Heute Trainingsauftakt bei Werder / Kroate muss zur U 23

Vranjes ist unerwünscht

Werder-Bremen - Von Björn KnipsBREMEN · Es geht wieder los: Heute Nachmittag startet Werder Bremen in die neue Saison. Um 15.30 Uhr bittet Trainer Thomas Schaaf sein Personal zum Laktattest. Fehlen werden natürlich die deutschen Nationalspieler sowie die WM-Teilnehmer Hugo Almeida und Daniel Jensen. Der Portugiese und der Däne haben noch Urlaub. Ein Sonderfall ist auch Jurica Vranjes: Der Kroate darf nicht mit den Profis trainieren, er ist unerwünscht.

„Juri wird nicht zu unserem Kader gehören und deshalb auch nicht mit der Mannschaft trainieren“, stellte Werder-Boss Klaus Allofs klar und lieferte folgende Begründung: „Zum einen ist es eine sportliche Entscheidung. Schon bevor er im Winter in die Türkei gegangen ist, hat er es nicht mehr in unseren Spielkader geschafft. An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. Und als er uns dann verlassen hat, gab es Äußerungen von ihm in der Öffentlichkeit, die nicht in Ordnung waren. So etwas muss man auch mal dokumentieren.“ In diesem Fall eben durch ein Trainingsverbot.

Vranjes hatte Trainer Schaaf in einem Interview heftig attackiert. „Er ist menschlich für mich die größte Enttäuschung meines

▪ Sohn Ivan kam

▪ am Samstag

Lebens. Er macht nur sein Ding und zieht das durch. Er ist nie bereit, einen Fehler einzugestehen“, lautete damals Vranjes’ Abrechnung. Der 30-Jährige ließ sich für ein halbes Jahr an den türkischen Erstligisten Genclerbirligi Ankara ausleihen. Nun ist er zurück in Bremen, wo sein Vertrag noch ein Jahr läuft. Und er will unbedingt in Deutschland bleiben. Denn seit Samstag ist Vranjes Familienvater. Freundin Mirela brachte im Klinikum Links der Weser Sohn Ivan zur Welt.

Schon vor Wochen hatte Vranjes angekündigt, dass er wegen seiner Familie nicht ins Ausland will. Der Mittelfeldspieler setzte sogar auf eine Zukunft bei Werder. „Ich erwarte eine faire Chance. Seit ich in Bremen bin, habe ich alles für den Club gegeben. Das wird weiterhin der Fall sein. Ich werde hart trainieren und darauf setzen, dass ich mich mit Einsätzen empfehlen kann“, sagte Vranjes der „Bild“.

Doch Werder gibt ihm keine Chance. Heute Mittag wird Allofs mit Vranjes sprechen „und nach einer Lösung suchen“, meinte der Werder-Boss, und er hat schon eine Idee: „Die U 23 bietet sich an.“ Der Drittligist gibt schon seit einigen Wochen wieder Gas. Doch es ist äußerst fraglich, ob sich Vranjes zum Werder-Nachwuchs abschieben lässt. Es könnte also gleich am ersten Tag der neuen Werder-Saison hoch hergehen.

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