Werder verliert Europa aus den Augen / Kritik an Mielitz nach dem 2:3 gegen Freiburg

„Vorne Banane, hinten Banane“

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Volltreffer! Freiburgs Matthias Ginter schickt Lukas Schmitz und Werder mit seinem 3:2-Siegtreffer zu Boden. ·

Bremen - Der neue Geschäftsführer flüchtete sich in „eine blöde Floskel. Wir sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen“, sagte Thomas Eichin nach dem 2:3 (1:1) gegen den SC Freiburg über Werders Europacup-Ambitionen.

Der 46-Jährige, der bei seiner Bank-Premiere „gleich die ganze Bandbreite von Werder erlebt“ hatte, gibt die Hoffnung zwar noch nicht auf („Wir wollen nicht jede Woche unsere Ziele korrigieren“), doch die Bremer Chancen sind bei nun sechs Punkten Rückstand auf Rang sechs rapide gesunken. „Wir schauen nicht nach Europa, sondern darauf, endlich Konstanz reinzukrigen“, betonte Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic.

Nach dem Rückschlag gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze ärgerten sich die Bremer vor allem über sich selbst. „Das war ein typisches Werder-Heimspiel: vorne Banane, hinten Banane – hoch und runter“, meinte Nils Petersen. „Wir haben uns sehr naiv angestellt, uns mit dummen Fehlern bestraft. Das passiert uns zu oft“, bemängelte Junuzovic mit Blick auf die Gegentore zwei und drei.

Vor dem 1:2 stieß Eljero Elia den Freiburger Daniel Caligiuri in Aleksandar Ignjovski hinein, der im Bremer Strafraum stand. Den Elfmeter, den Caligiuri verwandelte (53.), „kann man geben“, räumte Werder-Coach Thomas Schaaf ein. Bei Matthias Ginters 2:3 (71.) war Sebastian Mielitz der Hauptschuldige. Nach einer Ecke von Max Kruse drückte er seinen eigenen Mitspieler Assani Lukimya weg, statt den Ball zu klären. Karim Guédé traf die Latte, Ginter versenkte den Nachschuss, mehrere Bremer schauten nur zu. „Ich hätte den Ball wegköpfen können, dann merke ich den Schubser – und dachte, ,Miele‘ hat den Ball sicher“, meinte Lukimya, der aber nicht nur seinen Keeper, sondern auch sich selbst und die anderen Teamkollegen kritisierte: „Wir hätten das Tor verhindern können, haben geschlafen.“ Schaaf verteilte keinen „Schwarzen Peter“ und monierte allgemein: „Alle hätten den Ball wegballern können, der Torwart auch.“

Die Einzelkritik: Petersen als Lichtblick

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Den dritten Rückstand in dieser Partie konnte Werder nicht mehr wettmachen. „Das war zu schwer“, sagte Petersen, der zwei Mal ausgeglichen hatte und dann noch zwei Mal am Aluminium scheiterte. Statt Matchwinner zu sein, war auch der Mittelstürmer hinterher nur ein trauriger Verlierer und stöhnte: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mal zwei Tore geschossen und hinterher nicht gelächelt habe.“ · mr

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