Wechsel absolut kein Thema

Petersen setzt auf Hoffenheim-Faktor

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Nils Petersen

Bremen - Klar, Reservisten müssen besonders hart trainieren, um den Trainer zu überzeugen. Nils Petersen weiß das und macht das. Aber er hat da noch etwas in petto: die Erinnerung. Denn Hoffenheim, der nächste Werder-Gegner, und Petersen – das passt, zumindest für den Bremer Stürmer. „Letzte Saison habe ich in beiden Spielen getroffen. Das gibt dir als Stürmer ein gutes Gefühl – und natürlich hoffst du darauf, dass sich auch der Trainer daran erinnert und dir eine Chance gibt“, sagt Petersen.

In dieser Spielzeit hat der 25-Jährige bislang vergeblich auf seine Gelegenheit gewartet. Sowohl im Pokal als auch in der Bundesliga war er nur Ersatz. Selbst für eine Einwechslung reichte es nicht. Ihm wurde sogar Nachwuchstalent Davie Selke vorgezogen – ein 19-Jähriger. Doch Petersen klagt nicht, er analysiert: „Davie ist mit einer überragenden Form von der U19-EM gekommen. Es erinnert mich auch an meine Cottbuser Zeit, als ich einfach mal so reingeworfen wurde – mit dem Gefühl, Unbekümmertheit kann helfen. Und Davie macht es momentan richtig gut.“

Aber nicht nur Selke steht im Stürmer-Ranking vor Petersen – auch Franco Di Santo, Eljero Elia und Izet Hajrovic. „Es ist für keinen Stürmer leicht, wenn man Stand heute nur auf Platz vier oder fünf ist“, gesteht Petersen. Es sei auch nicht angenehm gewesen, plötzlich in den Medien als Verkaufskandidat gehandelt zu werden. „Das darf uns aber nicht tangieren, dafür sind wir Profis“, sagt er. Ohnehin habe sich die Frage nach einem Wechsel für ihn nie gestellt: „Natürlich kommt da mal eine Info vom Berater. Aber er weiß: Ich mache mich nicht von dannen, weil ich zweimal nicht gespielt habe. Da bin ich zu ehrgeizig. Ich will mich durchsetzen. Es interessiert mich nicht, ob es Anfragen für mich gibt.“

Für Petersen geht es nur darum, bereit zu sein für den erhofften Moment. „Dann will ich im Strafraum richtig stehen, treffen und dem Trainer zeigen, dass ich wieder für Tore gut bin.“ So wie am 19. April, als er nur eine Minute nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit das 3:1 erzielte. Der Gegner damals bei Petersens letztem Werder-Tor hieß: Hoffenheim.

kni

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