Schaaf vor dem Hannover-Spiel:

Vollgas-Versprechen: Werder will die Wende

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Jetzt muss es endlich klappen, Nils Petersen will wieder jubeln.

Bremen - Kleiner Tipp für alle Besucher des Weserstadions heute Abend: Jeder sollte pünktlich auf seinem Platz sein, denn der SV Werder will es gegen Hannover 96 sofort krachen lassen.

Nach den beiden Pleiten gegen Dortmund und in Hamburg gibt’s von den Spielern das Vollgas-Versprechen und von Coach Thomas Schaaf die klare Forderung: „Der Erfolg muss jetzt da sein.“

Erfolg heißt Sieg – und nichts anderes. „Wir brauchen gar nicht drumherum zu reden: Wir müssen unbedingt drei Punkte holen – ein Unentschieden könnte schon zu wenig sein, wenn man sich unser Programm danach anschaut“, sagt Zlatko Junuzovic. Nächste Woche muss Werder nach Stuttgart, dann kommt Freiburg, anschließend geht es zu den Bayern. Da ist ein Heimsieg heute quasi Pflicht, um nicht als Krisenclub auf Reisen zu gehen.

„Wir wollen uns da rausekeln und rauskämpfen – und das können wir als Team schaffen“, glaubt Nils Petersen – und der Stürmer gibt als Marschroute aus: „Wir wollen gegen Hannover von Anfang an Druck entfachen und zeigen, wer Herr im Hause ist. Die Fans sollen sehen, dass wir alles tun, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.“

Nur Worthülsen? Wohl nicht – denn gestern lieferten die Werder-Profis ein beeindruckendes Abschlusstraining ab. Da war extrem viel Feuer drin, sowohl bei der A- als auch bei der B-Elf. Da wurde um jeden Zentimeter Rasen gekämpft. „Die Mannschaft hat in dieser Woche gut trainiert“, berichtet Schaaf: „Wir konnten natürlich nicht alles abstellen, was nicht so gut gelaufen ist. Aber die Mannschaft hat noch mehr begriffen, besser umzuschalten, dem Gegner nicht so viel zuzugestehen, ihn aber auch noch mehr in Not zu bringen.“

„Wir haben uns diese Suppe eingebrockt, also müssen wir sie auch wieder auslöffeln“, sagt Petersen. Die Bayern-Leihgabe hat kein Problem damit, dass hier und da sogar schon von einem Schicksalsspiel gesprochen wird: „Natürlich haben wir jetzt Druck – aber wir sind Profis und werden gut bezahlt. Das ist unser Job, so etwas auszuhalten.“

Werder-Training vor Hannover-Spiel

Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Niemand spricht im Vorfeld der Partie noch vom Umbruch, niemand von den vielen Ausfällen. Neben den verletzten Philipp Bargfrede und Niklas Füllkrug müssen heute auch die gesperrten Clemens Fritz und Marko Arnautovic ersetzt werden. Alles zweitrangig. „Wir müssen das Ruder jetzt rumreißen“, stellt Aaron Hunt unmissverständlich klar und versichert: „Wir brennen alle darauf, den ersten Sieg des Jahres einzufahren.“

Zumal morgen auch noch die Grün-Weiße Nacht des Bundesliga-Clubs mit Stargast und Werder-Fan Jan Delay im Bremer Congresszentrum ansteht. „Ich will da keine traurigen Gesichter sehen“, sagt Petersen. · kni

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