Vier Vereinen abgesagt – dann sprang sein Favorit Hajduk Split noch ab

Vranjes setzt aufs falsche Pferd

Wechsel geplatzt: Jurica Vranjes hängt weiter in Bremen fest.

Bremen (flü) · Ganz bittere Pille für Jurica Vranjes: Der 30-Jährige Mittelfeldspieler, von Werder-Coach Thomas Schaaf längst ausgemustert, hat offenbar aufs falsche Pferd gesetzt. Nachdem der Wechsel zu Hajduk Split praktisch festgestanden hatte, sprang der kroatische Erstligist doch noch kurzfristig ab. Besonders ärgerlich: Vranjes hatte zwischenzeitlich vier anderen Interessenten abgesagt.

Somit hat sich ein Wechsel des defensiven Mittelfeldspieler für die nächsten Monate erledigt. Gestern schloss die Transferliste – Vranjes wird sich bis zum Winter weiterhin bei der Bremer U 23 fithalten müssen.

„Ich war mir mit Hajduk einig. Wir haben uns sogar die Hand drauf gegeben“, sagte Vranjes gestern: „Ich war damals drei Tage lang in Split und habe in dieser Zeit zwei Vereinen aus Deutschland und zwei Clubs aus der Schweiz eine Absage erteilt, weil Split für mich erste Wahl war.“ Er habe mit seiner Familie nach Hause wollen, erklärte der ehemalige kroatische Nationalspieler.

Mit einem Mal aber habe ihn Split vertröstet, der Club wolle erst abwarten, ob sich die Mannschaft für die Europa League qualifiziert. Das tat Hayduk schließlich auch, „doch plötzlich haben sie sich entschieden, nicht mehr zu investieren.“ Damit war der Wechsel geplatzt. Und da die vier anderen Clubs sich inzwischen mit anderen Spielern verstärkt hatten, muss Vranjes nun warten, bis sich das Transferfenster im Januar erneut öffnet. So lange wird er weiterhin mit Werders U 23 trainieren. „Ich werde dort von Trainer Thomas Wolter sehr respektvoll behandelt. Das ist okay“, erklärte Vranjes, der sich die Sache aber natürlich ganz anders vorgestellt hatte.

Wie der Kroate, wird auch Said Husejinovic zunächst weiter in Bremen bleiben müssen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler hat bislang ebenfalls noch keinen neuen Club gefunden. „Said trainiert ordentlich, doch er braucht Spielpraxis. Die bei uns zu bekommen, ist aber schwer, zumal er in der U 23 nicht eingesetzt werden darf“, meinte Sportchef Klaus Allofs. Er bastelt weiter daran, einen Club für Husejinovic (Vertrag bis 2012) zu finden. „Es gibt noch Ligen, die haben ein anderes Transferfenster als wir“, sagte Allofs. Russland beispielsweise. Gut möglich also, dass Husejinovic in den kommenden Wochen doch noch irgendwo unterkommt.

Unterdessen tauchte gestern auf der Transferliste auch der Name Juan Barros auf. Der Linksfuß hatte die komplette Vorbereitung bei Werder absolviert. Doch verpflichtet wird Barros, der zuletzt für Coronel Bolognesi in Peru spielte, von den Hanseaten nicht. Zweitligist TSV 1860 München hat den 21-Jährigen bis zum 31. Dezember ausgeliehen. „Er wurde uns von Werder em-pfohlen“, sagte 1860-Sportchef Miki Stevic.

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