Dort dürfen die Clubs bis zum 6. September einkaufen.

„Da kann theoretisch noch etwas passieren“, berichtet Thomas Eichin. Der Werder-Sportchef bleibt auf Empfang, will aber keine Prognose abgeben. Bislang sei jedenfalls kein Angebot eingegangen, „über das wir nachdenken mussten“. Werder will mindestens die 1,5 Millionen Euro bekommen, die erst im Januar für Obraniak an Girondins Bordeaux überwiesen wurden. Clubs aus Frankreich, wo Obraniak aufgewachsen ist, oder England, wo angeblich Interesse bestand, waren offenbar nicht bereit, diese Summe für einen 29-jährigen polnischen Nationalspieler zu bezahlen.

Aber wie geht es für Obraniak nun in Bremen weiter? „Ganz normal“, sagt Eichin. Dass der Pole öffentlich von einem Wechsel gesprochen habe, findet Eichin zwar nicht gut, kann es aber im Fall Obraniak auch ein bisschen verstehen: „Ludovic ist es aus Frankreich nicht gewohnt, mal draußen zu sitzen. Deshalb war er sauer.“ Obraniak hatte am Ende der vergangenen Saison nur noch eine Reservistenrolle gespielt – und auch beim Bundesliga-Auftakt in Berlin saß er nur auf der Bank. Gegen Hoffenheim stand der Linksfuß dann nicht mal mehr im 18er-Kader. Wie ein ausgemusterter Spieler, der nicht mehr gebraucht wird.

Doch Eichin widerspricht: „Ludovic ist ein Spieler mit Komponenten, die für uns in dieser Saison noch wichtig werden können.“ Es sind nicht die allerwärmsten Worte der Wertschätzung. Aber so ist das wohl, wenn sich zwei Partner eigentlich trennen wollen und notgedrungen zusammenbleiben müssen.

kni

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