Wolfgang Rolff kann sich Thomas Schaaf beim HSV vorstellen

„Warum nicht der HSV?“

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Thomas Schaaf (links) und Wolfgang Rolff Seite an Seite auf der Bank im HSV-Stadion – in den vergangenen Jahren kamen sie mit Werder immer nur als Gegner (wie hier im Januar). Nicht auszuschließen, dass sich das bald ändert. ·

Bremen/Hamburg · Wird er es, wird er es nicht, macht er es schon vor dem großen Nordderby am Samstag oder später? Die Zukunft von Werders Ex-Coach Thomas Schaaf und ein mögliches Engagement beim HSV sind Riesenthemen bei Fans und Medien in Bremen und Hamburg.

Und einer, der ihn bestens kennt, kann sich Schaaf auf der Trainerbank des Bremer Erzrivalen sehr wohl vorstellen. „Wenn Thomas eine neue Herausforderung sucht – warum nicht der HSV“, fragt Wolfgang Rolff, der neun Jahre lang Schaafs Co-Trainer war und seinen Arbeitsvertrag mit Werder inzwischen aufgelöst hat.

„Wir haben uns im Guten getrennt“, sagt Rolff. Werder-Sportchef Thomas Eichin klingt ganz ähnlich: „Wir haben mit den Co-Trainern (dazu gehören noch Matthias Hönerbach und Michael Kraft, Anm. d. Red.) eine gute Lösung gefunden.“

Schaaf dagegen ist noch Angestellter von Werder und würde bei einer Auflösung des bis 2014 datierten Vertrags eine deutlich höhere Abfindung bekommen als seine Assistenten. Deshalb zahlen die Bremer lieber weiter Schaafs Gehalt, drängen nicht auf eine schnelle und (zu) teure Einigung – und hoffen, dass der Ex-Trainer bald bei einem neuen Club anheuert.

Werder-Training am Mittwochmorgen

Zum Beispiel beim HSV, was eine gewöhnungsbedürftige Konstellation wäre. Das räumt auch Rolff ein: „Wenn Thomas nur drei Jahre bei Werder gewesen wäre, würde sich wohl keiner wundern. Aber 14 Jahre bei einem Verein – da tut sich sicher der eine oder andere schwer.“ Letztlich sei es aber Schaafs Job. „Den will er gut machen“, meint Rolff: „Und bei Werder hat er ihn super gemacht.“

Dass Schaaf nun beim HSV – neben anderen bekannten Namen wie Lothar Matthäus oder Bert van Marwijk – zum Kandidatenkreis zählen soll, überrascht nicht. „Ich könnte mir vorstellen, einen Trainer mit Erfahrung zu holen“, sagte der Hamburger Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow gegenüber der dpa. Und: Der neue Mann könne durchaus ein paar Jahre älter sein als der gerade entlassene Thorsten Fink (45). Schaaf ist 52 – und er kostet keine Ablöse, beim klammen HSV ein weiteres wichtiges Argument.

Für Rolff, der mittlerweile in Köln lebt, ist eine Wiedervereinigung mit Schaaf immer ein Thema: „Wir haben so lange zusammengearbeitet, das wäre die erste Option.“ Bisher habe er aber mit Schaaf, mit dem er ein, zwei Mal im Monat telefoniert, nicht über eine gemeinsame Zukunft und somit auch nicht über einen Einstieg beim HSV gesprochen. „Wenn da etwas dran ist und ernst wird, würde er sich melden“, mutmaßt Rolff, für den auch ein Job als Cheftrainer in Frage kommt: „Ich beobachte intensiv die erste, zweite, dritte Liga und den internationalen Fußball, bin für alles offen.“ · mr

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