„Wir brauchen keine Angst zu haben“ / Hoffnungsträger ist zurück im Training

Wagner macht Werder Mut

Wieder voll dabei: Sandro Wagner (links, hier gegen Predrag Stevanovic) kehrte gestern ins Bremer Mannschaftstraining zurück. ·

Bremen - Erst krähte kein Hahn nach ihm, nun ist Sandro Wagner einer der gefragtesten Gesprächspartner.

Die Entwicklung des 23-jährigen Stürmers bei Werder Bremen ist erstaunlich: Vom belächelten Bankdrücker zum Hoffnungsträger, der möglichst auch am Samstag (15.30 Uhr) im letzten Heimspiel der Saison gegen Meister Borussia Dortmund wieder treffen und seinem Club im harten Abstiegskampf zum sicheren Klassenerhalt verhelfen soll.

Gestern Vormittag kehrte Wagner nach seiner Bänderzerrung im linken Sprunggelenk ins Mannschaftstraining zurück. „Das habe ich extra so gemacht, damit ich noch zwei, drei Tage habe, um wieder richtig reinzukommen. Denn 100-prozentig in Ordnung ist es noch nicht, es zwickt ein bisschen. Aber ich hoffe, dass es morgen oder übermorgen komplett weg ist“, sagt der Stürmer, der sich in den vergangenen Wochen einen hohen Stellenwert erarbeitet hat. Nach Torjäger Claudio Pizarro ist Wagner ganz klar die Nummer zwei im Bremer Angriff – meilenweit vor Marko Arnautovic und dem immer noch nicht wieder fitten Denni Avdic.

Training am Mittwoch

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Seit dem 2:2 gegen Leverkusen am 27. Februar gehörte Wagner zum Stammpersonal – und Werder blieb acht Mal hintereinander ungeschlagen. Der 23-Jährige schoss mit fünf Toren sogar eines mehr als Pizarro in dieser Phase, ist Elfmeterschütze Nummer eins (obwohl er gestern im Training einen verballerte) und machte sich auch als fleißiger Arbeiter unentbehrlich.

Kaum fehlte Wagner mal, verloren die Bremer wieder. Obwohl er gar nicht dabei war, wurmt ihn die 0:1-Pleite am Freitag gegen Wolfsburg noch immer immens: „Ziel war es, die Serie auszubauen und bis zum Ende ungeschlagen zu bleiben – das haben wir uns auf einen Schlag kaputtgemacht“, stöhnt Wagner.

Dass er nach einer, wie er selbst urteilt, „ereignisreichen Saison mit Höhen und Tiefen“ im Endspurt so wichtig ist, schmeichelt Wagner natürlich. Ebenso, dass ihm nach Sportchef Klaus Allofs gestern auch Trainer Thomas Schaaf ein Lob aussprach („Er hat in den letzten Wochen gute Leistungen gezeigt“). Aber der Stürmer betont in diesen Tagen immer wieder, dass ihm der kollektive Erfolg wichtiger ist: „Wir brauchen noch Punkte, da sollte jeder sein persönliches Wohl hintanstellen.“

Das Duell gegen Dortmund bezeichnet Wagner angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz (38:34) als „wichtigstes Spiel des Jahres. Da können wir vieles gerade-rücken, unser wahres Gesicht zeigen. Und wir müssten am letzten Spieltag nicht mehr zittern.“ Obwohl der Meister kommt, ist ihm nicht bange: „Wir haben gezeigt, dass wir gefestigt sind und brauchen keine Angst zu haben.“

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