Neuer Innenverteidiger schon im Anflug?

Warum Werder-Talente gehen müssen

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Mit Sack und Pack nach Düsseldorf: Özkan Yildirim.

Bremen - „Lebenslang Grün-Weiß“ ist ab sofort nicht mehr nur so dahergesagt, jeder Fan kann es beweisen: Werder Bremen bietet die ewige Mitgliedschaft an. Für einmalig 1899 Euro – passend zum Gründungsjahr des Clubs. Bei den Fußball-Profis ist das mit „lebenslänglich“ dagegen so eine Sache, sie wechseln gerne mal den Verein. Manchmal müssen sie aber auch. Bei Werder wirkt es gerade wie eine große Austrittswelle – fast eine ganze Mannschaft wurde weggeschickt. Einige Spieler für immer, andere für ein Jahr.

„Das ist doch völlig normal“, verteidigt Sportchef Frank Baumann den Verzicht auf zahlreiche Talente: „Sie hatten ihre Zeit bei uns und müssen jetzt den nächsten Schritt machen.“

Ganz frisch ist der Verkauf von Julian von Haacke (22) an den niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen. Bekannt wurde nun auch der neue Club von Özkan Yildirim (23): Zweitligist Fortuna Düsseldorf. Baumann hatte schon vor Wochen angekündigt, den auslaufenden Vertrag mit dem Sulinger nicht zu verlängern und ihn ablösefrei ziehen zu lassen. Yildirim sieht das offenbar anders. „Nach 13 Jahren beim SV Werder habe ich mich für einen Tapetenwechsel entschieden“, wird der Offensivspieler von seinem neuen Club zitiert. Fakt ist: Wegen zahlreicher Verletzungen konnte sich Yildirim nie dauerhaft in der Bundesliga in Szene setzen. 

Das gilt letztlich für alle Abgänge – und ist der Hauptgrund für die Trennung. 

So wurde Oliver Hüsing (23) an Ferencvaros Budapest verkauft. Auch Marcel Hilßner (Dynamo Dresden) und Giogi Papunashvilli (Dynamo Tiflis) sind weg. Bei Levent Aycicek (22) und Marnon Busch (21/beide an 1860 München ausgeliehen) hofft Werder offenbar noch auf den Durchbruch. Genauso wie bei Leon Guwara (wahrscheinlich FC Groningen) und Eric Oelschlägel, die ebenso auf Zeit abgegeben werden sollen.

Damit sei das Thema aber auch erledigt. Die anderen Talente „bleiben bei uns“, betont Baumann: „Sie haben die Chance, sich in der Vorbereitung zu zeigen.“ Dazu zählen zum Beispiel Lukas Fröde (21), Melvyn Lorenzen (21), Ulisses Garcia (20), Milos Veljkovic (20) und Maximilian Eggestein (19). Dessen Bruder Johannes (18) nimmt als Toptalent eine Ausnahmestellung ein, genauso wie Niklas Schmidt (18), der bei den Profis reinschnuppern soll, so Baumann.

Auf Erfahrung setzt der Sportchef dagegen bei der Suche nach einem Innenverteidiger. Der Ex-Profi will zwar keine Wasserstandsmeldungen abgeben, sagt aber mit Blick auf den Trainingsauftakt am 8. Juli: „Es kann sein, dass bis dahin etwas passiert.“

kni

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