Die „Joker“ sichern den 4:3-Sieg in Freiburg

Wagner-Festspiele mit Arnautovic

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Nach einem 1:3-Rückstand gewann der Bundesligist gestern Abend das Testspiel beim SC Freiburg noch mit 4:3 (1:2).

Werder-Bremen - FREIBURG · Die Moral stimmt schon beim SV Werder Bremen: Nach einem 1:3-Rückstand gewann der Bundesligist gestern Abend das Testspiel beim SC Freiburg noch mit 4:3 (1:2). Als Matchwinner im Duell der Bundesligisten durften sich Sandro Wagner und Marko Arnautovic feiern lassen, die nach ihren Einwechslungen die Gastgeber im Alleingang bezwangen.

„In den ersten 25 Minuten haben wir hervorragend gespielt, danach aber Geschenke verteilt. Zum Glück haben wir am Ende wieder an die gute Anfangsphase angeküpft“, analysierte Werder-Coach Thomas Schaaf die Partie. Vor 7 000 Zuschauern im badenova-Stadion hatte er die vermeintlich beste Elf aufgeboten und dabei in Lennart Thy für eine Überraschung gesorgt. Denn für den Nachwuchsstürmer mussten Wagner und Arnautovic auf der Bank Platz nehmen. Thy rechtfertigte bereits nach acht Minuten das Vertrauen des Trainers: Nach einer Ecke von Marko Marin köpfte der erst 19-Jährige das 1:0.

Werder Bremen besiegt SC Freiburg

Werder Bremen - SC Freiburg

Die Führung war verdient, Werder die bessere Mannschaft. Das 2:0 ließ auch nicht lange auf sich warten, aber Schiedsrichter Marco Fritz entschied beim Kopfball-Tor von Andreas Wolf auf Abseits (14.).

Die lange Zeit harmlosen Gastgeber, bei denen der angeschlagene Topstürmer Papiss Demba Cisse nur auf der Tribüne saß, wurden nun stärker, benötigten aber einen schlimmen Ballverlust von Lukas Schmitz, um durch Daniel Caligiuri zum Ausgleich zu kommen (30.). Noch „besser“ war die Werder-Vorarbeit beim 1:2: Philipp Bargfrede und Wolf spielten „Nimm-du-ihn-ich-hab-ihn sicher“ – und Garra Dembele sagte danke (32.).

So übel ging‘s auch nach dem Wechsel weiter: Diesmal patzte der ansonsten gute Innenverteidiger Leon Balogun, Nutznießer war Cedrick Makiadi mit dem 3:1 für Freiburg (50.).

Aber dann schlug die Stunde der Joker: Wagner bediente Arnautovic, der eiskalt vollstreckte (68.). Anschließend war der Vorbereiter selbst erfolgreich. Nach einem Foul einen Bargfrede verwandelte Wagner den fälligen Strafstoß zum 3:3 (83.). Damit aber nicht genug: Arnautovic köpfte zwei Minuten vor Schluss eine feine Wagner-Flanke sehenswert zum Siegtreffer ins Netz (88.). Jubel bei Werder, denn dieser erkämpfte Sieg „tut in der Vorbereitung richtig gut“, so Schaaf.

Werder: Wiese - Fritz, Balogun, Wolf, Schmitz - Barg-frede, Wesley (60. Trybull), Hunt, Marin (60. Trinks) - Thy (63. Arnautovic), Rosenberg (63. Wagner). · kni

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