Werder-Stürmer Hugo Almeida lässt sich alle Türen offen

Das Warten auf ein gutes Angebot

Hugo Almeida denkt über einen Wechsel nach.

Werder-Bremen - BAD WALTERSDORF n Hugo Almeida hatte da so eine Idee. Mit der Schulter wollte der Portugiese im Trainingskick den Ball über zwei Gegner hinweg zu Dusko Tosic befördern, doch der Plan ging schief. Prompt brüllte Werder-Coach Thomas Schaaf: „Hugo! 20 Liegestütze!“ Almeida zuckte kurz zusammen, ging dann aber schnell zu Boden und pumpte.

Nur keine Widerworte, denn damit hatte kürzlich Jurica Vranjes schlechte Erfahrungen gemacht. Auch beim Interview-Termin gab sich Almeida gestern sehr brav und sprach nur ganz vorsichtig von einem möglichen Wechsel.

Schon länger wird dem 25-Jährigen nachgesagt, dass er sich gerne verändern würde. Nachdem Dolmetscher Roland Martinez die Frage, ob Almeida denn etwas Neues ausprobieren möchte, übersetzt hatte, atmete der 25-Jährige erst einmal tief durch, zögerte, suchte offenbar nach den passenden Worten und sagte dann: „Jedem Menschen gefällt es, neue Sachen auszuprobieren.“ Es folgte jedoch sofort ein „Aber“ mit dem Verweis auf seine schwierige Eingewöhnungszeit in Deutschland. „Das habe ich überwunden. Wenn meine Familie und ich jetzt wieder einen Neuanfang machen müssten, dann sollte schon ein sehr gutes Angebot vorliegen.“ Ein Topclub muss es sein, ein europäischer bitteschön, denn bei einem deutschen Spitzenverein würde er ja gerade spielen. „Ich habe doch schön häufiger gesagt, dass ich die englische und spanische Liga sehr mag“, merkte er noch an. Klingt fast schon wie ein Bewerbungsschreiben. Aber es ist wohl eher so, dass sich Almeida alle Türen offen lassen will, so wie es Fußball-Profis eigentlich immer tun. Deshalb sagte er auch: „Ich gehe davon aus, dass ich in Bremen bleibe. Es sei denn, es kommt ein Angebot, das gut für Werder und gut für mich ist.“ Den letzten Satz hat er sich wohl von Diego abgeguckt. Der Ex-Bremer spielt jetzt für Juventus Turin, weil irgendwann das für alle Beteiligten optimale Angebot vorlag.

Bei Almeida ist das anders: „So weit ich weiß, gibt es zur Zeit kein Angebot für mich.“ Also konzentriert er sich auf Werder: „Ich werde alles tun, damit mich Thomas Schaaf immer aufstellen muss.“ Gehört dazu auch der Schulter-Trick? „Wenn’s geklappt hätte, hätte ich bestimmt keine Liegestütze machen müssen“, scherzte der Nationalspieler, fügte dann aber ganz ernst an: „Das war ein Fehler – und ich habe die Maßnahme des Trainers akzeptiert.“

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