Eine Statistik zum Staunen

+
Levent Aycicek (links) ist momentan kaum zu stoppen. und hat nicht nur Eljero Elia (rechts) bei den Spielen aus dem Werder-Kader verbannt.

Bremen - Der Wille war da, doch dann tauchte diese fast schon furchterregende Statistik auf – und rums muss sich auch dieser letzte Vorbericht zum heutigen Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen (17.30 Uhr/Live-Ticker) noch einmal dem Thema Thomas Schaaf und Viktor Skripnik widmen.

Die beiden Trainer sind noch gleicher als bislang angenommen, vielleicht ist Skripnik sogar wirklich ein Schaaf-Klon. Oder wie sonst sind diese Zahlen zu deuten? Schaaf holte im Mai 1999, nachdem er den gefeuerten Felix Magath ersetzt hatte, aus seinen ersten vier Bundesliga-Spielen neun Punkte. Dass nun auch Skripnik dieses Kunststück als Nachfolger von Robin Dutt gelungen ist, passt natürlich, wäre allein aber nur eine Randnotiz. Doch ein Blick aufs Torverhältnis sorgt für großes Staunen, denn es ist mit 8:3 Treffern identisch. Da müsste ja Schaafs fünfte Partie eigentlich schon das heutige Ergebnis verraten. Doch diese Geschichte ist etwas problematisch, denn für Schaaf und Werder war 1999 nach dem vierten Spiel schon Sommerpause – und das mit geglücktem Klassenerhalt. Also muss der Saisonauftakt 1999/2000 herhalten: Damals gab es ein 0:0 in Stuttgart. Ein Ergebnis, mit dem Werder heute durchaus zufrieden wäre.

Oder geht sogar noch mehr? Die Stimmung bei den Bremern ist jedenfalls bestens. Beim Abschlusstraining gestern Mittag wurde viel gelacht – vor allem als der kleine Levent Aycicek gegen den großen Davie Selke im Kreisspiel einen Luftkampf gewann, den Ball galant den Rücken runterkullern ließ und sich diebisch darüber freute. Die beiden Talente trennen größentechnisch immerhin stolze 23 Zentimeter. Sie sind die Zukunft des Clubs – und Aycicek sorgte in der „Bild“ aber auch für einen interessanten Blick in die Vergangenheit. Dort bezeichnete er Diego als sein großes Vorbild. „Ich bin ein ähnlicher Spielertyp“, meinte der 20-Jährige, fügte aber sogleich an: „Mir fehlt noch sehr viel, ich stehe erst am Anfang.“

Erlebt hat Aycicek den Brasilianer in Bremen nicht mehr, dafür aber Aaron Hunt, sein zweites Vorbild: „Von ihm habe ich mir viel abgeguckt. Ich habe immer versucht, so zu spielen wie er.“ Seit Sommer ist Hunt in Wolfsburg – ein Nachfolger bei Werder war lange Zeit nicht in Sicht. Jetzt schickt sich Aycicek an, die Lücke zu schließen. Er hätte es gerne eher gemacht, doch Dutt vertraute dem jungen Nienburger nicht wirklich. „Er sagte mir, dass ich noch nicht schnell und nicht handlungsschnell genug sei für die Bundesliga.“

Beim 4:0 gegen Paderborn bewies Aycicek das Gegenteil, er war der flinke Ballverteiler und zudem Torschütze. So darf es heute in Frankfurt gerne weitergehen. Und um das Thema Schaaf und Skripnik noch ein letztes Mal zu bedienen: Beide Trainer sind Fans des kleinen Spielmachers – nur Schaaf konnte ihn zu seiner Werder-Zeit nicht einsetzen, weil Aycicek noch sehr jung und ständig verletzt war. Jetzt ist das Riesentalent endlich dauerhaft fit und könnte heute das besondere Trainerduell mit seiner Qualität sogar entscheiden.

Bargfrede dabei

Endlich! Philipp Bargfrede steht zum ersten Mal in dieser Saison im Werder-Kader für ein Bundesliga-Spiel. Der 25-Jährige war nach einer Knieoperation monatelang ausgefallen. Gegen Frankfurt dürfte er heute allerdings erst einmal auf der Bank sitzen. Anders als die zuletzt gesperrten Clemens Fritz und Santiago Garcia, sie werden in der Startelf erwartet.

Kein Platz im 18er-Aufgebot war für Eljero Elia, Ludovic Obraniak, Maximilian Eggestein, Luca Zander und Oliver Hüsing. Alejandro Galvez ist gesperrt (fünfte Gelbe Karte).

Der Werder-Kader: Wolf, Strebinger - Garcia, Prödl, Caldirola, Lukimya, Gebre Selassie, Sternberg - Kroos, Bargfrede, Makiadi, Fritz, Junuzovic, Aycicek - Hajrovic, Bartels, Petersen, Selke.

Mehr zum Thema:

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Meistgelesene Artikel

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Nouri wusste angeblich nichts von Gnabrys Unwohlsein

Nouri wusste angeblich nichts von Gnabrys Unwohlsein

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Kommentare