Vollgas im Endspurt

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So wie gegen Stuttgart wollen Sie auch heute wieder jubeln...

Bremen - von Carsten Sander. Mal angenommen, das 1:4 bei Bayern München wäre das letzte Spiel des Jahres gewesen: Wären das fröhliche Weihnachten für Werder geworden? Bestimmt nicht. Drum freut es bei den Bremern jeden, dass bis zum Fest noch zwei Bundesliga-Partien auf dem Plan stehen.

Heute (15.30 Uhr) im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg, am Samstag drauf auf Schalke. Es ist ein Jahresendspurt, den Werder trotz angespannter Personallage im Mittelfeld ambitioniert angeht. „Es sind schwere Spiele, aber wir wollen sechs Punkte. Das muss unser Ziel sein“, sagt Stürmer Markus Rosenberg.

Mutige Aussagen für ein Team, das gerade wieder aufgezeigt bekommen hat, dass es für die Großen der Liga noch nicht groß genug ist. Doch an den „Kleinen“ will sich Werder weiter schadlos halten – speziell im Weserstadion. Dort haben die Bremer sechs von sieben Partien der Saison gewonnen. „Eine tolle Bilanz“, findet Klaus Allofs und sieht vor dem letzten Heimspiel des Jahres eine Vorgabe an die Mannschaft als erfüllt an: „Wir hatten uns vorgenommen, unser Stadion zu einer Festung zu machen. Das ist uns weitgehend gelungen. Und wir hoffen, dass wir unsere Bilanz gegen Wolfsburg noch weiter verbessern.“

Das sollte möglich sein. Denn die „Wölfe“ kamen immer dann, wenn sie ihr Revier verließen, als ziemlich zahnloses Rudel daher. Nur vier Punkte sammelte das Team von Trainer Felix Magath auf gegnerischen Plätzen – schlechter ist kein anderer Bundesligist durch die Stadien der Liga getingelt. Verzweifelt schaut selbst VfL-Verteidiger Marcel Schäfer auf die mickrige Ausbeute und findet eine sehr simple Antwort auf die Frage, was der Tabellen-13. denn machen müsse, um die Bilanz kurz vor Hinrundenende noch ein bisschen aufzuhübschen. „Wir müssen so auftreten, wie wir es auswärts bislang noch nicht getan haben“, sagte er.

Werder-Kapitän Clemens Fritz will nicht ausschließen, dass dem Gegner genau das gelingt. „Unberechenbar“ seien die Wolfsburger, meinte er – und fügte mit einem Schuss Sarkasmus an: „Aber das gilt ja für beide Teams.“

Die Schwankungen bei Werder waren zuletzt in der Tat gravierend. Auswärts ging nichts (0:5 in Mönchengladbach, 1:4 in München), zu Hause lief‘s (3:2 gegen Köln, 2:0 gegen Stuttgart). Das eine darf heute so bleiben, das andere muss sich auf Schalke ändern, fordert Fritz und geht wie Rosenberg auf Sechs-Punkte-Kurs: „In den letzten beiden Spielen bis Weihnachten müssen wir unseren Platz in der Spitzengruppe festigen. Wenn wir gegen Wolfsburg und Schalke nicht gewinnen, rücken die anderen nach. Dann bist du ganz schnell runter von den Europacup-Plätzen.“

Das wäre das schlimmste Ende einer Hinrunde, in der Werder phasenweise große Hoffnungen geweckt hatte. In der sich aber auch herauskristallisiert hat, dass es für ganz oben nicht reichen wird. Doch Platz vier zur Saison-Halbzeit ist möglich – und auch das geheime Ansinnen des Trainers. „Auf uns warten noch zwei sehr wichtige Spiele. Es geht um unsere gute Ausgangsposition, wir wollen im vorderen Bereich dabeibleiben“, erklärte Thomas Schaaf und verriet, was ihn seit jeher im Leben antreibt: „Mein Motto ist immer: Lieber vorne weg gehen als hinterher.“ · csa

- An der Weser bejubelten die „Wölfe“ ihre meisten Siege (sechs) und meisten Tore (20) in der Fremde.

- VfL-Coach Felix Magath, der schon sieben Bundesliga-Clubs trainierte, hatte in Bremen mit nur 25 Punkten in 22 Spielen seine erfolgloseste Zeit.

- Werder gewann nur eins der letzten vier Heimspiele gegen Wolfsburg und blieb zu Hause nur einmal ohne Gegentor gegen den VfL.

- Bremen kassierte die meisten Gegentore (25) aller Clubs aus der oberen Tabellenhälfte.

- In elf von 15 Spielen geriet Werder 0:1 in Rückstand, und nur in einem Heimspiel, beim 5:3 gegen Freiburg, ging es mit einer Führung in die Pause.

- Wolfsburg gewann mit den zweitmeisten Gegentoren nur eine der letzten sechs Aufgaben (4:1 gegen Hannover am 19. November) und ist als schlechtestes Auswärtsteam seit dem 3:0 in Köln zum Saisonauftakt in der Fremde sieglos.

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