Hoffenheim wankt, aber Schaaf warnt Werder

Vorsicht vor der Schießbude

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„Hoffenheim steht mit dem Rücken zur Wand. Da wird einiges auf uns zukommen, die werden richtig viel reinhauen“, ahnt Mittelfeldmann Aaron Hunt.

Bremen - Die Mannschaft ist total verunsichert, auf rasanter Talfahrt und mit 32 Gegentreffern die Schießbude der Bundesliga. Trainer Markus Babbel wirkt rat- und hilflos, sitzt nur noch ganz locker im Sattel und darf sich wohl keinen weiteren Ausrutscher leisten: Die TSG 1899 Hoffenheim ist derzeit eigentlich ein gefundenes Fressen für jeden Gegner. 

Doch Werder, nach dem 1:4 gegen Leverkusen selbst angeknockt, traut dem Braten nicht und geht das Auswärtsspiel morgen (15.30 Uhr) in der Rhein-Neckar-Arena mit aller Vorsicht an.

„Hoffenheim kann wesentlich besser spielen, als es der derzeitige Tabellenstand aussagt“, urteilt Werder-Coach Thomas Schaaf über den 16. der Bundesliga – und fügt noch an: „Wir werden uns nicht blenden lassen.“ Dass sich die Kraichgauer in einer gefährlichen Negativspirale befinden – nur ein glücklicher Sieg (3:2 gegen Schalke) in den vergangenen neun Partien sowie zuletzt drei Pleiten am Stück – haben die Bremer zwar registriert. Sie glauben aber nicht, dass es nun einfach wird, morgen alle drei Punkte einzusacken. Im Gegenteil. „Hoffenheim steht mit dem Rücken zur Wand. Da wird einiges auf uns zukommen, die werden richtig viel reinhauen“, ahnt Mittelfeldmann Aaron Hunt, der die letzten beiden Partien der TSG in Nürnberg (2:4) und gegen Leverkusen (1:2) verfolgt hat – und weiß, „dass sie sich viele Chancen erspielen. Ihnen hat auch das Glück gefehlt. Sie haben ein gutes Team und gehören nicht da unten hin.“

Trotzdem werden die Bremer natürlich alles versuchen, damit der Gegner unten bleibt – und sie selbst erst gar nicht in die Abstiegszone reinrutschen. Momentan hat Werder mit 18 Punkten sechs mehr als Hoffenheim und tummelt sich als Zwölfter im dicht gedrängten Mittelfeld. Der Abstand zu Hannover 96 (20) auf Platz sechs beträgt lediglich zwei Zähler. „Diese Enge in der Tabelle war so nicht zu erwarten. Das zeigt, dass die Liga lebt“, findet Schaaf.

Um oben dran zu bleiben, muss für Werder morgen der zweite Auswärtssieg der Saison her. „Der Druck ist größer geworden“, meint Hunt. Stürmer Nils Petersen packt sogar noch einen drauf: „Wir sind jetzt zum Siegen verdammt.“

Genau wie Hoffenheim – und vor allem der mitten in der Schusslinie stehende Coach Markus Babbel, für den sich gegen Werder ein Kreis schließen könnte. Am 11. Februar gab er in Bremen sein Debüt als TSG-Trainer und gewann beinahe. Erst in der Schlussminute gelang Marko Arnautovic das 1:1. Nun geht es wieder gegen Werder – und bei einer weiteren Niederlage wird Babbel wohl gehen müssen. Gestern gab sich der 40-Jährige aber extrem kämpferisch. Er sei sich „sehr sicher“, weitermachen zu dürfen – denn: „Ich habe hier nicht nur bis Sonntag einen Vertrag. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen.“ · mr

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